Abo
  • Services:
Anzeige
Rinnen auf dem Mars (Bild der Sonde MRO aus dem Jahr 2011): Die Analysen sind bisher der beste Hinweis auf flüssiges Wasser auf dem Mars.
Rinnen auf dem Mars (Bild der Sonde MRO aus dem Jahr 2011): Die Analysen sind bisher der beste Hinweis auf flüssiges Wasser auf dem Mars. (Bild: Nasa)

Mars Reconnaisance Orbiter: Forscher finden erneut Hinweise auf flüssiges Wasser

Rinnen auf dem Mars (Bild der Sonde MRO aus dem Jahr 2011): Die Analysen sind bisher der beste Hinweis auf flüssiges Wasser auf dem Mars.
Rinnen auf dem Mars (Bild der Sonde MRO aus dem Jahr 2011): Die Analysen sind bisher der beste Hinweis auf flüssiges Wasser auf dem Mars. (Bild: Nasa)

Ohne Wasser geht gar nichts: Leben, wie wir es kennen, ist ohne Wasser in flüssigem Zustand undenkbar. Auch auf dem Mars kommt es wohl vor, zeigen neue Messdaten. Ein direkter Nachweis allerdings steht noch immer aus.

Anzeige

Gibt es doch Leben auf dem Mars? Eine der Grundvoraussetzungen scheint gegeben: US-Forscher haben erneut Hinweise auf Wasser in flüssigem Zustand auf dem Nachbarplaneten entdeckt: An verschiedenen Steilhängen könnte regelmäßig im Marssommer salziges Schmelzwasser hinabfließen. Das berichtet eine Gruppe von Forschern um Lujendra Ojha vom Georgia Institute of Technology in Atlanta in der Fachzeitschrift Nature Geoscience.

Die Forscher hatten Daten analysiert, die die US-Sonde Mars Reconnaissance Orbiter (MRO) gesammelt hat. Die Analysen sind der bislang beste Beleg dafür, dass es auch heute noch zumindest zeitweise flüssiges Wasser auf dem Mars gibt.

Rinnen entstehen im Sommer

Die Forscher um Ojha hatten auffällige Fließstrukturen untersucht, die sich im Sommer regelmäßig an manchen Steilhängen auf dem Mars formen. Die in der Regel nur wenige Meter schmalen Strukturen entstehen, wenn die Temperaturen an den Hängen über rund minus 20 Grad Celsius steigen und regelmäßig auch den Gefrierpunkt übersteigen.

Diese Strukturen hatte das MRO-Instrument High-Resolution Imaging Science Experiment (Hirise) schon vor einigen Jahren entdeckt. Hirise ist eine Kamera, die hochauflösende Bilder von der Marsoberfläche aufnimmt. Alfred McEwen, wissenschaftlicher Leiter von Hirise, hatte bereits damals die These aufgestellt, sie seien durch Wasser entstanden, dessen Gefrierpunkt und Verdunstung durch Salze erheblich herabgesetzt wurde. Dieses Wasser könnte von Eis abschmelzen, das unter dem Marsboden vermutet wird, oder von den Salzen aus der dünnen Marsatmosphäre gebunden werden.

Die Auflösung des Spektrometers ist zu gering

Die Signatur von Wasser oder Salzen ließ sich an den Fließstrukturen in den bisherigen Messdaten allerdings nicht finden. Die Ortsauflösung des sogenannten Spektrometers, mit dem die Sonde die chemische Zusammensetzung des Marsbodens untersucht, ist dafür nicht fein genug. Es kann maximal etwa 18 Meter große Bereiche pro Bildpunkt (Pixel) unterscheiden, und für die Auswertung müssen normalerweise die Werte von mehreren Pixeln kombiniert werden. Für die neue Analyse entwickelten die Forscher ein Verfahren, mit dem sich einzelne Pixel des Spektrometers auswerten lassen.

Tatsächlich zeigte sich in sorgfältig ausgewählten Pixeln, die zum Großteil von Fließstrukturen ausgefüllt werden, die Signatur typischer Salzhydrate. In der Umgebung fanden sich diese Signaturen dagegen nicht. Diese Beobachtung machten die Forscher bei Fließstrukturen an vier verschiedenen Orten auf dem Mars. Das lege sehr nahe, dass die Fließstrukturen von einer Salzlauge geformt würden, schreiben die Forscher in Nature Geoscience.


eye home zur Startseite
violator 29. Sep 2015

Wieso nicht? Auf der Erde gibts ja auch Leben bei -55°C. Und in 10000m Wassertiefe. Und...

Dwalinn 29. Sep 2015

+1 Aber mal was anderes, ich finde es total uninteressant ob es auf dem Mars...

TC 29. Sep 2015

kT

razer 28. Sep 2015

falsche seite erwischt?



Anzeige

Stellenmarkt
  1. MAX-DELBRÜCK-CENTRUM FÜR MOLEKULARE MEDIZIN, Berlin
  2. LivingData GmbH, Landshut, Nürnberg
  3. Pilz GmbH & Co. KG, Ostfildern bei Stuttgart
  4. ESG Elektroniksystem- und Logistik-GmbH, Fürstenfeldbruck


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. Einzelne Folge für 2,99€ oder ganze Staffel für 19,99€ kaufen (Amazon Video)

Folgen Sie uns
       


  1. UAV

    Matternet startet Drohnenlieferdienst in der Schweiz

  2. Joint Venture

    Microsoft und Facebook verlegen Seekabel mit 160 Terabit/s

  3. Remote Forensics

    BKA kann eigenen Staatstrojaner nicht einsetzen

  4. Datenbank

    Börsengang von MongoDB soll 100 Millionen US-Dollar bringen

  5. NH-L9a-AM4 und NH-L12S

    Noctua bringt Mini-ITX-Kühler für Ryzen

  6. Wegen Lieferproblemen

    Spekulationen über Aus für Opels Elektroauto Ampera-E

  7. Minix

    Fehler in Intel ME ermöglicht Codeausführung

  8. Oracle

    Java SE 9 und Java EE 8 gehen live

  9. Störerhaftung abgeschafft

    Bundesrat stimmt für WLAN-Gesetz mit Netzsperrenanspruch

  10. Streaming

    Update für Fire TV bringt Lupenfunktion



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Energieversorgung: Windparks sind schlechter gesichert als E-Mail-Konten
Energieversorgung
Windparks sind schlechter gesichert als E-Mail-Konten
  1. Messenger Wire-Server steht komplett unter Open-Source-Lizenz
  2. Apache Struts Monate alte Sicherheitslücke führte zu Equifax-Hack
  3. Kreditrating Equifax' Krisenreaktion ist ein Desaster

Anki Cozmo im Test: Katze gegen Roboter
Anki Cozmo im Test
Katze gegen Roboter
  1. Die Woche im Video Apple, Autos und ein grinsender Affe
  2. Anki Cozmo ausprobiert Niedlicher Programmieren lernen und spielen

Edge Computing: Randerscheinung mit zentraler Bedeutung
Edge Computing
Randerscheinung mit zentraler Bedeutung
  1. Software AG Cumulocity IoT bringt das Internet der Dinge für Einsteiger
  2. DDoS 30.000 Telnet-Zugänge für IoT-Geräte veröffentlicht
  3. Deutsche Telekom Narrowband-IoT-Servicepakete ab 200 Euro

  1. Re: was kostet das? und warum rechnet sich das?

    Bendix | 07:32

  2. Re: Geringwertiger Gütertransport

    Kakiss | 07:21

  3. Re: AI gibt es nicht.

    wlorenz65 | 05:10

  4. Re: K(n)ackpunkt Tastaturlayout

    zilti | 04:10

  5. Re: Und bei DSL?

    bombinho | 03:21


  1. 17:43

  2. 17:25

  3. 16:55

  4. 16:39

  5. 16:12

  6. 15:30

  7. 15:06

  8. 14:00


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel