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Der Marshall Major II
Der Marshall Major II (Bild: Nico Ernst/Golem.de)

Rock, Metal und Electro klingen gut

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Leider sind die Gehäuse beider Stecker rund 6 Millimeter dick und passen daher beispielsweise nicht in ein Smartphone mit Silikonhülle. Dafür lässt sich dann aber ein anderes Kabel, das man sich eigens besorgen muss, als Ersatz verwenden. Die Taste im Marshall-Kabel arbeitet wie bei anderen Headsets: Ein Druck nimmt Anrufe an oder beendet sie, bei Musikwiedergabe dient einfache Betätigung für Start oder Pause. Zwei Klicks springen einen Song vorwärts, drei einen zurück.

Wir haben den Klang des Ohren-Marshalls mit etlichen selbst von CDs erstellten MP3s mit hoher Bitrate (256 bis 320 KBit/s VBR, Lame-Encoder) über ein Notebook und ein Smartphone getestet. Die Klangverbesserer der Geräte selbst haben wir abgeschaltet. Dabei zeigte sich, dass die Hörer sich gut für klassischen Hardrock bis Modern Metal eignen und die Gitarren nicht aufdringlich in den Vordergrund stellen.

  • Die Steckerfassungen aus Messing erinnern an die Regler der Röhrenamps. (Foto: Nico Ernst)
  • Zwei Buchsen für das Kabekl, die freie schleift das Signal durch. (Foto: Nico Ernst)
  • Das sieht eher nach Fender als dem Lautsprechergitter eines Marshalls aus. (Foto: Nico Ernst)
  • Besser abstecken: zusammengeklappt wird das Kabel geknickt. (Foto: Nico Ernst)
  • Mikro und Taste für Nutzung als Headset. (Foto: Nico Ernst)
  • Das wendbare Kabel mit Winkelstecker und gerader Verbindung. (Foto: Nico Ernst)
  • Das Gehäuse ist wie die Bespannung der Amps gestaltet. (Foto: Nico Ernst)
  • Innen das goldene Logo. (Foto: Nico Ernst)
  • Auch bei der Kanalbeschriftung ist das Verstärker-Design angedeutet. (Foto: Nico Ernst)
  • Der Marshall Major II. (Foto: Nico Ernst)
Das Gehäuse ist wie die Bespannung der Amps gestaltet. (Foto: Nico Ernst)

Bei AC/DCs "Rock'n'Roll Damnation" steht Sänger Bon Scott wie beim Abhören über ein gutes Stereosystem schön in der Mitte, die Gitarren der Young-Brüder sägen so, wie sie sollen, und der Groove der Rhythmussektion wird durch die langsam einsetzenden Instrumente nicht zugedeckt. Sprung in die Neuzeit: Das Synthie-Intro von In Flames' "Deliver Us" bleibt auch, wenn Gitarren und Schlagzeug dazukommen, noch erkennbar. Das bei dieser Band stets tiefer gestimmte Schlagzeug setzt sich in der Strophe noch gut durch. Der sehr breit produzierte mehrstimmige Gesang in der Bridge - also vor dem Refrain - deckt den Rest der Band nicht zu.

Wenn es so richtig um Bass geht, zeigt auch der Major II im Vergleich mit geschlossenen Over-Ear-Kopfhörern Schwächen. Die abgrundtiefe digitale Synthie-Linie von VNV Nations "Chrome" in der Albumversion ist zwar vorhanden, aber drückt bei weitem nicht so prägnant in die Ohren, wie wir sie schon mit Sonys älterem geschlossenen DJ-Kopfhörer MDR-V200 erlebt haben. Auch bei solcher elektronischen Musik machen die Marshalls aber viel Spaß. Die im Vergleich mit Over-Ears kleinen Membranen können auch hier nicht zaubern, jedem In-Ear-Hörer, den wir kennen, ist der Major II aber auch im Bass überlegen.

Die genannten Stücke stehen exemplarisch für viele andere Songs verschiedener Genres, die wir mit dem Marshall gehört haben. Dabei klang der Kopfhörer stets offen, die moderate Bassanhebung kommt Musik, die nicht ohnehin schon auf maximalen Effekt für Car-Hifi-Anlagen oder die Disco produziert ist, deutlich zugute. Freistehende Stimmen und akustische Instrumente beherrschen die On-Ears auch, wir empfinden den Klang insgesamt noch als neutral, ohne eine eigene Charakteristik - das ist bei einem Kopfhörer ein Kompliment. Die Höhen sind weder gedämpft noch hervorgehoben und wirken auch bei hohen Lautstärken nicht nervig. Lautstärke ist bei einem Gerät, das den Namen Marshall trägt, natürlich zentrale.

  • Die Steckerfassungen aus Messing erinnern an die Regler der Röhrenamps. (Foto: Nico Ernst)
  • Zwei Buchsen für das Kabekl, die freie schleift das Signal durch. (Foto: Nico Ernst)
  • Das sieht eher nach Fender als dem Lautsprechergitter eines Marshalls aus. (Foto: Nico Ernst)
  • Besser abstecken: zusammengeklappt wird das Kabel geknickt. (Foto: Nico Ernst)
  • Mikro und Taste für Nutzung als Headset. (Foto: Nico Ernst)
  • Das wendbare Kabel mit Winkelstecker und gerader Verbindung. (Foto: Nico Ernst)
  • Das Gehäuse ist wie die Bespannung der Amps gestaltet. (Foto: Nico Ernst)
  • Innen das goldene Logo. (Foto: Nico Ernst)
  • Auch bei der Kanalbeschriftung ist das Verstärker-Design angedeutet. (Foto: Nico Ernst)
  • Der Marshall Major II. (Foto: Nico Ernst)
Das sieht eher nach Fender als dem Lautsprechergitter eines Marshalls aus. (Foto: Nico Ernst)

Das Unternehmen gibt die Empfindlichkeit mit 100 Millivolt bei 1 KHz an, was 99 dB Schalldruck erzeugen soll, die Impedanz liegt bei 64 Ohm. Auf unseren Ohren ist der Major II bei vollem Pegel des Zuspielers durchaus recht laut, das Lautsprecher-Chaos einer Messehalle übertönt er problemlos. Ob er sich - was der flexible Bügel erlauben würde - auch für DJs eignet, ließ sich während der Vortage der CES nicht ausprobieren.

Als Headset entspricht der Major II dem, was auch andere Geräte mit nur einem Mikro und ohne Unterdrückung des Umgebungsgeräusches leisten. Mit einem Fernseher bei etwas mehr als Zimmerlautstärke im Hintergrund verstand uns unser Gesprächspartner gut, bemängelte aber den etwas dünnen Klang seines Gegenübers. Moderne Smartphones mit Filterschaltungen für mehrere Mikros sind hier Headsets vorzuziehen. Für einen schnellen Anruf während des Musikhörens muss man den Marshall aber nicht gleich von den Ohren ziehen.

Im Februar 2015 soll der Major II weltweit auf den Markt kommen und in Deutschland rund 100 Euro kosten. Der Vorgänger ist bei Onlinehändlern schon für rund 85 Euro zu haben. Auch für den vollen Preis ist der neue Marshall sein Geld unserer Meinung nach wert - auch, wenn man tatsächlich etwas anderes als Rock damit hören will.

 Marshall Headphones ausprobiert: Fullstack für die Ohren ist nicht nur mit Gitarren schön

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igor37 08. Jan 2015

Diese ATH-M50(x) kann ich ebenfalls nur empfehlen. Praktisch überall wo man hinschaut...

Bouncy 07. Jan 2015

Inwiefern ist Zound denn so enttäuschend schlechtes Spielzeug? Image ist dir mehr wert...

blizzy 07. Jan 2015

Was genau ist an dem Plastikmüll bitte schick? Ich hab mir das einmal aus Interesse im...

Lemo 07. Jan 2015

Auch indischer Latino-Jazz ist erlaubt.



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