Abo
  • Services:

Martin Gräßlin: KDEs Multi-Screen-Probleme liegen oft am X11-Grafik-Stack

Der KDE-Entwickler Martin Gräßlin beschreibt aktuelle Probleme bei der Unterstützung von Multi-Screen-Setups im Plasma-Desktop. Dabei wird klar, dass viele Fehler außerhalb von Plasma selbst liegen - und zwar vor allem im X11-Grafikstack.

Artikel veröffentlicht am ,
Das falsch positionierte Kontextmenü ist auf einen Fehler in Qt zurückzuführen.
Das falsch positionierte Kontextmenü ist auf einen Fehler in Qt zurückzuführen. (Bild: Kai Uwe Broulik)

Ein Ziel von KDE Plasma 5.7 sei eine gute Unterstützung für Multi-Screen-Setups gewesen, schreibt der für die Fensterverwaltung Kwin zuständige Entwickler Martin Gräßlin in seinem Blog. Doch es gebe auch bei der vergangene Woche erschienenen Version einige Fehler, deren Gründe oft außerhalb des KDE-Codes lägen. Gräßlin beschreibt einige dieser Situationen exemplarisch.

Stellenmarkt
  1. DIEBOLD NIXDORF, Paderborn
  2. Lachmann & Rink Ingenieurgesellschaft für Prozeßrechner- und Mikrocomputeranwendungen mbH, Freudenberg und Dortmund

Neben immer wieder auftretenden Fehlern mit bestimmten Hardware-Tasten, die vergleichsweise leicht behoben werden können, lassen sich laut Gräßlin viele der anderen Fehler direkt auf das veraltete X11-Fenstersystem zurückführen oder zumindest auf einen fehlerhaften Umgang damit.

So beachtet Kwin etwa die Anweisung eines Programms mittels des ICCCM-Standards, was aber dazu führen kann, dass die Anwendung oder Teile falsch positioniert werden, falls diese den Standard nicht richtig umsetzen. Darüber hinaus setzt zum Beispiel Skype ein Attribut, um die Fensterverwaltung für sich abzuschalten, so dass Skype selbst für das richtige Verhalten sorgen müsste, was aber nicht geschieht.

Fehler tief im Grafik-Stack

Das Testen von Multi-Screen-Setups ist unter X11 vergleichsweise schwierig. So steht zwar die X11-Erweiterung Xrandr in Version 1.4 in fast allen Distributionen bereit. Doch die Protokollerweiterung lässt sich auf virtuellen X-Servern nur sehr schwer testen, da die benötigten Informationen nicht zur Verfügung stehen. Unter Wayland ist dies laut Gräßlin einfacher.

Er berichtet außerdem von diversen Problemen mit dem GUI-Framework Qt, welches als Basis für KDE-Anwendungen dient, zum Beispiel beim Positionieren von Menüs oder im Umgang mit der Qt-Screen-Klasse. Insbesondere Letzteres habe unter X11 eine sehr schlechte Qualität, so Gräßlin. Mit der Qt-Version 5.6 habe sich zwar einiges gebessert, es träten aber immer noch Fehler auf, und diese Version steht in vielen Distributionen noch nicht zur Verfügung.

Problemtisch aus Sicht von Gräßlin ist auch die Qualität des Xorg-Treibers für Intel-GPUs. Dieser sei seit mehr als zwei Jahren nicht mehr in einer offiziell stabilen Version erschienen, erklärt er. Die Distributionen nutzten deshalb direkt den Hauptentwicklungszweig des Treibers als Quelle für ihre Pakete und verfolgten damit ein Rolling-Release-Modell für den Treiber. Auch das erschwere Tests erheblich.

Wegen all dieser Schwierigkeiten bittet Gräßlin die Nutzer von KDE Plasma, Vorabversionen stärker zu testen und vor allem auftretenden Fehler an die Entwickler zu melden, um an diesen arbeiten zu können.



Anzeige
Top-Angebote
  1. jetzt bis zum 28.06. direkt bei Apple bestellen und die 0% Raten-Finanzierung erhalten
  2. (u. a. Lost Planet: Extreme Condition für 2,29€ und On Rusty Trails für 2,49€)
  3. 131,98€ (beide Artikel in den Warenkorb legen, um 60€ Direktabzug zu erhalten. Einzelpreise im...
  4. 172,98€ (beide Artikel in den Warenkorb legen, um 60€ Direktabzug zu erhalten. Einzelpreise im...

Wander 13. Jul 2016

Und auch du überschätzt die Relevanz von KWin oder jedem anderen Fenstermanager. Meinst...

Seitan-Sushi-Fan 13. Jul 2016

Nicht weinen.


Folgen Sie uns
       


Sieben Bluetooth-Ohrstöpsel im Test

Bei komplett kabellos arbeitenden Bluetooth-Ohrstöpseln zeigen sich erhebliche Unterschiede. Das perfekte Modell schmerzt nicht im Ohr, lässt sich bequem bedienen und hat einen guten Klang. An das Ideal kommt immerhin ein Teilnehmer heran.

Sieben Bluetooth-Ohrstöpsel im Test Video aufrufen
BMW i3s im Test: Teure Rennpappe à la Karbonara
BMW i3s im Test
Teure Rennpappe à la Karbonara

Mit dem neuen BMW i3s ist man zügig in der Stadt unterwegs. Zwar ist der Kleinwagen gut vernetzt, doch die Assistenzsysteme lassen immer noch zu wünschen übrig. Trotz des hohen Preises.
Ein Praxistest von Friedhelm Greis

  1. R71-Seitenwagen BMW-Motorrad aus den 30er Jahren soll elektrifiziert werden
  2. SUV Concept iX3 zeigt BMWs elektrische Zukunft
  3. BMW Mini-Oldtimer mit E-Antrieb ausgerüstet

Game Workers Unite: Spieleentwickler aller Länder, vereinigt euch!
Game Workers Unite
Spieleentwickler aller Länder, vereinigt euch!

Weniger Crunchtime, mehr Lunchtime: Die Gewerkschaft Game Workers Unite will gegen schlechte Arbeitsbedingungen in der Spielebranche vorgehen - auch in Deutschland.
Von Daniel Ziegener

  1. Spielebranche Neue Konsole unter dem Markennamen Intellivision geplant
  2. The Irregular Corporation PC Building Simulator verkauft sich bereits 100.000 mal
  3. Spielemarkt Download-Anteil bei Games steigt auf 42 Prozent

Nasa: Wieder kein Leben auf dem Mars
Nasa
Wieder kein Leben auf dem Mars

Analysen von Kohlenwasserstoffen durch den Marsrover Curiosity zeigten keine Hinweise auf Leben. Dennoch versucht die Nasa mit allen Mitteln, den gegenteiligen Eindruck zu vermitteln.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer


      •  /