Mars Sample Return: SpaceX und Blue Origin könnten Proben vom Mars abholen

Der Mars-Rover Perseverance der amerikanischen Raumfahrtbehörde Nasa hat auf dem Roten Planeten Gesteinsproben gesammelt, die irgendwann zur Erde gebracht werden sollen. Jedoch ist unklar, wann eine entsprechende Mission erfolgen wird.
Am 7. Januar 2025 gab die Behörde bekannt(öffnet im neuen Fenster) , dass sie für die Probenrückführung die kommerziellen Unternehmen SpaceX von Elon Musk und Blue Origin von Jeff Bezos in Erwägung zieht.
Ursprünglich war geplant, bis in die 2030er Jahre 30 Probenröhrchen zur Erde zu bringen. Die Mars-Sample-Return-Mission war jedoch mit steigenden Kosten und Verzögerungen konfrontiert. Deswegen sucht die US-Raumfahrtbehörde nach effizienteren Lösungen.
Wettrennen mit China
Währenddessen will die Volksrepublik China bereits um das Jahr 2028 eine einfache Grab-and-Go- Probenrückführungsmission zum Roten Planeten starten . Damit wäre China die erste Nation, die Proben vom Mars zur Erde bringen würde. Die Nasa befindet sich mit den chinesischen Raumfahrtbehörden also nicht nur in einem Wettrennen zum Mond, sondern auch zum Mars.
Der scheidende Nasa-Administrator Bill Nelson gab am 7. Januar bekannt, dass die Behörde zwei mögliche Szenarien für die Landung einer Roboterplattform auf dem Mars evaluiere. Die endgültige Entscheidung wird für Mitte 2026 erwartet.
Die beiden Optionen zur Probenrückführung
Die erste Option würde das bewährte Sky-Crane-System der Nasa nutzen, ein robotergestütztes Jetpack, mit dem die Rover Curiosity (2012) und Perseverance (2021) auf der Marsoberfläche abgesetzt wurden. Die Kosten werden von der Behörde auf 6,6 bis 7,7 Milliarden US-Dollar geschätzt.
Die zweite Möglichkeit wäre eine Schwerlastlandefähre. Diese würde von einem kommerziellen Partner entwickelt werden. "Sie alle wissen, dass SpaceX und Blue Origin bereits ihr Interesse bekundet haben, aber es könnten auch andere sein" , sagte Nelson. Die Missionskosten würden zwischen 5,8 bis 7,1 Milliarden US-Dollar liegen.
In beiden Szenarien würde der Lander ein verkleinertes Mars-Aufstiegsfahrzeug tragen - eine leichte Rakete, die Proben in die Marsumlaufbahn bringen soll. Dort würde der von der europäischen Weltraumagentur Esa entwickelte Earth Return Orbiter die Nutzlast für die Reise zurück zur Erde abfangen.
Die Rückführung der Marsproben
Ursprünglich war die Rückführung für 2040 angedacht, mit den neuen Optionen könnte sie zwischen 2035 und 2039 erfolgen. Der Zeitplan hängt unter anderem von der jährlichen Finanzierung durch den Kongress ab.
Einen Vergleich mit dem chinesischen Marsprogramm zur Probenrückführung wollte Nelson nicht zulassen. "Man kann die beiden nicht vergleichen - unsere ist eine äußerst gut durchdachte Mission, die von der wissenschaftlichen Gemeinschaft der Welt ins Leben gerufen wurde" , sagte er. Dennoch hätte es Symbolwirkung, wenn die chinesische Mission zuerst Marsproben zur Erde bringen würde.



