Abo
  • Services:

Mars: Curiosity findet weitere Spuren von Wasser

Curiosity steht erneut in einem Areal im Marskrater Gale, durch das früher mutmaßlich Wasser geflossen ist. In Kürze wird der Rover erstmals Proben mit seinem Gesteinsbohrer nehmen.

Artikel veröffentlicht am ,
Stein John Klein: Noch nie wurde auf dem Mars gebohrt.
Stein John Klein: Noch nie wurde auf dem Mars gebohrt. (Bild: Nasa)

Curiosity setzt den Bohrer an: Der Marsrover wird in Kürze erstmals damit Gesteinsproben nehmen. Der Rover befindet sich gerade an einem Ort mit der Bezeichnung Yellowknife Bay, der Anzeichen von ehemals flüssigem Wasser aufweist.

  • Bilder von Yellowknife: Sedimentgestein... (Foto: Nasa/JPL-Caltech/MSSS)
  • .. und helle, Adern, vermutlich Gips, weisen daraufhin, dass es hier einmal fließendes Wasser gegeben hat. (Foto: Nasa/JPL-Caltech/MSSS)
  • An diesen Stellen soll der Stein John Klein angebohrt werden. (Foto: Nasa/JPL-Caltech/MSSS)
Bilder von Yellowknife: Sedimentgestein... (Foto: Nasa/JPL-Caltech/MSSS)
Stellenmarkt
  1. natGAS Aktiengesellschaft, Potsdam
  2. Robert Bosch GmbH, Reutlingen

"In einen Stein zu bohren, um eine Probe zu nehmen, ist die anspruchsvollste Aufgabe seit der Landung", sagt Richard Cook, Curiosity-Projektmanager beim Jet Propulsion Laboratory der US-Weltraumbehörde Nasa. "Das ist noch nie zuvor auf dem Mars gemacht worden." Ein Ziel haben die Nasa-Forscher schon ausgesucht und benannt: Der Stein heißt John Klein, im Andenken an den 2011 verstorbenen stellvertretenden Leiter des Curiosity-Projekts.

Spannung vor dem Bohren

Die Nasa-Wissenschaftler sind sehr gespannt auf diese Aktion. Es könne durchaus sein, dass beim Bohren etwas Unerwartetes geschehe, erklärt Cook. Der Bohrer werde direkt auf Marsgestein einwirken, über das die Forscher auf der Erde keine Kontrolle hätten. "Es würde uns nicht überraschen, wenn einige Schritte in diesem Arbeitsablauf beim ersten Mal nicht wie geplant verlaufen."

John Klein liegt in einem Areal, das Hinweise auf ehemals fließendes Wasser aufweist. Forscher hatten das Gebiet zuvor mit den Instrumenten Mars Hand Lens Imager (Mahli) und dem Chemistry and Camera (Chemcam) untersucht. Die Bilder der Kamera zeigten feinkörniges Sedimentgestein, wie Sandstein oder Schluff, teilweise durchzogen von hellen Adern, Schrägschichtungen und andere Formationen, die durch fließendes Wasser entstehen.

Marsblume

In einem Sandstein fanden die Forscher ein glänzendes Korn, dessen Form einer Knospe ähnelt. Internetnutzer haben ihm den Spitznamen Marsblume gegeben. Die hellen Adern bestehen aus Calciumsulfat, das als Gips oder Bassanit vorkommt, wie eine Untersuchung mit der Chemcam ergab. "Auf der Erde bilden sich solche Adern in Rissen, durch die Wasser fließt", erklärt Nicolas Mangold vom Chemcam-Team.

Yellowknife Bay ist allerdings nicht die erste Stelle im Marskrater Gale, an der Curiosity Hinweise gefunden hat, dass es auf dem Mars früher fließendes Wasser gab.

Erst säubern, dann bohren

Bevor Curiosity bohrt, wird der Rover erst Staub sammeln und damit den Bohrer von möglichen terrestrischen Überbleibseln reinigen. Auf diese Weise hatte Curiosity zuvor auch schon das Instrument Sample Analysis at Mars (SAM) gereinigt. Dennoch blieben mutmaßlich Kohlenstoffreste von der Erde im Rover zurück, die die Ergebnisse einer Probe verfälscht haben könnten.

Curiosity ist im August 2012 auf dem Mars gelandet. Der aktuelle Standort an der Yellowknife Bay ist gut einen halben Kilometer vom Landeplatz, der die Bezeichnung Bradbury Landing trägt, entfernt. Das Fernziel von Curiosity ist der Mount Sharp, ein Berg mitten im Gale-Krater.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. und 25€ Steam-Gutschein erhalten
  2. 54,99€ statt 99,98€
  3. ab 349€
  4. beim Kauf ausgewählter Z370-Boards mit Intel Optane Speicher + Intel SSD

Optimizer 16. Jan 2013

ach was, das gibt es doch schon längst ;-) https://www.youtube.com/watch?v=8AoAJOF5GVQ


Folgen Sie uns
       


Dark Souls Remastered - Livestream

Erst mit der Platin-Trophäe in Bloodborne große Töne spucken und dann? - Der Dark-Souls-Effekt trifft Golem.de-Redakteur Michael Wieczorek mitten ins Streamer-Herz.

Dark Souls Remastered - Livestream Video aufrufen
Shift6m-Smartphone im Hands on: Nachhaltigkeit geht auch bezahlbar und ansehnlich
Shift6m-Smartphone im Hands on
Nachhaltigkeit geht auch bezahlbar und ansehnlich

Cebit 2018 Das deutsche Unternehmen Shift baut Smartphones, die mit dem Hintergedanken der Nachhaltigkeit entstehen. Das bedeutet für die Entwickler: faire Bezahlung der Werksarbeiter, wiederverwertbare Materialien und leicht zu öffnende Hardware. Außerdem gibt es auf jedes Gerät ein Rückgabepfand - interessant.
Von Oliver Nickel


    Live-Linux: Knoppix 8.3 mit Docker
    Live-Linux
    Knoppix 8.3 mit Docker

    Cebit 2018 Die Live-Distribution Knoppix Linux-Magazin Edition bringt nicht nur die üblichen Aktualisierungen und einen gegen Meltdown und Spectre geschützten Kernel. Mir ist das kleine Kunststück gelungen, Knoppix als Docker-Container zu starten.
    Ein Bericht von Klaus Knopper


      K-Byte: Byton fährt ein irres Tempo
      K-Byte
      Byton fährt ein irres Tempo

      Das Startup Byton zeigt zur Eröffnung der Elektronikmesse CES Asia in Shanghai das Modell K-Byte. Die elektrische Limousine basiert auf der Plattform des SUV, der vor fünf Monaten auf der CES in Las Vegas vorgestellt wurde. Unter deutscher Führung nimmt der Elektroautohersteller in China mächtig Fahrt auf.
      Ein Bericht von Dirk Kunde

      1. Elektromobiltät UPS kauft 1.000 Elektrolieferwagen von Workhorse
      2. KYMCO Elektroroller mit Tauschakku-Infrastruktur
      3. Elektromobilität Niu stellt zwei neue Elektromotorroller vor

        •  /