Abo
  • Services:

Marskolonie: Mars One geht an die Börse

Die Stiftung zur Besiedelung des Mars will Geld von der Börse. An der Ernsthaftigkeit des Projekts ist wohl nicht zu zweifeln, an der Seriosität dagegen schon.

Artikel veröffentlicht am ,
So bewirbt Mars One seine Mars-Besiedelungspläne.
So bewirbt Mars One seine Mars-Besiedelungspläne. (Bild: Mars One)

Mars One sucht nach neuen Finanzierungsmöglichkeiten für Pläne zur Besiedelung des Mars. Das Geld für den Flug dorthin soll jetzt an der Frankfurter Börse eingenommen werden. Bisher sind die Finanzierungsprojekte allesamt gescheitert.

Stellenmarkt
  1. Technische Universität Berlin, Berlin
  2. Bosch Gruppe, Abstatt

Dabei besteht das Projekt derzeit aus zwei Teilen. Einer ist die niederländische Mars-One-Stiftung, die sich um die Auswahl und das Training der angehenden Kolonisten kümmern soll. Außerdem soll sie die Raumschiffe und alles andere besorgen, was nötig ist, um die Kolonialisierungspläne umzusetzen. Das Geld dafür soll die britische Firma Mars One Ventures PLC heranschaffen, die sich dafür schon mehrere zweifelhafte Methoden ausgedacht hat.

Zunächst sollte eine Reality-TV-Sendung die Pläne finanzieren. Dabei sollten 100 Marskolonisten in einer Big-Brother-ähnlichen Sendung ausgewählt werden, auch der Flug zum Mars selbst sollte Teil der Fernsehshow sein. Die Pläne scheiterten aber am Ausstieg der Produktionsfirma Endemol. Im zweiten Schritt wurden die Kandidaten selbst zur Kasse gebeten: Das danach folgende Auswahlverfahren basierte auf einem Punktesystem, in dem die potenziellen Marskolonisten Punkte für den Kauf von Merchandising-Artikeln erhielten.

Fünf Prozent des Geldes gehen an das Mars-Projekt

Ähnlich zweifelhaft scheinen die jetzigen Pläne zum Börsengang zu sein. Die britische Mars One Ventures PLC soll von der Schweizer Innovative Finance AG übernommen werden. Die soll daraufhin Unternehmensanteile im Wert von 87 Millionen Euro an der Frankfurter Börse verkaufen. Die InFin AG wird dann in Mars One Ventures AG umbenannt und die bisherigen Anteilseigner der alten Mars One Ventures PLC erhalten 97,5 Prozent der Anteile der neuen Firma.

Die Mars One Foundation, die den Marsflug durchführen soll, erhält von dem Börsengang ganze 6 Millionen Euro. Außerdem sollen fünf Prozent des Umsatzes der Mars One Ventures AG an die Foundation gehen. Diesen Umsatz macht die Firma nach eigenen Angaben durch den Verkauf von Mechandise-Artikeln, Videowerbung, Verkauf von Senderechten, Markenpartnerschaften und ihrem geistigen Eigentum.

Zum Vergleich: SpaceX-Chef Elon Musk schätzte die Entwicklungskosten für sein interplanetares Raumschiff auf etwa 10 Milliarden US-Dollar. Und selbst diese Schätzung wurde als viel zu optimistisch kritisiert. Um der Mars One Foundation ein ähnlich großes Budget zukommen zu lassen, müsste Mars One Ventures einen Umsatz von etwa 200 Milliarden US-Dollar machen. Dazu müsste jeder Mensch auf der Erde ein Mars-One-T-Shirt im Wert von 30 US-Dollar kaufen.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. ab 119,98€ (Release 04.10.)
  2. 119,90€
  3. und Assassins Creed Odyssey, Strange Brigade und Star Control Origins kostenlos dazu erhalten

Palerider 08. Nov 2016

Montgomery Brewster

Vincenco 07. Nov 2016

https://en.wikipedia.org/wiki/Gregor_MacGregor#Poyais_scheme oder etwas kürzer in der...


Folgen Sie uns
       


Chuwi Higame im Test

Auf Indiegogo hat das Chuwi Higame bereits mehr als 400.000 US-Dollar erhalten. Der Mini-PC hat dank Kaby Lake G auch das Potenzial zu einem kleinen Multimediawürfel. Allerdings nerven die Lautstärke und ein paar Treiberprobleme.

Chuwi Higame im Test Video aufrufen
Energietechnik: Die Verlockung der Lithium-Luft-Akkus
Energietechnik
Die Verlockung der Lithium-Luft-Akkus

Ein Akku mit der Energiekapazität eines Benzintanks würde viele Probleme lösen. In der Theorie ist das möglich. In der Praxis ist noch viel Arbeit nötig.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Elektroautos CDU will Bau von Akkuzellenfabriken subventionieren
  2. Brine4Power EWE will Strom unter der Erde speichern
  3. Forschung Akku für Elektroautos macht es sich im Winter warm

Zahlen mit Smartphones im Alltagstest: Sparkassenkunden müssen nicht auf Google Pay neidisch sein
Zahlen mit Smartphones im Alltagstest
Sparkassenkunden müssen nicht auf Google Pay neidisch sein

In Deutschland gibt es mittlerweile mehrere Möglichkeiten, drahtlos mit dem Smartphone zu bezahlen. Wir haben Google Pay mit der Sparkassen-App Mobiles Bezahlen verglichen und festgestellt: In der Handhabung gleichen sich die Apps zwar, doch in den Details gibt es einige Unterschiede.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Smartphone Auch Volksbanken führen mobiles Bezahlen ein
  2. Bezahldienst ausprobiert Google Pay startet in Deutschland mit vier Finanzdiensten

Elektroroller-Verleih Coup: Zum Laden in den Keller gehen
Elektroroller-Verleih Coup
Zum Laden in den Keller gehen

Wie hält man eine Flotte mit 1.000 elektrischen Rollern am Laufen? Die Bosch-Tochter Coup hat in Berlin einen Blick hinter die Kulissen der Sharing-Wirtschaft gewährt.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Neue Technik Bosch verkündet Durchbruch für saubereren Diesel
  2. Halbleiterwerk Bosch beginnt Bau neuer 300-mm-Fab in Dresden
  3. Zu hohe Investionen Bosch baut keine eigenen Batteriezellen

    •  /