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Marvel's Spider-Man: Wie sich Entwickler in ihrem Spiel verewigen

Fotos von Freunden und der Familie, Anspielungen auf Hobbys und teaminterne Scherze: Jason Hickey von Insomniac Games hat erzählt, wie er und sein Team in Marvel's Spider-Man persönliche und politische Inhalte versteckt hätten.

Artikel veröffentlicht am ,
Jason Hickey von Insomniac Games auf der Gamescom 2019
Jason Hickey von Insomniac Games auf der Gamescom 2019 (Bild: Golem.de/Peter Steinlechner)

"Ich habe mehrere Straßen nach Freunden von mir benannt - wofür die sich übrigens nie so richtig bedankt haben", scherzt Jason Hickey, leitender Art Director des 2018 veröffentlichten Actionspiels Marvel's Spider-Man (Test auf Golem.de). Hickey sprach auf der Entwicklerkonferenz Devcom in Köln darüber, wie die Entwickler von Computerspielen kleine persönliche Nachrichten, Botschaften und Scherze in ihren Werken unterbrächten.

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Das ist ein verbreitetes Phänomen: In vielen Games gibt es eigentlich unwichtige Namen von Passanten, sind gerahmte Bilder an Wänden zu sehen, finden sich Statuen und Denkmäler sowie andere Details. Diese ließen sich zwar auch frei erfinden - aber der Rückgriff auf Freunde und kleine Anspielungen auf Teamkollegen machen mehr Spaß. Außerdem können die Entwickler mit mehr oder weniger sichtbaren Botschaften versuchen, die Welt ein kleines bisschen besser zu machen.

In Spider-Man gibt es etwa eine - nicht sehr auffällige - Wand, die in den Regenbogenfarben der LGBT-Bewegung angestrichen ist. Das habe das Team bei Insomniac Games gemacht, um seine politische Überzeugung auszudrücken. Aus ähnlichem Grund gibt es neben Straßen mit Namen von Freunden auch einen Malcolm-X-Boulevard. Zu Diskussionen in der Community habe das nicht geführt, aber immer wieder mal gibt es laut Hickey etwa Beiträge in sozialen Netzwerken, in denen sich einzelne Spieler bedankten.

Viele verstecke Details ergaben sich im Lauf der Entwicklung aus dem Team heraus. Hickey erzählte, dass er unter anderem ein paar eher nebensächliche Skizzen einer schwarzen Katze angefertigt habe - eine eng mit Spider-Man verbundene Figur im Spiel heißt Black Cat. Das gezeichnete Tier sei bei den Designern enorm gut angekommen.

Deshalb fertigte Hickey im Auftrag des Teams kurz vor Produktionsschluss einen Cartoon mit zwölf Bildern an und versteckte die Zeichnungen an unterschiedlichen Stellen im Spiel. Wer sie sieht, bekommt in der richtigen Reihenfolge die Geschichte einer Katze erzählt, die eine Spinne jagt, woraufhin sich die beiden verlieben und heiraten.

Was Hickey erst nach der Veröffentlichung herausfand: Seine Kollegen hängten seinen Comic zusätzlich an einer speziellen Stelle in der richtigen Reihenfolge an der virtuellen Wand auf. Wenn der Spieler sie als Spider-Man findet, sagen der Superheld ebenso wie - per Funk - die "echte" Black Cat etwas dazu.

Nicht alles, was das Entwicklerteam in der Welt von Spider-Man verstecken will, schafft es dann tatsächlich ins Spiel. Hickey erzählte, er habe eine Grafik des Musikalbums Dark Side of the Moon von Pink Floyd einbauen wollen. Das habe er dann aber doch gelassen, weil es die Rechtsabteilung gemerkt und aus lizenzrechtlichen Gründen verhindert hätte.

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%username% 19. Aug 2019

...Spiderman eh laufend rebooted wird...

NeoChronos 19. Aug 2019

Wer Easter Eggs einbaut hat Spaß an der Arbeit, wer das verbietet hat bald ein paar...

Didatus 19. Aug 2019

"In Spider-Man gibt es etwa eine - nicht sehr auffällige - Wand, die in den...


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