Marlehn Thieme: Rat für nachhaltige Entwicklung will Smartphone-Pfand

Das Handypfand wird vom Rat für nachhaltige Entwicklung wieder ins Gespräch gebracht. Der Bitkom hatte stattdessen den Ausbau der orangen Wertstofftonne gefordert.

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Mobiltelefon-Recycling in den USA
Mobiltelefon-Recycling in den USA (Bild: Mike Blake/Reuters)

Die Vorsitzende des deutschen Rates für nachhaltige Entwicklung, Marlehn Thieme, tritt für eine Pfandpflicht für Mobiltelefone ein. Im Gespräch mit der Frankfurter Rundschau sagte Thieme, es müsse dafür gesorgt werden, dass kleine Elektro- und Elektronikgeräte nicht wie bisher meist im normalen Müll landen - zum Beispiel, indem beim Kauf der Geräte ein Pfand erhoben werde, das beim Abgeben in Sammelzentren erstattet werde. "Wir wissen, dass Millionen Alt-Handys in Schubladen liegen. Die Rohstoffe darin können zurückgewonnen werden. Sie dürfen nicht verloren gehen." Der Rat für nachhaltige Entwicklung berät die Bundesregierung.

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Die Grünen hatten im März 2012 vorgeschlagen, durch ein Pfandsystem für Handys und Smartphones das Recycling zu verbessern. Damit sollen die Verbraucher zur Rückgabe alter Geräte gebracht werden. Als mögliche Pfandgebühr wurden damals 10 Euro genannt. Ein IT-Pfandsystem solle gemeinsam mit Handel und Industrie geschaffen werden, um die Sammlung und das Recycling von Elektronikschrott zu verbessern, hieß es.

Der Herstellerverband Bitkom hatte den Vorschlag abgelehnt. Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder erklärte am 8. März 2012 auf der Cebit, ein Pfand würde die bestehenden Rücknahmesysteme zerstören und der bürokratische Aufwand stünde in keinem Verhältnis zum angestrebten Nutzen. "Handys sind keine Dosen."

Handys würden im Schnitt nach spätestens drei bis vier Jahren aussortiert. "Ein Pfandsystem, das über solch lange Zeiträume verwaltet werden muss, erzeugt einen enormen bürokratischen Aufwand und ist praktisch kaum umsetzbar." Von Cash-back-Aktionen der Unternehmen sei bekannt, dass so gut wie niemand ein funktionsfähiges Handy zurückgebe, nur weil dafür einige Euro gezahlt werden. Rohleder verwies auf die orange Wertstofftonne, die Berliner Haushalten zur Verfügung steht. Darin könnten Elektronikgeräte entsorgt und dann geordnet recycelt werden.

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Anonymer Nutzer 12. Feb 2014

Wenn das ding in einen see fällt stellt sich eher die frage ob du es besser wieder raus...

carnifexx 12. Feb 2014

Also es gab Feldversuche mit Sperrmüll und Elektroschrott zB in Berlin. Leider hat das...

AllDayPiano 11. Feb 2014

Jeder Produzent von Elektronik muss in Deutschland der WEEE angeschlossen sein. Man zahlt...

robinx999 11. Feb 2014

Klar sind Autobatterien schwer, aber die dürften die wenigsten in Grenznähe außerhalb...



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