Mars 2020: Nasa testet erfolgreich einen Helikopter für den Mars

Bisher haben stationäre oder fahrende Systeme den Mars erkundet. Im kommenden Jahr will die US-Raumfahrtbehörde Nasa erstmals einen Helikopter auf den Mars bringen. Seine Testflüge hat er erfolgreich absolviert.

Artikel veröffentlicht am ,
Nasa-Mitarbeiter bereiten den Testflug des Helikopters vor: dünne Atmosphäre, geringe Schwerkraft
Nasa-Mitarbeiter bereiten den Testflug des Helikopters vor: dünne Atmosphäre, geringe Schwerkraft (Bild: Nasa/JPL-Caltech)

Er fliegt: Die US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics And Space Administration (Nasa) hat den Helikopter getestet, den sie im kommenden Jahr auf die Reise zum Mars schicken will. Für die Tests simulierte das Team um Projektleiterin Mimi Aung die Bedingungen auf dem Mars.

Stellenmarkt
  1. Specialist Prozessmanagement (CIS) (m/w/d)
    HUMMEL AG, Denzlingen
  2. Softwareentwickler (gn)
    ESG InterOp Solutions GmbH, Wilhelmshaven
Detailsuche

Der Hubschrauber hat einen Doppelrotor und wiegt 1,8 Kilogramm. Er wird Teil der Mission Mars 2020, die einen zweiten Curiosity-artigen Rover zum Nachbarplaneten bringt. Der Helikopter wird das erste Fluggerät auf dem Mars sein.

Für die Tests mussten die Nasa-Forscher den Helikopter ähnlichen Bedingungen wie auf dem Mars aussetzen. Die sind auf der Erde aber nicht so leicht herzustellen. So beträgt die Dichte der Marsatmosphäre nur etwa ein Prozent der Erdatmosphäre. Das sei wie in 30 Kilometern Höhe über der Erdoberfläche, sagt Aung. Das Team simulierte die Marsatmosphäre im Space Simulator des Jet Propulsion Laboratory (JPL) der Nasa. Das ist eine Vakuumkammer, in der die Forscher eine Marsatmosphäre, die hauptsächlich aus Kohlendioxid besteht, erzeugten.

Ein anderes Problem ist die deutlich geringere Schwerkraft, die nur etwa ein Drittel der irdischen entspricht. Das Team konstruierte ein Entlastungssystem, das zwei Drittel der Erdanziehungskraft ausglich. Der Helikopter sei zwar nur fünf Zentimeter über dem Boden geschwebt, sagt Helikopter-Tester Teddy Tzanetos. Das habe aber gereicht, "um alle Daten zu bekommen, die wir brauchten, um zu bestätigen, dass unser Marshelikopter wie beabsichtigt autonom in einer dünnen, marsähnlichen Atmosphäre fliegt. Es gab keinen Grund, höher zu gehen."

Golem Karrierewelt
  1. Adobe Photoshop Aufbaukurs: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    02./03.06.2022, Virtuell
  2. Go für Einsteiger: virtueller Zwei-Tages-Workshop
    25./26.07.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

"Das nächste Mal fliegen wir auf dem Mars", sagt Aung. Das wird aber noch dauern: Die Mission startet im Juli kommenden Jahres und soll im Februar 2021 landen. Der Helikopter selbst wird erst einige Monate später zum Einsatz kommen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


L3G0 01. Apr 2019

Zitat: "Das Team simulierte die Marsatmosphäre im Space Simulator des Jet Propulsion...

plutoniumsulfat 31. Mär 2019

Ist eine geringere Schwerkraft nicht gut, wenn die Atmosphäre schon so dünn ist?

Sarkastius 31. Mär 2019

Gibt es dazu Belege? Durch fehlende Atmosphäre benötigt der Heli wiederum hohe strahlen...

Micha_T 30. Mär 2019

Lusitg wie hier diskutiert hat wie jemand unrecht hat. Wieso guckt ihr euch das dann...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Liberty Lifter
US-Militär lässt ein eigenes Ekranoplan entwickeln

In den 1960er Jahren schockten die Sowjets den Westen mit dem Kaspischen Seemonster. Die Darpa will ein eigenes, besseres Bodeneffektfahrzeug bauen.

Liberty Lifter: US-Militär lässt ein eigenes Ekranoplan entwickeln
Artikel
  1. Abo: Spielebranche streitet über Game Pass
    Abo
    Spielebranche streitet über Game Pass

    Nach Kritik von Sony gibt es mehr Stimmen aus der Spielebranche, die Game Pass problematisch finden - aber auch klares Lob für das Abo.

  2. Microsoft: Der Android-App-Store für Windows 11 kommt nach Deutschland
    Microsoft
    Der Android-App-Store für Windows 11 kommt nach Deutschland

    Build 2022 Der Microsoft Store soll noch attraktiver werden. So können Kunden ihre Apps künftig ohne lange Wartezeiten direkt veröffentlichen.

  3. Macht mich einfach wahnsinnig: Kelber beklagt digitale Inkompetenz von VW
    "Macht mich einfach wahnsinnig"
    Kelber beklagt digitale Inkompetenz von VW

    Der Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber hat vor einem Jahr ein Elektroauto bei VW bestellt. Und seitdem nichts mehr davon gehört.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PS5-Controller (alle Farben) günstig wie nie: 49,99€ • Samsung SSD 1TB 79€ • LG OLED TV 77" 56% günstiger: 1.099€ • Alternate (u. a. Cooler Master Curved Gaming-Monitor 34" UWQHD 144 Hz 459€) • Sony-Fernseher bis zu 47% günstiger • Samsung schenkt 19% MwSt.[Werbung]
    •  /