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Mars: Planet der Roboteraffen

Ein Roboterschwarm soll ein weiteres Geheimnis des Mars lüften: Wie entstand der riesige Canyon Valles Marineris? Der Roboteraffe Charlie soll dabei helfen, muss für den interplanetaren Einsatz aber noch fit gemacht werden.

Ein Bericht von Tim Kröplin veröffentlicht am
Affenroboter Charlie (auf der Cebit 2014): noch nicht für die interplanetare Forschung geeignet
Affenroboter Charlie (auf der Cebit 2014): noch nicht für die interplanetare Forschung geeignet (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) arbeitet an der Entwicklung eines heterogenen und autonomen Roboterschwarms, um das Marskratersystem Valles Marineris zu erforschen. Die Forschungsinitiative Valles Marineris Explorer hat sich mit dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) zusammengeschlossen, um diesen Schwarm um eine Einheit zu erweitern. Der affenähnliche Roboter Charlie wird nun Teil des Vorhabens. Es könnte allerdings noch dauern, bis er wirklich einsatzfähig ist.

Die Valles Marineris sind ein Grabenbruchsystem, das rund 4.000 km lang, 700 km breit und 7 km tief ist. Es gilt als einer der größten Canyons des Sonnensystems. Wie es entstanden ist, konnte bisher allerdings nicht zu hundert Prozent geklärt werden. Es existieren lediglich eine Menge Theorien.

So gehen Wissenschaftler davon aus, dass die Entstehung des Canyons mit der Tharsis-Region zusammenhängt, die westlich des Talsystems liegt. Dort befinden sich die höchsten Vulkane des Planeten. Unter den Valles Marineris floss dementsprechend eine Menge Magma, das in Form von riesigen Blasen Druck auf die Marskruste ausübte, bis diese brach. Riesige Krustenbrocken flogen daraufhin Tausende Meter in die Tiefe. Aufgrund dieser tektonischen Brüche entstand das tiefe Grabensystem - zumindest in der Theorie.

In den 1970er-Jahren waren Wissenschaftler der Meinung, dass es auf dem Mars aufgrund der dünnen Atmosphäre (0,75 Prozent des Erdatmosphärendrucks) sowie der dort herrschenden Temperaturen, die nur selten den Nullpunkt übersteigen, kein flüssiges Wasser geben könne. Das hat sich in den vergangenen Jahren jedoch geändert.

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2004 konnte die Europäische Raumfahrtagentur Esa mit ihrer Sonde Mars Express Aufnahmen von ausgetrockneten Flussläufen auf dem roten Planeten machen. Daraufhin stellten Wissenschaftler die Vermutung auf, dass gewaltige Wasserströme die Kraterstruktur der Valles Marineris mit veränderten. Diese schossen wohl durch die Täler und vertieften so die Talsohle des Canyons weiter. Außerdem konnte das Spektrometer Omega, as zur Esa-Sonde gehört, zusätzlich nachweisen, dass sich auf den südlichen Polkappen des Mars große Mengen Wassereis befinden.

Ein Forscherteam des Nationalen Instituts für Astrophysik konnte zudem nach einer dreijährigen Auswertung der Daten der Mars-Express kürzlich die Theorie aufstellen, dass sich unter der dicken Eisschicht ein See aus flüssigem Wasser befinde. Gerade deshalb sei die Existenz von Wasser in den Tiefen der Valles Marineris möglich und damit auch die Existenz von Leben in Form von Mikroorganismen. Diese Vermutung soll demnächst genauer überprüft werden.

Das komplexe Terrain des Kratersystems ließ sich bisher jedoch nicht erkunden.

Roboterschwarm zur Marserkundung 
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schueppi 12. Sep 2018

Eine Inspiron von DJI wär doch was auf dem Mars... :) Solarzellen mit für das Aufladen...

MrTridac 07. Sep 2018

Nun ja, technisch gesehen ist das alles gut und schön. Ein Ingenieur der einen...

MrAnderson 04. Sep 2018

Warum machen die da so rum? Zwar keine Robotoer, aber mich hat das grad an nen andern...


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