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Marsrover Opportunity: Mission erfolgreich abgeschlossen

15 Jahre nach der Landung auf dem Mars erklärt die Nasa das Ende der Mission des Marsrovers Opportunity. Ein Rückblick auf das Ende der Mission und die Messinstrumente, denen wir viele neue Erkenntnisse über den Mars zu verdanken haben.

Artikel von veröffentlicht am
Der Marsrover Opportunity untersuchte seit 2004 den Mars.
Der Marsrover Opportunity untersuchte seit 2004 den Mars. (Bild: Nasa, Maas Digital / Screenshot (Golem.de))

Seit dem globalen Staubsturm, der im Juni 2018 über den Mars fegte, hatte die Nasa ein Problem mit dem Marsrover Opportunity. Lange glaubte man bei der US-Raumfahrtbehörde, der Rover sei nur im Standby-Modus. Jetzt wissen wir: Er ist kaputt. In der dunklen Nacht unter den Staubwolken des Sturms bekam Opportunity keine Energie mehr von der Sonne und bald war der Akku leer.

Inhalt:
  1. Marsrover Opportunity: Mission erfolgreich abgeschlossen
  2. Deutsches Spektrometer misst winzige Abweichungen
  3. Alpha-Teilchen und Röntgenstrahlen finden alle Atome

Die Erde hat keinen Kontakt und der Rover funkt nicht mehr. Dieser Rover ist nicht mehr. Er hat die Garantie verloren und der Hersteller nimmt ihn nicht mehr zurück. Er steht still und ist ohne Funktion. Seine Rechenprozesse sind Vergangenheit. Er hat den letzten Stein untersucht, ist den letzten Meter gerollt, hat das letzte Spektrogramm aufgenommen und Wissenschaftsgeschichte gemacht. Opportunity ist ein Ex-Rover.

Seit 14 Jahren defekt und trotzdem erfolgreich

Ganz ohne Monty Python sagte es ein Sprecher der Nasa mit einigem Stolz und völlig zu Recht: "Die Mission ist abgeschlossen." Die Nasa wartete mit der Bekanntgabe bis nach dem 15. Jahrestag der Marslandung vom 25. Januar 2004. Das Deep Space Network (DSN) der Nasa suchte seit Juni mit bis zu 70 Meter großen Parabolantennen nach den Radiosignalen.

Wahrscheinlich wurden einige empfindliche Teile, die normalerweise elektrisch beheizt werden, durch die Kälte auf dem Mars zerstört. Möglicherweise war aber ausgerechnet ein defektes elektrisches Heizelement mit schuld am Verlust des Rovers. Schon drei Monate nach der Landung ließ sich die Heizung nicht mehr abschalten und verbrauchte so zusätzlich Strom.

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Der einzige Weg, diesen Stromverlust zu vermeiden, war, den Rover regelmäßig in einen Tiefschlafmodus zu versetzen, in dem keine Instrumente mit Strom versorgt werden. Das wurde mehr als 14 Jahre lang jede Nacht getan. Aber mit dem Verlust der Akkuspannung und dem Reset der Uhrzeit war der Rover wohl nicht mehr in der Lage, sich nachts kontrolliert in den Tiefschlaf zu versetzen und so die Akkuladung zu erhalten.

800 Kontaktversuche blieben erfolglos

Zuletzt bestand noch die Hoffnung, dass der Grund für die fehlenden Antworten des Rovers ein Ausfall einer Antenne sein könnte. Deshalb änderte die Nasa im Januar ihre Suchstrategie. Statt nur nach Radiosignalen zu suchen, wurden auf Verdacht Computerbefehle gesendet, nach denen der Rover auf einen zweiten Transmitter wechseln und mit einer einfachen UKW-Antenne antworten sollte, die nicht zur Erde ausgerichtet werden muss. Aber auch nach über 800 Versuchen blieb der Erfolg aus.

Die Mission des Rovers war es, die Meridiani-Ebene zu untersuchen. Er fand dort die erwarteten Spuren von flüssigem Wasser in der fernen Vergangenheit des Mars, darunter Tonminerale aus Aluminiumoxiden, wie sie auch in fruchtbaren Böden auf der Erde vorkommen. Neben Kameras, einem Mikroskop und einem Schleifwerkzeug, um ins Innere von Steinen sehen zu können, war Opportunity auch mit drei Spektrometern ausgestattet, um ihre Stoffzusammensetzung bestimmen zu können.

Auf dem Kameramast des Rovers war ein Infrarotemissionsspektrometer montiert. Es kann aus dem Spektrum der ausgesendeten Wärmestrahlung die Menge an Karbonaten, Sulfaten, Phosphaten, Silikaten und Hydroxiden in Sand und Gestein messen, die in Zusammenhang mit Wasser entstehen. Außerdem konnte es als Thermometer fungieren, das die Temperatur des Bodens und der Atmosphäre misst und mit dem Spektrum auf Staub- und Wassergehalt rückschließen lässt. Zumindest, bis der erste große Staubsturm im Jahr 2007 zu viel Staub auf der Optik hinterließ und das Instrument unbenutzbar machte.

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Deutsches Spektrometer misst winzige Abweichungen 
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Cespenar 16. Feb 2019

Jaja ich weiß der ist viel zu weit weg von Opportunity, hat wichtigeres zu tun und...

Vögelchen 15. Feb 2019

https://www.youtube.com/watch?v=UE0Jk0KqKRc

Arsenal 15. Feb 2019

Thanks for bringing us along... Mouse-Over: Thanks for bringing us along...

dabbes 15. Feb 2019

Die Nasa kann ihn ja einschicken und das Porto bezahlen ;-)


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