Abo
  • Services:

Marsrover Curiosity: Flüsse türmten einen Marsberg auf

Der Mars war nass - und das möglicherweise viele Millionen Jahre lang: Der Marsrover Curiosity hat Hinweise gefunden, dass der Berg im Marskrater Gale auf dem Grund eines Sees entstanden ist.

Artikel veröffentlicht am ,
Marskrater Gale als See: wiederholt verdunstet und wieder gefüllt
Marskrater Gale als See: wiederholt verdunstet und wieder gefüllt (Bild: Nasa/JPL-Caltech/ESA/DLR/FU Berlin/MSSS)

Der Marsrover Curiosity hat weitere Indizien für eine nasse Vergangenheit des Mars gefunden: Auf dem Planeten gab es mutmaßlich Seen, die über einen langen Zeitraum mit flüssigem Wasser gefüllt waren.

  • Gesteinsschichten, wie sie typisch sind für Ablagerungen an einem Seegrund, aufgenommen am 7.08.2014 am Mount Sharp (Foto: Nasa/JPL-Caltech/MSSS)
  • Diese Sandsteinformationen interpretiert die Nasa als Ablagerungen in Flussmündungen. Das Foto entstand am 13.03.2014. (Foto: Nasa/JPL-Caltech/MSSS)
  • Dieses Bild vom 28.10.2014 zeigt Gesteinsschichten, wie sie am Boden von Seen entstehen können. (Foto: Nasa/JPL-Caltech/MSSS)
  • Die Sandsteinablagerungen auf diesem Panorama vom 25.03.2014 fallen Richtung Mount Sharp ab und sollen von Flussmündungen stammen. (Foto: Nasa/JPL-Caltech/MSSS)
  • Der Krater Gale als See. Er soll im Laufe der Zeit mehrfach ausgetrocknet sein und sich wieder gefüllt haben. (Grafik: Nasa/JPL-Caltech/ESA/DLR/FU Berlin/MSSS)
Gesteinsschichten, wie sie typisch sind für Ablagerungen an einem Seegrund, aufgenommen am 7.08.2014 am Mount Sharp (Foto: Nasa/JPL-Caltech/MSSS)
Stellenmarkt
  1. IG Metall Vorstand, Frankfurt am Main
  2. abilex GmbH, Berlin

Hinweise auf Wasser auf dem Mars gibt es seit längerem - in gefrorenem Zustand. Die Marsrover Opportunity und Curiosity entdeckten aber schon Landschaftsformationen, die nahelegen, dass das Wasser auf dem Nachbarplaneten früher auch geflossen ist.

Berg entstand in einem See

Jetzt hat Curiosity Hinweise darauf, dass der Mars über einen sehr langen Zeitraum eine dichte Atmosphäre gehabt hat: Der Aeolis Mons oder Mount Sharp, der Berg im Marskrater Gale, soll durch Sedimentablagerungen in einem See entstanden sein.

Das würde aber bedeuten, dass der See über einen sehr langen Zeitraum existiert haben muss: Der Berg erhebt sich etwa 5 Kilometer hoch vom Grund des Kraters Gale. Der Prozess könnte also mehrere zehn Millionen Jahre gedauert haben.

Fluss, See und Wind lagern Material ab

Flüsse hätten, so mutmaßt die US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics and Space Administration (Nasa), Sand und Schlick in den See gebracht und an der Mündung abgelagert. Dadurch seien Flussdeltas entstanden genau wie auf der Erde. Und genau wie auf der Erde muss sich das Klima im Laufe der Zeit geändert haben: Die Gesteinsschichten seien nicht nur Ablagerungen von Flüssen, sondern auch vom See und vom Wind. Das deute darauf hin, dass der See wiederholt verdunstet sei und sich wieder gefüllt habe.

"Wir machen Fortschritte bei der Lösung des Rätsels von Mount Sharp", sagt John Grotzinger, wissenschaftlicher Leiter der Curiosity-Mission. "Wo jetzt ein Berg ist, könnte es einst eine Reihe von Seen gegeben haben."

Curiosity ist 8 Kilometer gefahren

Curiosity ist am 6. August 2012 auf dem Mars gelandet. Seither ist der Marsrover etwa 8 Kilometer weit gefahren und befindet sich jetzt am Fuß des Mount Sharp. Dort untersucht er gerade eine 150 Meter hohe Felsformation, die die Bezeichnung Murray-Formation bekommen hat.

Bereits auf dem Weg zu seinem derzeitigen Standort hat Curiosity Hinweise auf die sich verändernde Form des Kraterbodens zur Zeit der Seen gefunden. "Wir fanden Sedimentgestein, das nach kleinen, alten Deltas aussieht, die übereinanderliegen", sagt Sanjeev Gupta, einer der Curiosity-Wissenschaftler. Curiosity habe sich zunächst in einer Region aufgehalten, die von Flüssen beherrscht worden sei. Jetzt befinde er sich in einer ehemaligen Seenlandschaft.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 34,99€

Gl3b 11. Dez 2014

Also für mich klingt das vielversprechender auf der Suche nach dem Leben als der Mars

HerrMannelig 11. Dez 2014

ihr wisst aber, dass mit "Mars One" in 2024 eine benannte Marsmission ohne Rückkehr...

morecomp 10. Dez 2014

Wenn ich noch einmal zwanzig wäre und das von heute wüsste :)


Folgen Sie uns
       


Fazit zu Shadow of the Tomb Raider

Wir tauchen mit Lara in der Apokalypse ab und verfassen unser Fazit.

Fazit zu Shadow of the Tomb Raider Video aufrufen
Red Dead Redemption 2 angespielt: Mit dem Trigger im Wilden Westen eintauchen
Red Dead Redemption 2 angespielt
Mit dem Trigger im Wilden Westen eintauchen

Überfälle und Schießereien, Pferde und Revolver - vor allem aber sehr viel Interaktion: Das Anspielen von Red Dead Redemption 2 hat uns erstaunlich tief in die Westernwelt versetzt. Aber auch bei Grafik und Sound konnte das nächste Programm von Rockstar Games schon Punkte sammeln.
Von Peter Steinlechner

  1. Red Dead Redemption 2 Von Bärten, Pferden und viel zu warmer Kleidung
  2. Rockstar Games Red Dead Online startet im November als Beta
  3. Rockstar Games Neuer Trailer zeigt Gameplay von Red Dead Redemption 2

Sky Ticket mit TV Stick im Test: Sky kann's gut, Netflix und Amazon können es besser
Sky Ticket mit TV Stick im Test
Sky kann's gut, Netflix und Amazon können es besser

Gute Inhalte, aber grauenhafte Bedienung: So war Sky Ticket bisher. Die neue Version macht vieles besser, und mit dem Sky Ticket Stick lässt sich der Pay-TV-Sender kostengünstig auf den Fernseher bringen. Besser geht es aber immer noch.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Comcast Bezahlsender Sky für 38,8 Milliarden US-Dollar verkauft
  2. Videostreaming Wiederholte Sky-Ausfälle verärgern Kunden
  3. Sky Ticket TV Stick Sky verteilt Streamingstick de facto kostenlos

Grafikkarten: Das kann Nvidias Turing-Architektur
Grafikkarten
Das kann Nvidias Turing-Architektur

Zwei Jahre nach Pascal folgt Turing: Die GPU-Architektur führt Tensor-Cores und RT-Kerne für Spieler ein. Die Geforce RTX haben mächtige Shader-Einheiten, große Caches sowie GDDR6-Videospeicher für Raytracing, für Deep-Learning-Kantenglättung und für mehr Leistung.
Ein Bericht von Marc Sauter

  1. Tesla T4 Nvidia bringt Googles Cloud auf Turing
  2. Battlefield 5 mit Raytracing Wenn sich der Gegner in unserem Rücken spiegelt
  3. Nvidia Turing Geforce RTX 2080 rechnet 50 Prozent schneller

    •  /