Marktstart 2026: Apple auf dem Weg zum faltbaren iPhone

Apple treibt offenbar die Entwicklung eines faltbaren iPhones voran. Wie Branchenquellen gegenüber Nikkei Asia(öffnet im neuen Fenster) berichten, führt Apple bereits konkrete Gespräche mit Komponentenherstellern in Taiwan über die Testproduktion des Geräts.
Die ersten Testphasen sollen klären, ob sich die technischen Herausforderungen eines biegbaren Displays meistern lassen. Bei erfolgreichem Verlauf könnte Apple gemeinsam mit seinen Fertigungspartnern bereits 2026 die Massenproduktion in Indien starten.
Foxconn, Apples wichtigster iPhone-Produzent, dürfte eine Schlüsselrolle bei der Umsetzung übernehmen. Das taiwanesische Unternehmen verfügt über langjährige Erfahrung in der Fertigung von Apple-Geräten und der nötigen Produktionsinfrastruktur.
Ultradünnes Glas als größte Hürde
Die größten technischen Herausforderungen liegen beim Display. Branchenanalyst Ming-Chi Kuo von TF International Securities geht davon aus, dass Apple auf ultradünnes Glas setzen wird. Diese Spezialmaterialien sind jedoch extrem anfällig für Rissbildung an den Rändern und erfordern präzise Handhabung während der Fertigung.
Die komplexe Herstellung könnte die Produktionskosten um das Zwei- bis Vierfache gegenüber herkömmlichem Smartphone-Glas erhöhen. Trotz dieser Kostensteigerungen zeigt sich Apple optimistisch bezüglich der Marktakzeptanz.
Interne Prognosen sprechen für 2026 von 8 bis 10 Millionen Einheiten – eine Aufwärtskorrektor gegenüber früheren Schätzungen von 6 bis 8 Millionen Geräten. Für 2027 rechnet Apple sogar mit 20 bis 25 Millionen Einheiten, deutlich mehr als die ursprünglich geplanten 10 bis 15 Millionen.
Das iPhone Air könnte als Zwischenschritt dienen. Das dünnere Design soll Apple dabei helfen, Fertigungsprozesse zu verfeinern, bevor komplexere Foldable-Geräte folgen.
Im Foldable-Markt sind bereits Samsung, Huawei und Google etabliert.