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Mars: Marsgestein - DLR-Maulwurf 1:0

Unser Nachbarplanet hat sich allen Versuchen widersetzt, vom Roboter-Maulwurf angebohrt zu werden. Das DLR gibt auf.

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Marslander Insight mit HP3 und Mole (rechts im Vordergrund): Der Mars ein schwierig zu erforschender Nachbar.
Marslander Insight mit HP3 und Mole (rechts im Vordergrund): Der Mars ein schwierig zu erforschender Nachbar. (Bild: Nasa/JPL-Caltech)

Der Mars ist standhaft geblieben: Nach zwei Jahren hast das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) die Mission des Experiments Mole (Maulwurf) beendet. Der Maulwurf sollte als Teil eines geologischen Projekts namens HP3 in mehreren Metern Tiefe unter der Marsoberfläche Daten sammeln.

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Mole ist eine 40 Zentimeter lange Rammsonde mit einem Durchmesser von 2,7 Zentimetern. Die Sonde ist laut DLR "eine Art selbstschlagender Nagel", der sich mindestens drei, idealerweise fünf Meter tief in den Marsboden graben sollte. Dabei sollte er ein Flachbandkabel mit Temperatursensoren hinter sich herziehen, die die aus dem Inneren des Planeten aufsteigende Wärme messen sollten.

Der Mars ließ sich nicht anbohren

Allerdings widerstand der Mars dem Maulwurf. Statt wie geplant auf sandigem Boden war der Marslander Insight, mit dem Mole auf den Nachbarplaneten geflogen ist, auf felsigem Untergrund gelandet, der sich partout nicht anbohren lassen wollte. "Wir haben alles gegeben, was möglich war. Aber der Mars und unser tapferer Maulwurf passten einfach nicht zusammen", sagte Tilman Spohn, der wissenschaftliche Leiter des HP3-Experiments.

Seit dem ersten misslungenen Versuch im Februar 2019 hatten das DLR und das Jet Propulsion Laboratory (JPL) der US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics And Space Administration (Nasa) nach Möglichkeiten gesucht, Mole doch noch ins Marsinnere zu bringen - vergeblich. Am 9. Januar hatte Mole einen letzten Versuch unternommen und war wieder gescheitert.

"Nach vielen Jahren der Planung, Entwicklung und Konstruktion unseres Wärmefluss-Experiments sind wir natürlich traurig, dass nicht alle Komponenten des HP3-Experiments so funktionieren, wie wir uns das vorgestellt haben", sagte Heike Rauer, Direktorin des DLR-Instituts für Planetenforschung in Berlin. Mole war Teil des Experiments Heat Flow and Physical Properties Package (HP3)

Mars: Der rote Planet zum Greifen nah

Es sei aber noch möglich, Temperaturmessungen in der obersten Schicht des Marsbodens durchzuführen. "Das ist zwar nicht das, was wir erhofft hatten, wird uns aber dennoch helfen, neue Erkenntnisse über den Mars zu gewinnen", sagte Rauer weiter. "Dieser Planet ist und bleibt ein schwierig zu erforschender Nachbar. Wir werden weiter versuchen, dem Mars seine Geheimnisse zu entlocken, um herauszufinden, ob es wirklich dort einmal Leben gab. Die nächsten Experimente sind schon in der Entwicklung."

Deren Entwickler können immerhin von den DLR-Erfahrungen mit Mole profitieren. "Erfreulicherweise haben wir viele Erfahrungen gesammelt, die zukünftigen Marsmissionen helfen können, unter die Oberfläche zu gelangen", sagte HP3-Projektleiter Spohn.

Mole ist Teil der Marsmission Interior Exploration using Seismic Investigations, Geodesy and Heat Transport, kurz Insight. Der stationäre Marsroboter war Ende November 2018 auf dem Mars gelandet. Das Ziel der Mission ist es, durch Auswertung von seismischen Wellen, Unregelmäßigkeiten in der Rotation und der Temperaturen Erkenntnisse über den inneren Aufbau des Mars zu gewinnen. Allerdings hat Insight bisher nicht die gewünschten Ergebnisse geliefert.

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