Abo
  • Services:

Marktmacht missbraucht: Google klagt gegen Milliardenstrafe der EU

Ebenso wie Intel geht auch Google gerichtlich gegen eine Milliardenstrafe der EU vor. Das Verfahren dürfte einige Jahre in Anspruch nehmen.

Artikel veröffentlicht am ,
Am Google-Hauptsitz
Am Google-Hauptsitz (Bild: Justin Sullivan/Getty Images)

Der Suchmaschinenkonzern Google zieht gegen die von der EU-Kommission verhängte Wettbewerbsstrafe in Höhe von 2,4 Milliarden Euro vor Gericht. Das teilte das US-Unternehmen am Montag mit, ohne weitere Details zu nennen. Das Gericht der Europäischen Union (EU-Gericht) in Luxemburg bestätigte der Nachrichtenagentur dpa den Eingang der Beschwerde.

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Stuttgart-Feuerbach
  2. DER PUNKT GmbH, Karlsruhe

Die EU-Wettbewerbshüter hatten Google Ende Juni mit einer Strafe in Höhe von 2,42 Milliarden Euro belegt, da das Internetunternehmen seine dominierende Position bei der Shopping-Suche zum Schaden von Konkurrenten und Verbrauchern missbraucht habe. Google hatte die Entscheidung kritisiert, allerdings fristgerecht Ende August Änderungsvorschläge eingereicht. Details waren jedoch nicht bekanntgeworden.

Auflagen müssen trotz Klage erfüllt werden

Das Unternehmen hat noch bis Ende September Zeit, die beanstandeten Geschäftspraktiken zu ändern. Andernfalls kann die EU-Kommission weitere Strafzahlungen einfordern. Nach Angaben des Wirtschaftsdienstes Bloomberg könnte die Strafe fünf Prozent des täglichen Umsatzes für jeden Tag betragen, an dem die Auflagen nicht erfüllt werden. Die nun eingereichte Klage hat darauf keinen Einfluss.

Wie lange solch ein Verfahren dauern kann, zeigt das Beispiel des US-Chipherstellers Intel. Nachdem die EU-Kommission im Jahr 2009 eine Milliardenstrafe verhängt hatte, fiel in der vergangenen Woche eine höchstrichterliche Entscheidung in dem Fall. Wegen formaler Fehler muss das Verfahren vor dem EU-Gericht noch einmal aufgerollt werden.

Googles Konzernmutter Alphabet hatte im zweiten Quartal dieses Jahres wegen der Strafzahlung einen hohen Gewinnrückgang verbucht. Während der Gewinn im Vergleichszeitraum des Vorjahres 4,88 Milliarden US-Dollar betrug, war er mit 3,52 Milliarden US-Dollar im zweiten Quartal 2017 deutlich niedriger. Dem Unternehmen droht wegen der missbräuchlichen Ausnutzung der Android-Dominanz bei Smartphones ebenfalls ein Bußgeld.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-79%) 11,49€
  2. 59,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie
  3. (-5%) 23,79€
  4. 20,99€ - Release 07.11.

ustas04 13. Sep 2017

Oh Man! Die EU verdient dass. Seit 2009 leuft ne klage gegen intel und diese wurde JETZT...

Dwalinn 12. Sep 2017

Das hatte ich mir beim Artikel vom 27.6.2017 auch gedacht. https://forum.golem.de...


Folgen Sie uns
       


iOS 12 angesehen

Das neue iOS 12 bietet Nutzern die Möglichkeit, die Bildschirmzeit besser kontrollieren und einteilen zu können. Auch Siri könnte durch die Kurzbefehle interessanter als bisher werden.

iOS 12 angesehen Video aufrufen
Gigabit: 5G-Planungen gehen völlig an den Nutzern vorbei
Gigabit
5G-Planungen gehen völlig an den Nutzern vorbei

Fast täglich hören wir Erklärungen aus der Telekommunikationsbranche, was 5G erfüllen müsse und warum sonst das Ende der Welt drohe. Wir haben die Konzerngruppen nach Interessenlage kartografiert.
Ein IMHO von Achim Sawall

  1. Mobilfunk Telekom will 5G-Infrastruktur mit anderen gemeinsam nutzen
  2. Fixed Wireless Access Nokia bringt mehrere 100 MBit/s mit LTE ins Festnetz
  3. Funklöcher Telekom bietet freiwillig hohe 5G-Netzabdeckung an

Apple Watch im Test: Auch ohne EKG die beste Smartwatch
Apple Watch im Test
Auch ohne EKG die beste Smartwatch

Apples vierte Watch verändert das Display-Design leicht - zum Wohle des Nutzers. Die Uhr bietet immer noch mit die beste Smartwatch-Erfahrung, auch wenn eine der neuen Funktionen in Deutschland noch nicht funktioniert.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Neues Produkt USB-C-Ladekabel für die Apple Watch vorgestellt
  2. Skydio R1 Apple Watch zur Drohnensteuerung verwendet
  3. Smartwatch Apple Watch Series 4 mit EKG und Sturzerkennung

Neuer Kindle Paperwhite im Hands On: Amazons wasserdichter E-Book-Reader mit planem Display
Neuer Kindle Paperwhite im Hands On
Amazons wasserdichter E-Book-Reader mit planem Display

Amazon bringt einen neuen Kindle Paperwhite auf den Markt und verbessert viel. Der E-Book-Reader steckt in einem wasserdichten Gehäuse, hat eine plane Displayseite, mehr Speicher und wir können damit Audible-Hörbücher hören. Noch nie gab es so viel Kindle-Leistung für so wenig Geld.
Ein Hands on von Ingo Pakalski


      •  /