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Mars: Die Staubstürme des roten Planeten

Der Mars-Rover Opportunity ist nicht die erste Mission, die unter Staubstürmen leidet. Aber zumindest sind sie inzwischen viel besser verstanden als in der Frühzeit der Marsforschung.

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Staubstürme auf dem Mars machen den Tag zur Nacht.
Staubstürme auf dem Mars machen den Tag zur Nacht. (Bild: Nasa)

Stürme sind auf dem Mars nichts Ungewöhnliches. Schon vor über 200 Jahren wurden die ersten der gewaltigen Staubstürme auf dem Mars mit Teleskopen beobachtet, als die ohnehin verwaschenen Details beim Blick im Teleskop ganz verschwanden. Die stärksten Stürme können den gesamten Planeten einhüllen. Seitdem sind die Stürme genauso sehr Objekt der Forschung auf dem Mars, wie sie auch ein Hindernis sind.

Inhalt:
  1. Mars: Die Staubstürme des roten Planeten
  2. Wie entstehen Stürme, die einen ganzen Planeten in Staub hüllen?

Zurzeit hoffen die Betreiber des Marsrovers Opportunity täglich auf neue Signale des im Sturm gestrandeten Rovers. Wie die Nasa auf einer Pressekonferenz bekanntgab, stehen die Chancen besser als gedacht, dass der Rover den Staubsturm überstehen könnte. Den Wettermodellen zufolge sollten die Temperaturen des Rovers im Staubsturm nicht unter minus 36 Grad Celsius sinken. Das ist gerade noch warm genug, um keine Schäden davonzutragen.

Bis der Staubsturm wieder genügend Licht durch die Atmosphäre dringen lässt, um die Batterien von Opportunity aufzuladen, bleibt der Rover allerdings im Nachtmodus. Danach wird er versuchen, wieder Kontakt mit der Erde oder einem der Marsorbiter aufzunehmen. Während die Forscher zuversichtlich sind, bleibt dennoch ein Restrisiko, ob tatsächlich alle Operationen wie geplant ablaufen und der Kontakt wieder hergestellt wird.

Der aktuelle Staubsturm ist der stärkste, der jemals von der Marsoberfläche aus gemessen wurde. Die letzten Bilder der Mittagssonne zeigten nur noch ein schwarzes Bild. In der Atmosphäre ist so viel Staub, dass kaum noch Licht auf die Oberfläche gelangt. Aber selbst wenn der Sturm das Ende der Mission von Opportunity wäre, hätte die Mission alle Erwartungen weit übertroffen. Der Rover Curisosity ist weiter aktiv und die Startvorbereitungen für die nächsten Landemissionen laufen.

Zum Mars geflogen und nur Staub gesehen

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Der für die Wissenschaft wohl verheerendste Staubsturm geht zurück auf 1971, in die Anfangszeit der Marsforschung in der Raumfahrt. Nachdem die Mariner Sonden 4, 6 und 7 bei Vorbeiflügen am Mars im Jahr 1965 und 1969 die ersten detaillierten Bilder der Oberfläche zeigten, sollten Orbiter den gesamten Planeten kartographieren. Die USA schickten den Orbiter Mariner 9 und die Sowjetunion mit den Marssonden Mars 2 und Mars 3 nicht nur zwei Orbiter, sondern auch zwei Lander zum roten Planeten.

Alle drei Raumsonden trafen im November und Dezember 1971 am Mars ein. Und alle drei erreichten erfolgreich einen Orbit. Trotz der viel anspruchsvolleren Manöver waren es die ersten erfolgreichen Marsmissionen der Sowjetunion überhaupt. Während Messungen des Magnetfeldes und geladener Partikel in der Marsumgebung erfolgreich waren, lieferten die Orbiter kaum Bilder mit Details. Der gesamte Planet war von einem Sturm betroffen.

Der Mars 3 Lander setzte zwar erfolgreich auf, lieferte aber aus dem Inneren des Sturms nur ein Bild ohne Details, ähnlich wie zuletzt Opportunity. Kurz nach der Landung brach der Kontakt ab, wobei möglicherweise auch der Staub mit Schuld war. Die amerikanischen Wissenschaftler der Mission Mariner 9 mussten über Monate auf brauchbare Bilder vom Mars warten, bis sich der Staubsturm gelegt hatte.

Inzwischen ist weit mehr über die Stürme auf dem Mars bekannt und wie sie entstehen. Das Wetter in der trockenen, dünnen Atmosphäre des Mars' funktioniert dabei etwas anders als auf der Erde.

Wie entstehen Stürme, die einen ganzen Planeten in Staub hüllen? 
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Grover 25. Jun 2018

+1 Interessant und man konnte gut der Materie folgen

Eheran 19. Jun 2018

Ich denke die Suchergebnisse bei Google sind für "Gradienten" extrem spezifisch...


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