Abo
  • Services:

Marktforschung: Viele Android-Apps kollidieren mit kommendem EU-Datenschutz

Positionsdaten, Kontakte oder Kalendereinträge: 55 Prozent aller Android-Apps auf Google Play greifen auf personenbezogene Daten zu und kollidieren daher mit den kommenden EU-Datenschutzrichtlinien. Bereits im Februar will Google das unnötige Datensammeln von Software einschränken.

Artikel veröffentlicht am ,
Viele Android-Apps nutzen unnötige persönliche Daten.
Viele Android-Apps nutzen unnötige persönliche Daten. (Bild: Pexels.com/CC0 1.0)

Laut dem Softwareunternehmen Safedk könnten wohl etwa 55 Prozent aller Android-Apps, die im App-Marktplatz Google Play angeboten werden, gegen die ab dem 25. Mai in Kraft tretenden neuen Datenschutzrichtlinien der Europäischen Union verstoßen. Viele dieser Programme greifen dabei auf von der EU als privat erachtete Daten von Hostsmartphones zu. Das zeigt der Bericht, der vom Onlinemagazin Venturebeat aufgeabarbeitet wurde. Google selbst wird laut eigenen Aussagen seine Datenschutzrichtlinien für seine Dienste entsprechend anpassen, sodass solche Apps bald nicht mehr angeboten werden dürfen.

  • Mehr als die Hälfte von den in Apps verwendeten SDKs greift auf GPS-Daten zu. (Bild: Safedk)
Mehr als die Hälfte von den in Apps verwendeten SDKs greift auf GPS-Daten zu. (Bild: Safedk)
Stellenmarkt
  1. Hays AG, Bayern
  2. TÜV SÜD Gruppe, München

Bei den betroffenen Apps handelt es sich um Programme, die eine oder mehrere Programmierschnittstellen für den Zugriff auf Informationen wie persönliche Kontakte, Positionsdaten, Kalendereinträge oder Mikrofonaufnahmen verwenden. Safedk gibt an, dass mobile Apps für Android im Durchschnitt 18,5 Software Development Kits (SDKs) als Bibliotheken importieren. Apps, die viele SDKs nutzen, gehören in die Kategorien Dating, Sport und Shopping. Das Problem: Viele dieser SDKs werden mit vorgefertigten Methoden und Klassen von Drittanbietern entwickelt. Oft werden daher Informationen erhoben, die die eigentliche App gar nicht braucht.

Die Hälfte der Apps nutzt Positionsdaten

GPS-Daten werden von etwa 56 Prozent aller Apps erhoben. Diese Daten stammen vom Dezember 2017. In der gleichen Grafik greifen 42 Prozent der Apps auf andere installierte Programme auf dem Hostgerät zu. 30 Prozent wollen mehr über die persönlichen Kontakte erfahren. Jede zehnte App möchte auch Zugriff auf das Mikrofon erhalten. Jeweils etwa neun Prozent nutzen Informationen über Nutzerkonten oder Kalendereinträge.

Allerdings geht aus der Studie nicht hervor, wie viele der angegebenen Programme Daten wirklich ohne erfindlichen Grund erheben. Bei einer App, die per Mikrofon Gespräche aufnehmen soll, ist konsequenterweise notwendig, auf das Mikrofon des Hostgerätes auch zuzugreifen. Wenn eine solche App aber zusätzlich noch GPS-Daten abfragen will, greift Googles Richtlinie, die schon ab Februar 2018 in Kraft treten soll. Dadurch soll unnötiger Zugriff verhindert werden. Von der EU-Richtlinie betroffene Programme müssen ab Mai dem Nutzer genau aufschlüsseln, welche Daten für was erhoben werden. Viele Apps haben eine ähnliche Funktion bereits integriert.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (u. a. Fractal Design Meshfy Light Tint 69,90€)
  2. 119,90€

crazypsycho 23. Jan 2018

Die überwiegende Mehrheit nutzt Android aber mit Google-Diensten. Die wenigen Ausnahmen...

ZuWortMelder 23. Jan 2018

Danke

Emanuel Kant 23. Jan 2018

Da noch kein Bewusstsein geschaffen wurde, dass man seine eigenen Daten schützen sollte...

Phantomal 23. Jan 2018

Mikro ist einzeln. Kamera und Fotospeicher hängen aber zusammen. Wenn man auf die Kamera...


Folgen Sie uns
       


Sony Xperia 10 Plus - Hands on (MWC 2019)

Das Xperia 10 Plus hat Sony auf dem Mobile World Congress 2019 vorgestellt. Im ersten Hands on konnte uns die schmale Bauform überzeugen. Endlich gibt es auch Dual-Kamera-Technik. Das Xperia 10 Plus kommt Anfang März 2019 für 430 Euro auf den Markt.

Sony Xperia 10 Plus - Hands on (MWC 2019) Video aufrufen
Uploadfilter: Voss stellt Existenz von Youtube infrage
Uploadfilter
Voss stellt Existenz von Youtube infrage

Gut zwei Wochen vor der endgültigen Abstimmung über Uploadfilter stehen sich Befürworter und Gegner weiter unversöhnlich gegenüber. Verhandlungsführer Voss hat offenbar kein Problem damit, wenn es Plattformen wie Youtube nicht mehr gäbe. Wissenschaftler sehen hingegen Gefahren durch die Reform.

  1. Uploadfilter Koalition findet ihren eigenen Kompromiss nicht so gut
  2. Uploadfilter Konservative EVP will Abstimmung doch nicht vorziehen
  3. Uploadfilter Spontane Demos gegen Schnellvotum angekündigt

Einfuhrsteuern: Wie teuer wird ein Raspberry Pi beim harten Brexit?
Einfuhrsteuern
Wie teuer wird ein Raspberry Pi beim harten Brexit?

Bei einem No-Deal-Brexit könnten viele britische Produkte teurer und schwerer lieferbar werden - auch der populäre Bastelrechner Raspberry Pi. Mit genauen Prognosen tun sich deutsche Elektronikhändler derzeit schwer, doch decken sie sich schon vorsorglich mit den Komponenten ein.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. UK und Gibraltar EU-Domains durch Brexit doch wieder in Gefahr

Chrome OS Crostini angesehen: Dieses Nerd-Unix läuft wie geschnitten Brot
Chrome OS Crostini angesehen
Dieses Nerd-Unix läuft wie geschnitten Brot

Mit Crostini bringt Google nun auch eine echte Linux-Umgebung auf Chromebooks, die dafür eigentlich nie vorgesehen waren. Google kann dafür auf ein echtes Linux-System und sehr viel Erfahrung zurückgreifen. Der Nutzung als Entwicklerkiste steht damit fast nichts mehr im Weg.
Von Sebastian Grüner

  1. Google Chromebooks bekommen virtuelle Arbeitsflächen
  2. Crostini VMs in Chromebooks bekommen GPU-Beschleunigung
  3. Crostini Linux-Apps für ChromeOS kommen für andere Distributionen

    •  /