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Die aktuelle Oberfläche von KDE: Plasma 5
Die aktuelle Oberfläche von KDE: Plasma 5 (Bild: KDE/CC-BY-3.0)

Martin Gräßlin: KDE Plasma läuft erstmals unter Wayland

Die aktuelle Oberfläche von KDE: Plasma 5
Die aktuelle Oberfläche von KDE: Plasma 5 (Bild: KDE/CC-BY-3.0)

Der Plasma-Desktop von KDE lässt sich nun auch unter Wayland benutzen, was Maintainer Martin Gräßlin als "wichtigen Schritt" bezeichnet. Zur vollen Wayland-Unterstützung braucht es aber noch Zeit.

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Die für Wayland geschriebene Version des KDE-Window-Managers Kwin könne nun auch dafür genutzt werden, eine Sitzung des Plasma-Desktops darzustellen, ohne dass diese ständig abstürze, schreibt der zuständige Entwickler Martin Gräßlin in seinem Blog. Dies sei ein besonders wichtiger Schritt, da Gräßlin nun selbst die Software im Umgang mit Wayland im laufenden Betrieb ausgiebig testen könne.

Eine komplette Unterstützung der Wayland-Architektur sei damit aber noch nicht umgesetzt, betont der Programmierer. Denn die einzigen Wayland-Anwendungen in diesem Aufbau seien Kwin sowie Xwayland. Letzteres werde dafür genutzt, sämtliche X11-Anwedungen verwenden zu können.

Trotz allem sei dies ein "beachtenswerter Erfolg", da die Architektur im Vergleich zu bisher auf den Kopf gestellt worden sei. So übernehme Kwin nun das Rendering selbst, wofür ein DRM-Backend erstellt wurde. Damit ließen sich alle angeschlossenen Ausgaben ansteuern. Auch der OpenGL- sowie der QPainter-Compositor könnten so benutzt werden. Zum Zugriff auf die DRM-Geräte verwendet Kwin die Schnittstellen von Logind.

Vorerst nur für Mesa

Zur Verwaltung der Buffer greift Kwin auf den Generic Buffer Manager (GBM) in Mesa zurück. Mit dem proprietären Treiber von Nvidia könne diese Implementierung wohl aber nicht genutzt werden, da das Unternehmen einen anderen Ansatz verfolgt als GBM. Ein Nvidia-spezifisches Backend könne wohl aber später hinzugefügt werden. Gräßlin hofft letztlich auf eine standardisierte Implementierung, die sowohl von den freien als auch von den proprietären Treibern unterstützt wird.

Auf Grund seiner bisherigen positiven Erfahrungen bei der Implementierung des X11-Ersatzes schätzt Gräßlin, dass insbesondere der Umgang mit mehreren Displays schon bald aktuellen Ansprüchen genügen werde. Bis es so weit ist, muss aber noch einiges an Arbeit geleistet werden.


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