Abo
  • Services:

Mars Insight: Ein Marslander ist nicht genug

Am Freitag ist die neue Sonde zum Mars gestartet. Sie soll das Innere des Roten Planeten untersuchen. Der wissenschaftliche Nutzen einer einzigen Sonde dieser Art ist aber fraglich.

Artikel von veröffentlicht am
Mars Insight soll mit wissenschaftlichen Instrumenten das Marsinnere untersuchen.
Mars Insight soll mit wissenschaftlichen Instrumenten das Marsinnere untersuchen. (Bild: Nasa/JPL-Caltech)

Die Nasa hat den Marslander Insight erfolgreich auf die Reise geschickt. In den Tagen davor galt der Start noch als unwahrscheinlich. Es war vorhergesagt, dass der kalifornische Küstennebel den Blick auf die Rakete beim Start blockieren würde, was laut den Wetterregeln einen Start verhindert. Aber kurz vor dem Start wurde eine Ausnahmegenehmigung erteilt und so konnten drei Raumschiffe pünktlich zum Mars starten.

Mars Insight ist eine stationäre Sonde, die auf dem Mars landen soll, um das Innere des Planeten genauer zu untersuchen. Erstmals startete eine interplanetare Mission von der Airforce Base Vandenberg in Kalifornien. Der unvorteilhafte Startplatz konnte nur genutzt werden, weil die Atlas-V-Rakete selbst in ihrer kleinsten Bauform für die nur 729 kg schwere Sonde weit überdimensioniert ist. Die 2.454 kg schwere Sonde Maven wurde etwa mit der gleichen Rakete gestartet.

Die Sonde selbst hat die gleiche Bauform, die zuvor schon bei Mars Polar Lander und der Sonde Phoenix verwendet wurde. Für deren Start wurde noch die viel kleinere Delta-II-Rakete benutzt. An Bord der Sonde sind neben Kameras und einer Wetterstation des spanischen Wissenschaftsrates CSIC vor allem drei Experimente, die das Innere des Mars untersuchen sollen.

Ein Maulwurf soll sich in den Mars wühlen

Das Rotation and Interior Structure Experiment (RISE) vom Jet Propulsion Laboratory ist ein präziser Radiotransponder, der es ermöglichen wird, den Standort der Sonde von der Erde aus auf zwei Zentimeter genau zu bestimmen. Dadurch können Unregelmäßigkeiten in der Rotation des Mars gemessen werden, was Anhaltspunkte zu Größe und Aufbau des Kerns des Planeten liefert.

Stellenmarkt
  1. Haufe Group, St. Gallen (Schweiz)
  2. Bosch Gruppe, Stuttgart-Feuerbach

Die anderen beiden Instrumente sind ein Seismometer und das HP3-Experiment, das sich fünf Meter tief in den Boden eingraben soll. In Zusammenarbeit mit der polnischen Firma Astronika hat das DLR für die Marssonde einen Penetrator entwickelt, der sich ohne Bohrgestänge und ähnliche Bauteile selbst in den Boden eingraben kann. Die Firma entwickelte auch einen weiter fortgeschrittenen Penetrator namens Kret (pl. "Maulwurf"). Aus der Erfahrung mit Kret konnte der HP3-Penetrator nochmal deutlich vebessert werden.

Der Penetrator hat im Inneren Federn, die von einem Motor gespannt werden und mit einem Gewicht eine Hammerspitze nach vorn treiben. Durch den plötzlichen Ruck wird die Haftreibung überwunden und das gesamte Gerät nach vorn getrieben. Nach dem Aufprall auf das Bodenmaterial vor dem Hammer wird dessen Energie aber zuerst von den Federn aufgenommen und danach langsam abgegeben, so dass die Haftreibung so stark ist, dass der Penetrator nicht wieder zurückgeschoben wird. Alle bisherigen Marsmissionen drangen mit Schaufeln und Bohrern nur weniger Zentimeter tief in den Marsboden ein. Zur Durchführung des Experiments zieht der Penetrator ein Kabel mit Instrumenten hinter sich her.

Eine Messung verrät nicht viel über einen ganzen Planeten 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4.  


Anzeige
Top-Angebote
  1. ab 219,00€ im PCGH-Preisvergleich
  2. Für 150€ kaufen und 75€ sparen
  3. (heute u. a. Aerocool P7-C1 Pro 99,90€, Asus ROG-Notebook 949,00€, Logitech G903 Maus 104,90€)

PocketIsland 12. Mai 2018

Da haben sich zwei gesucht und gefunden.

Dwalinn 08. Mai 2018

Pff, wer das glaubt. Wir sollten eigentlich alle wissen das wir auf Groß A'Tuin durch den...

Frank... 08. Mai 2018

Das Missverständnis tut mir leid, ist inzwischen korrigiert. Der Artikel zu Mars Insight...

Frank... 07. Mai 2018

Sehr schön! Danke!


Folgen Sie uns
       


AMD Athlon 200GE - Test

Der Athlon 200GE ist ein 55 Euro günstiger Chip für den Sockel AM4. Er konkurriert daher mit Intels Celeron G4900 und Pentium G5400. Dank zwei Kernen mit SMT und 3,2 GHz sowie einer Vega-3-Grafikeinheit schlägt er beide Prozessoren in CPU-Benchmarks und ist schneller in Spielen, wenn diese auf der iGPU laufen.

AMD Athlon 200GE - Test Video aufrufen
Athlon 200GE im Test: Celeron und Pentium abgehängt
Athlon 200GE im Test
Celeron und Pentium abgehängt

Mit dem Athlon 200GE belebt AMD den alten CPU-Markennamen wieder: Der Chip gefällt durch seine Zen-Kerne und die integrierte Vega-Grafikeinheit, die Intel-Konkurrenz hat dem derzeit preislich wenig entgegenzusetzen.
Ein Test von Marc Sauter

  1. AMD Threadripper erhalten dynamischen NUMA-Modus
  2. HP Elitedesk 705 Workstation Edition Minitower mit AMD-CPU startet bei 680 Euro
  3. Ryzen 5 2600H und Ryzen 7 2800H 45-Watt-CPUs mit Vega-Grafik für Laptops sind da

Shine 3: Neuer Tolino-Reader bringt mehr Lesekomfort
Shine 3
Neuer Tolino-Reader bringt mehr Lesekomfort

Die Tolino-Allianz bringt das Nachfolgemodell des Shine 2 HD auf den Markt. Das Shine 3 erhält mehr Ausstattungsdetails aus der E-Book-Reader-Oberklasse. Vor allem beim Lesen macht sich das positiv bemerkbar.
Ein Hands on von Ingo Pakalski

  1. E-Book-Reader Update macht Tolino-Geräte unbrauchbar

Campusnetze: Das teure Versäumnis der Telekom
Campusnetze
Das teure Versäumnis der Telekom

Die Deutsche Telekom muss anderen Konzernen bei 5G-Campusnetzen entgegenkommen. Jahrzehntelang von Funklöchern auf dem Lande geplagt, wollen Siemens und die Automobilindustrie nun selbst Mobilfunknetze aufspannen. Auch der öffentliche Rundfunk will selbst 5G machen.
Eine Analyse von Achim Sawall

  1. Funklöcher Telekom bietet freiwillig hohe 5G-Netzabdeckung an
  2. 5G Telekom hat ihr Mobilfunknetz mit Glasfaser versorgt
  3. Stadtnetzbetreiber 5G-Netz kann auch aus der Box kommen

    •  /