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Zwei Cubesats sollen zur Erde funken

Mars Insight wird außerdem von zwei Cubesats im 6U-Format mit dem Namen Marco (Mars Cube One) begleitet. Als erstes Testsignal sendeten sie "Polo!". Es sind die ersten Cubesats auf interplanetarer Mission. Sie sollen während der kritischen Landephase Daten von der omnidirektionalen Antenne von Mars Insight auffangen und zur Erde weiterleiten. Die Cubesats benutzen eine flache Phased-Array-Antenne mit fünf Watt Sendeleistung zur Kommunikation mit der Erde. Sie fliegen anschließend am Mars vorbei; sie werden keinen Orbit erreichen.

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Solche Cubesats sind nötig, weil es im Mars-Orbit keine dezidierten Relaissatelliten gibt, die schwache Funksignale vom Mars auffangen und an die Erde weiterleiten können. Die Aufgabe der Cubesats wurde bisher von anderen Marssonden im Orbit übernommen. Aber solche Sonden sind für wissenschaftliche Messungen konzipiert und nicht als Relaisstation. Die aufgefangenen Daten werden oft erst Stunden später mit niedrigerer Priorität zur Erde weitergeleitet.

Echte Relaissatelliten könnten dagegen in stationären Orbits über dem Mars kreisen, mit Antennen und Transpondern, die auf maximale Bandbreite und geringere Latenz ausgelegt sind, statt nur darauf, die Daten der eigenen Mission zu verarbeiten. Mars Insight hat nach der Landung auch eine eigene Antenne zur direkten Kommunikation mit der Erde. Das funktioniert allerdings nur, wenn die Erde am Himmel über dem Horizont steht. Wenn die Erde hinter dem Horizont verschwindet, ist eine Kommunikation nur über den Umweg einer der Raumsonden möglich.

Mars Insight soll wenigstens zwei Jahre funktionieren

Ein Instrument der Sonde funktioniert aber auch ohne jede Kommunikation. Die italienische Weltraumbehörde stellte einen Laserreflektor zur Verfügung, mit dem Sonden im Orbit genaue Entfernungsmessungen zu Insight durchführen können, auch nach Ende der Mission. Voraussetzung dafür ist aber eine erfolgreiche Landung in Elysium Planitia, der Elysium-Ebene. Die erste Sonde dieser Bauart, Mars Polar Lander, ging 1999 durch Softwarefehler bei der Landung verloren. Aber die Nachfolgemission Phoenix war erfolgreich und konnte in den nördlichen Breiten des Mars Wassereis knapp unter der Oberfläche des Mars nachweisen. Wie vorhergesehen wurde Phoenix im Winter nach der Landung von CO2-Eis bedeckt und zerstört.

Anders als Phoenix wird Mars Insight in der Nähe des Äquators landen und so wesentlich länger aktiv bleiben. Geplant ist eine Missionsdauer von einem Marsjahr (rund 26 Monate), aber potenziell könnte die solarbetriebene Sonde wesentlich länger funktionieren. Das zeigt die Erfahrung mit den Mars Exploration Rover Opportunity, der bereits seit Januar 2004 den Planeten untersucht. Anders als früher angenommen bedeckt der Marsstaub zwar teilweise die Solarpanele von Marssonden, aber er wird auch regelmäßig durch Wind wieder weggeblasen.

Die Landung soll am 26. November 2018 erfolgen.

 Eine Messung verrät nicht viel über einen ganzen Planeten
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Anonymer Nutzer 12. Mai 2018

Da haben sich zwei gesucht und gefunden.

Dwalinn 08. Mai 2018

Pff, wer das glaubt. Wir sollten eigentlich alle wissen das wir auf Groß A'Tuin durch den...

Frank... 08. Mai 2018

Das Missverständnis tut mir leid, ist inzwischen korrigiert. Der Artikel zu Mars Insight...

Frank... 07. Mai 2018

Sehr schön! Danke!


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