Abo
  • Services:

Mars: Curiosity findet biologisch verwertbaren Stickstoff

Stickstoff ist ein wichtiger Grundbaustein für das Leben. Der Roboter Curiosity hat das Element auf dem Mars erstmals in einer Form nachgewiesen, die biologisch verwertbar ist. Dennoch halten die Entdecker das für keinen Hinweis auf marsianisches Leben.

Artikel veröffentlicht am ,
Bohrloch im Marsfels John Klein: Mars-Nitrat entstand durch nicht-biologische Prozesse.
Bohrloch im Marsfels John Klein: Mars-Nitrat entstand durch nicht-biologische Prozesse. (Bild: Nasa/JPL-Caltech/MSSS)

Der Mars-Rover Curiosity hat auf dem Mars Stickstoff in Form von Nitraten im Boden gefunden. Stickstoff ist zwar ein Grundbaustein für Leben in uns bekannter Form. Dennoch sei der Fund kein Hinweis auf ehemaliges Leben auf dem Planeten, sagt die US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics And Space Administration (Nasa).

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Berlin
  2. Arnold & Richter Cine Technik GmbH & Co. Betriebs KG, Stephanskirchen bei Rosenheim

Die Nitrate fanden sich in verschiedenen Bodenproben, die Curiosity genommen hat. Die Proben wurden erhitzt und dann von dem Instrument Sample Analysis at Mars (SAM) analysiert. Das Massenspektrometer und der Gaschromatograph von SAM fanden mehrere Stickstoffverbindungen. Darunter war auch Stickstoffoxid, das aus einem Stickstoff- und einem Sauerstoffatom besteht. Das Stickstoffoxid entstand durch das Erwärmen des Nitrats.

Nitrat im Sand und im Fels

Nitrate scheinen reichlich auf dem Mars vorhanden zu sein. Das schließen die Forscher daraus, dass sie sowohl im Flugsand vorhanden waren, den der Rover an dem Ort Rocknest untersucht hat, als auch in den Bohrproben aus den Felsen John Klein und Cumberland.

Stickstoff ist einer der Grundbausteine von Leben, wie wir es kennen. Das Element ist etwa Bestandteil der DNA, in der das Erbgut verschlüsselt ist. Meist kommt Stickstoff aber in der Atmosphäre als Gas vor - auch in der des Mars. Dann besteht ein Stickstoffmolekül aus zwei Atomen, die so fest aneinander gebunden sind, dass der Stickstoff nur schwer mit anderen Stoffen reagieren kann.

Lebensfreundliche Umgebung

In einem Nitrat hingegen ist der Stickstoff an drei Sauerstoffatome gebunden. In dieser Form kann Stickstoff sich mit anderen Atomen oder Molekülen verbinden - er kann also biochemische Prozesse eingehen. "Eine biochemisch verwertbare Form von Stickstoff zu finden, ist ein weiterer Hinweis darauf, dass die Gegend des Marskraters Gale einst lebensfreundlich war", sagt Nasa-Wissenschaftlerin Jennifer Stern.

Auf der Erde übernehmen bestimmte Mikroorganismen das Aufspalten von Stickstoffmolekülen in der Atmosphäre. Allerdings gehen die Forscher nicht davon aus, dass auch auf dem Mars solche Organismen existiert haben. Sie führen die Existenz von Nitraten auf "nicht-biologische Prozesse" zurück: Meteoriteneinschläge etwa oder Blitze, die durch Vulkanausbrüche ausgelöst wurden, schreiben sie in einem Aufsatz in der Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Science.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-78%) 8,99€
  2. 14,99€ + 1,99€ Versand oder Abholung im Markt
  3. (-20%) 47,99€
  4. 59,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie

Folgen Sie uns
       


Golem.de spielt die Battlefield 5 Closed Alpha

Zwölf Stunden haben wir in der Closed Alpha des kommenden Shooters im Zweiten Weltkrieg Battlefield 5 verbracht - Zeit für eine erste Analyse der Änderungen.

Golem.de spielt die Battlefield 5 Closed Alpha Video aufrufen
Krankenversicherung: Der Papierkrieg geht weiter
Krankenversicherung
Der Papierkrieg geht weiter

Die Krankenversicherung der Zukunft wird digital und direkt, aber eine tiefgreifende Disruption des Gesundheitswesens à la Amazon wird in Deutschland wohl ausbleiben. Die Beharrungskräfte sind zu groß.
Eine Analyse von Daniel Fallenstein

  1. Imagen Tech KI-System Osteodetect erkennt Knochenbrüche
  2. Medizintechnik Implantat wird per Ultraschall programmiert
  3. Telemedizin Neue Patienten für die Onlinepraxis

Smartphone von Gigaset: Made in Bocholt
Smartphone von Gigaset
Made in Bocholt

Gigaset baut sein Smartphone GS185 in Bocholt - und verpasst dem Gerät trotz kompletter Anlieferung von Teilen aus China das Label "Made in Germany". Der Fokus auf die Region ist aber vorhanden, eine erweiterte Fertigung durchaus eine Option. Wir haben uns das Werk angeschaut.
Ein Bericht von Tobias Költzsch

  1. Bocholt Gigaset baut Smartphone in Deutschland

Always Connected PCs im Test: Das kann Windows 10 on Snapdragon
Always Connected PCs im Test
Das kann Windows 10 on Snapdragon

Noch keine Konkurrenz für x86-Notebooks: Die Convertibles mit Snapdragon-Chip und Windows 10 on ARM sind flott, haben LTE integriert und eine extrem lange Akkulaufzeit. Der App- und der Treiber-Support ist im Alltag teils ein Manko, aber nur eins der bisherigen Geräte überzeugt uns.
Ein Test von Marc Sauter und Oliver Nickel

  1. Qualcomm "Wir entwickeln dediziertes Silizium für Laptops"
  2. Windows 10 on ARM Microsoft plant 64-Bit-Support ab Mai 2018
  3. Always Connected PCs Vielversprechender Windows-RT-Nachfolger mit Fragezeichen

    •  /