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WLAN-Installationen können durch wilde Access Points gestört werden.
WLAN-Installationen können durch wilde Access Points gestört werden. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)

Google lehnt Marriotts Blockiermaßnahmen klar ab

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Google wiederum stellt sich gegen derartige Maßnahmen und hält die Darstellung der Marriott-Gruppe für eine verwirrende Theorie ("puzzling theory"). Das Unternehmen formuliert dies nicht nur als Kommentar wie Microsoft, Aruba und Ruckus, sondern als klare Ablehnung ("Opposition"). Die Argumentation ähnelt dabei der von Microsoft: Google sieht ein, dass Netzwerkbetreiber ihr eigenes WLAN-System kontrollieren dürfen. Doch ein fremder Access Point sei kein Teil des Unternehmens-WLANs. Das gelte insbesondere dann, wenn ein fremder Access Point gestört werde, um die Teilnehmer in das eigene WLAN zu bringen. Google weist auf finanzielle Interessen hin, da dies häufig eine Gebühr beinhalte.

Google führt auch Sicherheitsinteressen der Besucher von Gebäuden an, bei denen Access Points blockiert werden. Sicherheit und Gesundheit der Besucher würden in Notfällen riskiert, wenn WLAN-Verbindungen gestört würden. Nutzer verwenden zunehmend VoIP-Verbindungen über WLAN-Systeme, falls die Mobilfunkverbindung ausfällt. Hierbei sei angemerkt, dass in den USA Hotspots anderer Firmen stark verbreitet sind. Solche Access Points reichen auch von der Straße in Hotels hinein, so dass Besucher über diese telefonieren könnten - hierzulande ist das eher ungewöhnlich. Google stuft die Wünsche der Petition der American Hotel & Lodging Association und Marriott als illegal ein.

Technisch gibt es unserer Einschätzung nach wenige Gründe, unautorisierte Access Points zu blockieren. Zwar ist es tatsächlich so, dass mobile Hotspots Störungen im Frequenzband auslösen, doch das ist nicht nur normal, sondern auch gewollt. Insbesondere das 2,4-GHz-Band ist frei nutzbar, sei es für Bluetooth-Classic-Geräte, Bluetooth-Smart-Geräte, Funkgeräte, eine drahtlose Maus oder eben einen WLAN-Hotspot. Es widerspricht dem Sinn der Regulierung des 2,4-GHz-Bandes, wenn ein Teilnehmer anderen die Nutzung verbieten und sogar aktiv unterbinden kann.

Überlastete Netzwerke lassen sich mit Dual-Band-WLAN lösen

Zudem sind professionelle WLAN-Systeme ohnehin Dual-Band-Systeme. Das 2,4-GHz-Band ist so voll, dass ein WLAN-Betreiber zwangsläufig auf das 5-GHz-Band ausweicht. Endgeräte sind seit 802.11ac zunehmend Dual-Band-fähig und können ebenfalls auf diese Frequenz ausweichen, die nur selten von Kleinperipherie wie Mäusen verwendet wird. Auch mobile Hotspots mit 5-GHz-Unterstützung sind nicht häufig in diesem Band. Auf kurzen Distanzen und insbesondere bei Datenraten für den reinen Internetzugriff reicht das untere Band auch aus, wenn viele andere dort funken.

Allgemein gilt aber: Wer auf Messen oder in Hotels ist, sollte auf das 5-GHz-Band ausweichen, denn dort ist mehr Platz. Selbst wenn Marriott mit seinen Blockadeplänen Erfolg hat: Die alleinige Nutzung des 2,4-GHz-Bandes reicht nicht für hohe Lasten, wie Golem.de aus eigener Erfahrung weiß. Mit gerade einmal drei gleichzeitig verwendbaren Kanälen braucht es eine gut eingerichtete Infrastruktur, um viele Teilnehmer auf dem unteren WLAN-Band zu versorgen. Dazu gehört auch, dass die Access Points nicht zu weit strahlen dürfen. Hotel-WLAN-Systeme sind nicht immer optimal, wie etwa eine IETF-Tagung zeigte, bei der die Teilnehmer mal eben selbst das WLAN des Hotels reparierten.

Marriott ist nicht alleiniger Unterstützer der Pläne. Auch die Hilton-Gruppe spricht sich für eine Blockade wilder Hotspots aus. Hilton befürchtet Cyberattacken auf WLAN-Netzwerke, die sich stetig weiterentwickeln. Eine zusätzliche Regulierung, so gibt sich die Gruppe zuversichtlich, würde Kriminelle davon abhalten, Hilton-Besucher oder das Hotel anzugreifen. Access-Point-Spoofing müsse unterbunden werden in einem Hotel. Die Gruppe ist sogar davon überzeugt, dass Verteidigungsmaßnahmen gegen fremde WLAN-Zugriffe erlaubt werden müssten in Umgebungen, in denen mit Kreditkarten umgegangen wird.

Hilton schränkt allerdings ein, dass es der Gruppe nicht darum gehe, Besuchern die Nutzung von WLAN-Hotspots allgemein zu verbieten. Nur im Fall von Netzwerkproblemen will das Unternehmen Werkzeuge einsetzen dürfen, um Probleme durch wilde Access Points abzuschwächen.

 Marriott-Pläne: Microsoft und Google sind gegen WLAN-Sabotage in Hotels

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LordGurke 26. Dez 2014

Außerdem läufst du natürlich Gefahr, dass der Störsender doch bis nach nebenan reicht und...

centerspeaker 26. Dez 2014

Oder die Gäste zum Telefonieren vor die Tür schicken. Kurz danach kommt dann wohl noch...

Anonymer Nutzer 25. Dez 2014

Ist das nicht immer der Beweggrund kommerzieller Anbieter?

thewayne 25. Dez 2014

Es werden keine Bänder blockiert oder gejammed. Die scannen nach fremden AP und senden...

wire-less 25. Dez 2014

ist in der Regel eine Zumutung. Die letzten male waren die sch...langsam. Dann sperren...



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