Marsrover: Curiosity findet Flusskiesel auf dem Mars

Wissenschaftler haben immer geglaubt, dass es fließendes Wasser auf dem Mars gegeben hat. Jetzt jubeln Forscher, sie hätten den ersten Beweis: Der Marsrover Curiosity hat ein ausgetrocknetes Flussbett gefunden und Kiesel fotografiert.

Artikel veröffentlicht am ,
Zu groß, um vom Wind transportiert worden zu sein: Kiesel auf dem Mars
Zu groß, um vom Wind transportiert worden zu sein: Kiesel auf dem Mars (Bild: Nasa/JPL-Caltech/MSSS)

Der Marsrover Curiosity hat auf seinem Weg zum Punkt Glenelg Hinweise gefunden, dass es früher fließendes Wasser auf dem Mars gegeben hat: Er hat Flusskiesel gefunden. Es sei das erste Mal, dass sie Marsmaterial sähen, das von Wasser transportiert worden sei, erklärten die zuständigen Forscher.

  • Auf der Erde kein spektakulärer Anblick, auf dem Mars schon: Flusskiesel am Punkt Hottah... (Foto: Nasa/JPL-Caltech/MSSS)
  • ... und am Punkt Link. Form und Größe sollen darauf hinweisen, dass sie vom Wasser transportiert wurden. (Foto: Nasa/JPL-Caltech/MSSS)
  • Vergleich: Material am Punkt Link und aus einem Flussbett auf der Erde (Foto: Nasa/JPL-Caltech/MSSS)
  • Hottah und Link liegen auf dem Weg zum Punkt Glenelg. (Foto: Nasa/JPL-Caltech/UofA)
  • Die Satelitenaufnahme zeigt den Schwemmfächer im Krater Gale. Das Kreuz bezeichnet den Landeplatz von Curiosity. (Foto: Nasa/JPL-Caltech/UofA)
Auf der Erde kein spektakulärer Anblick, auf dem Mars schon: Flusskiesel am Punkt Hottah... (Foto: Nasa/JPL-Caltech/MSSS)
Stellenmarkt
  1. IT-Spezialist*in VMware vSphere / ESXi
    Hamburger Hochbahn AG, Hamburg
  2. Akademische Softwareentwicklerin / Akademischer Softwareentwickler (w/m/d)
    Karlsruher Institut für Technologie (KIT) Campus Nord, Eggenstein-Leopoldshafen
Detailsuche

Curiosity habe mit seiner Mastkamera zwei Aufschlüsse fotografiert, die die Namen Hottah und Link bekommen haben. Die Bilder, die Curiosity zur Erde geschickt hat, zeigten Konglomerate aus Kieselsteinen, berichtet die US-Weltraumbehörde Nasa. Ihre Größe reiche vom Sandkorn bis hin zum Golfball.

Wasser transportiert Kiesel

Einige der Kiesel seien kantig, die meisten aber abgerundet. Das weise darauf hin, dass sie einen weiten Weg zum Fundort transportiert worden seien. Bei der Größe könnten sie aber nicht vom Wind dorthin geweht worden sein, sagte Rebecca Williams vom Planetary Science Institute in Tucson im US-Bundesstaat Arizona. "Sie wurden von fließendem Wasser transportiert."

Aus Größe und Form der Kiesel können die Forscher noch mehr ablesen: "Aus der Größe der Kiesel, die es mit sich führte, können wir schließen, dass das Wasser sich mit etwa 90 Zentimetern pro Sekunde bewegt hat und zwischen knöchel- und hüfttief war", erklärte William Dietrich von der Universität des US-Bundesstaates Kalifornien in Berkeley. Es seien viele Hypothesen über die Kanäle auf dem Mars aufgestellt worden. "Das ist das erste Mal, dass wir wirklich vom Wasser transportierte Kiesel auf dem Mars sehen", sagte er. Jetzt brauchten die Wissenschaftler nicht über die Größe des Materials im Flussbett zu spekulieren, sondern könnten es betrachten.

Golem Akademie
  1. Advanced Python – Fortgeschrittene Programmierthemen: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    27.–28. Januar 2022, Virtuell
  2. Kubernetes Dive-in-Workshop: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    16.–17. November 2021, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Das ausgetrocknete Flussbett liegt zwischen dem Nordrand der Marskrater Gale und Mount Sharp, einem Berg mitten in dem Krater. Satellitenaufnahmen von dem Gebiet zeigen einen Schwemmfächer, der sich vom Kraterrand herabzieht.

Software aktualisieren

Die Nasa bereitet unterdessen eine Aktualisierung der Software des Marsrovers vor: Curiosity werde eine Software bekommen, die ihm mehr Autonomie verleihe, berichtet die US-Computerzeitschrift Information Week. Die Software ermöglicht es, dass der Rover selbstständig Steine oder geologische Formationen, die für die Wissenschaftler auf der Erde von Interesse sind, erkennt und fotografiert.

Die Software, die den Namen Autonomous Exploration for Gathering Increased Science (Aegis) trägt, ist Linux-basiert. Entwickelt wurde sie am Jet Propulsion Laboratory der Nasa. Dass sie für den Einsatz auf dem Mars geeignet ist, hat sich schon erwiesen: 2009 wurde sie auf dem Marsrover Opportunity installiert. Curiosity solle in den kommenden neun bis zwölf Monaten Aegis bekommen, sagte Projektleiterin Tara Estlin der Information Week. Eine erste Softwareaktualisierung war kurz nach Curiositys Landung durchgeführt worden.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


vistahr 09. Okt 2012

oder auf Github forken ;)

Technikfreak 01. Okt 2012

So wenig wissen wir nun auch wieder nicht. :-) Wie denkst du denn, dass sich Wasser auf...

Technikfreak 30. Sep 2012

Wow, woher weisst du das? Mir war als würde auf allen Pathfinder und auf der Curiosity...

Technikfreak 30. Sep 2012

und wie kam es denn zum Sand? Alleine durch den Wind?

Technikfreak 30. Sep 2012

Aber da war kein Mars-Rover schuld, sondern ausserirdische Technologie.



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Corsair Xeneon 32QHD165 im Test
Weniger Kabelsalat auf dem Zockertisch

Der Xeneon 32QHD165 ist Corsairs erster Gaming-Monitor. Das Debüt gelingt dem Hersteller durch ein tolles 32-Zoll-Panel und Kabelmanagement.
Ein Test von Oliver Nickel

Corsair Xeneon 32QHD165 im Test: Weniger Kabelsalat auf dem Zockertisch
Artikel
  1. Software-Update: Homepod-Lautsprecher unterstützen Apple Music in HD-Qualität
    Software-Update
    Homepod-Lautsprecher unterstützen Apple Music in HD-Qualität

    Apples Homepod-Lautsprecher können Lieder von Apple Music neuerdings in HD-Qualität abspielen. Das passiert aber nicht automatisch.

  2. Satechi: USB-C-Hub integriert eine externe SSD gleich mit
    Satechi
    USB-C-Hub integriert eine externe SSD gleich mit

    Der Hybrid Multiport Adapter kann per USB-C ein Notebook aufladen und weitere Geräte verbinden. Außerdem ist Platz für eine M.2-SSD.

  3. Einführung in Jira für Einsteiger und Fortgeschrittene
     
    Einführung in Jira für Einsteiger und Fortgeschrittene

    Zwei Jira-Workshops der Golem Akademie vermitteln Teilnehmenden Kenntnisse zur Nutzung und Anwendung des mächtigen Tools sowie zur individuellen Anpassung an das jeweilige Projekt.
    Sponsored Post von Golem.de

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Speicherprodukte von Sandisk & WD zu Bestpreisen (u. a. Sandisk SSD Plus 2TB 140,99€) • Epos H3 Hybrid Gaming-Headset 144€ • Apple MacBook Pro 2021 jetzt erhältlich ab 2.249€ • EA-Spiele für alle Plattformen günstiger • Nintendo Switch OLED Weiß 365,97€ [Werbung]
    •  /