Mars 2020: Was ist neu am Marsrover Perseverance?

Er hat 2,5 Milliarden US-Dollar gekostet und sieht genauso aus wie Curiosity. Einiges ist dennoch neu, manches auch nur Spielzeug.

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Die wissenschaftlichen Instrumente des Marsrover Perseverance wurden im Vergleich zu Curiosity überarbeitet.
Die wissenschaftlichen Instrumente des Marsrover Perseverance wurden im Vergleich zu Curiosity überarbeitet. (Bild: Nasa)

2,5 Milliarden US-Dollar - eine Rakete, ein Rover und ein kleiner Helikopter - sind auf dem Weg zum Mars. Die Trägerrakete vom Typ Atlas V 541 hob pünktlich um 13:50 mit der Mission Mars 2020 und dem Marsrover Perseverance ab. Neben dem russischen RD-180 Triebwerk ist die Rakete auch mit vier Feststoffboostern ausgestattet. Es ist das zweitgrößte Modell der Atlas V. Die Mission ist inzwischen unterwegs zum Mars, wo sie im Februar 2021 ankommen soll.

Inhalt:
  1. Mars 2020: Was ist neu am Marsrover Perseverance?
  2. Der Rover hat auch einen Hubschrauber und andere Spielereien

Der Rover ist eine überarbeitete Variante von Curiosity. Der Rover hat unter anderem robustere Räder und einige verbesserte Instrumente zur Gesteinsuntersuchung bekommen. Allerdings fehlt Perseverance das eingebaute Chemielabor zur direkten chemischen Untersuchung von Gesteinsproben. Stattdessen sollen sie nur gesammelt, verkapselt und auf der Marsoberfläche zurückgelassen werden. Geplant ist, dass sie auf dem Mars von einem zweiten Rover aufgesammelt werden, der sie zu einer Rakete bringt, mit der die Proben in den Marsorbit fliegen und dort von einem Raumschiff aufgesammelt und zur Erde zurückgebracht werden.

Der zweite Rover und das Raumschiff sollen in Europa für 1,5 Milliarden Euro gebaut werden, die Rakete zum Start vom Mars wird derzeit in den USA entwickelt. Die gesamten Missionskosten dafür werden derzeit auf rund 7 Milliarden US-Dollar geschätzt. Darunter sind 2,5 Milliarden US-Dollar für den Perseverance Rover, der damit genauso teuer ist wie Curiosity.

Die geplanten Kosten wurden weit überschritten

Als nur überarbeitete Version einer bereits durchgeführten Mission waren für Perseverance eigentlich nur 1,5 Milliarden US-Dollar eingeplant. Curiosity, für den die schwierige Landetechnik mit dem am raketenbetriebenen Kran schwebenden Rover entwickelt wurde, sollte ursprünglich allerdings auch nur 1,5 Milliarden US-Dollar kosten, aber selbst bei der einfachen Wiederholung konnte dieser Rahmen nicht eingehalten werden.

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Im Unterschied zu Curiosity wurden einige Instrumente bei Perseverance verbessert. Aus der sogenannten Chemcam wurde die Supercam. In ihr befindet sich ein Infrarotlaser, mit dem äußere Gesteinsschichten verdampft und das entstehende leuchtende Plasma spektroskopisch untersucht werden kann. Das ohnehin eingebaute Spektrometer kann auch ohne den Laser weitere Untersuchungen mit reflektiertem Sonnenlicht durchführen.

Neu ist in der Supercam ein Frequenzverdoppler mit dessen Hilfe, genau wie in einem Laserpointer, aus einem Infrarotlaserstrahl ein grüner Laserstrahl erzeugt werden kann. Das zurückgeworfene Licht kann dann mit dem ohnehin eingebauten Spektrometer untersucht werden, um auch auf große Entfernungen chemische Verbindungen nachweisen zu können, die beim bloßen Verdampfen zerstört werden würden.

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Der Rover hat auch einen Hubschrauber und andere Spielereien 
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jo-1 07. Aug 2020

Hab ich doch gar nicht gesagt Ich will nur eine europäische Armee und keine...

JensBröcher 04. Aug 2020

Im Vergleich zu den $25 Trillion Schulden die die US-Regierung hat ist das gar nichts...

Eldark 01. Aug 2020

Ja denk ich auch aber das Szenario ist nicht allzu weltfremd Die...

FlashBFE 31. Jul 2020

Ich frage mich, ob der Rover mit seinen wenigen verbesserten Geräten überhaupt...

FlashBFE 31. Jul 2020

Die NASA und noch beauftragte Subfirmen sind eben ein riesiges Konglomerat aus Menschen...



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