Abo
  • Services:

Martin Gräßlin: "KWin wird ein Wayland-Compositor"

Martin Gräßlins Arbeit an der KDE-Fensterverwaltung KWin zielt auf das Zusammenspiel mit dem Displayserver Wayland. KWin soll langfristig ein Wayland-Compositor werden. Diese Entscheidung habe das KDE-Team bereits gefällt, lange bevor Canonicals Mir-Projekt bekanntwurde, sagt er.

Artikel veröffentlicht am ,
Martin Gräßlin passt KWin seit zwei Jahren an Wayland an.
Martin Gräßlin passt KWin seit zwei Jahren an Wayland an. (Bild: Christian Schmidt-David/Golem.de)

Langfristig werde KWin zu einem Wayland-Compositor umgebaut, schreibt KWin-Entwickler Martin Gräßlin in seinem Blog. Die Arbeiten daran liefen bereits seit etwa zwei Jahren. Er sei verwundert, warum diese Entscheidung jetzt bei Bekanntwerden des Mir-Projekts nochmals so öffentlich diskutiert werde. Sie sei lange davor vom KDE-Team beschlossen worden.

Stellenmarkt
  1. Landesbetrieb Straßenbau NRW, Nordrhein-Westfalen
  2. Dataport, Altenholz bei Kiel

Erste Patches für Wayland habe er bereits im Juni 2011 eingereicht, schreibt Gräßlin. Zu dem Zeitpunkt sei Wayland aber ein Forschungsprojekt gewesen. Die vielen Änderungen an den APIs bis zur Veröffentlichung der Version 1.0 des Displayservers hätten es schwierig gemacht, KWin anzupassen. Erst seit das Entwicklerteam um den X11-Ersatz mit Wayland 1.0 die APIs stabilisiert und festgelegt habe, seien konkrete Pläne für Umbauten möglich.

Fundamentale Änderungen

Allerdings war Gräßlin in der Zwischenzeit nicht untätig. Für weitere Anpassungen an Wayland hat er das KWin-Scripting umgeschrieben. Das erleichtert es, den verwalteten Client innerhalb von KWin zu identifizieren. Dass KWin seit Version mit OpenGL auf EGL läuft, sei ebenfalls den Anpassungen für Wayland zu verdanken, schreibt er. Seit Dezember 2012 arbeite er an einer Portierung auf Qt5, mit der Qt-basierte Anwendungen leichter zu integrieren sind als über die native C-Bibliothek.

Am 22. Januar 2013 hatte Sebastian Kügler (sebas) einen offiziellen Zeitrahmen für den Übergang der KDE Plasma Workspaces auf Qt5 und Wayland veröffentlicht. Darin ist unmissverständlich formuliert, dass KWin in einen Wayland-Compositor verwandelt wird.

Längst gefällte Entscheidung

Deshalb sei er überrascht gewesen, dass eine Diskussion über die Verpflichtung zum Wayland-Projekt entbrannte, als Canonical sein Mir-Projekt bekanntgab. Zwar kritisiert Gräßlin weiterhin Canonicals Entscheidung, seinen eigenen Displayserver zu entwickeln, da Canonical damit das Open-Source-Ökosystem verlasse. Aber die Entscheidung des KDE-Teams zugunsten von Wayland sei eine historische und davon unabhängige Entscheidung. Gegenwärtig sei Wayland besser für KDEs Plasma Workspaces geeignet als andere Lösungen.

Einer der Vorteile freier Softwareprojekte sei es eben, dass Entwicklung und Diskussionen offenliegen. Dadurch sei es leichter, "anderen Entwicklern die Hand zu reichen".



Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Barracuda 250 GB für 43,70€ und 1 TB für 147,70€ - Bestpreise!)
  2. für je 69,99€ (Bestpreise!)
  3. 4,95€ anstatt 9,95€ pro Monat

Tapirleader 24. Apr 2013

Man sollte einfach nicht vergessen wie oft man die Brille absetzen muss, um in der...

Seitan-Sushi-Fan 23. Apr 2013

Man kann sich auch alles schön reden. Konkurrenz zu entwickeln soll also...


Folgen Sie uns
       


Huawei Mate 20 Pro - Test

Das Mate 20 Pro ist Huaweis neues Topsmartphone. Es kommt wieder mit einer Dreifachkamera, die um ein Superweitwinkelobjektiv ergänzt wurde. Im Test gefällt uns das gut, allerdings ist die Kamera weniger scharf als die des P20 Pro.

Huawei Mate 20 Pro - Test Video aufrufen
E-Mail-Verschlüsselung: 90 Prozent des Enigmail-Codes sind von mir
E-Mail-Verschlüsselung
"90 Prozent des Enigmail-Codes sind von mir"

Der Entwickler des beliebten OpenPGP-Addons für Thunderbird, Patrick Brunschwig, hätte nichts gegen Unterstützung durch bezahlte Vollzeitentwickler. So könnte Enigmail vielleicht endlich fester Bestandteil von Thunderbird werden.
Ein Interview von Jan Weisensee

  1. SigSpoof Signaturen fälschen mit GnuPG
  2. Librem 5 Purism-Smartphone bekommt Smartcard für Verschlüsselung

Coachingbuch: Metapher mit Mängeln
Coachingbuch
Metapher mit Mängeln

Der Persönlichkeitscoach Thomas Hohensee plädiert in seinem neuen Buch dafür, problematische Kindheitsmuster zu behandeln wie schadhafte Programme auf einem Rechner: mit Reset, Updates und Neustart. Ein origineller Ansatz - aber hält er dem Thema stand?
Von Cornelia Birr

  1. Elektronisch Arzneimittelrezept kommt auf Smartphone
  2. Relayr Rückstandsglaube als Startup-Vorteil
  3. Liberty Global Ericsson übernimmt Netzwerkbetrieb bei Unitymedia

Dark Rock Pro TR4 im Test: Be Quiet macht den Threadripper still
Dark Rock Pro TR4 im Test
Be Quiet macht den Threadripper still

Mit dem Dark Rock Pro TR4 hat Be Quiet einen tiefschwarzen CPU-Kühler für AMDs Threadripper im Angebot. Er überzeugt durch Leistung und den leisen Betrieb, bei Montage und Speicherkompatiblität liegt die Konkurrenz vorne. Die ist aber optisch teils deutlich weniger zurückhaltend.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Dark Rock Pro TR4 Be Quiets schwarzer Doppelturm kühlt 32 Threadripper-Kerne

    •  /