Marktforscher: PC-Verkäufe deutlich gesunken

Die PC-Verkäufe gehen deutlich zurück. Analysefirmen schätzen einen Rückgang zwischen 10 und 20 Prozent. Die Ursachen sind vielfältig.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
Verkauft sich wieder etwas schlechter: Ein PC.
Verkauft sich wieder etwas schlechter: Ein PC. (Bild: luis cornejo/Pixabay)

Nach dem Aufschwung in den ersten zwei Jahren der Coronapandemie sind die PC-Verkäufe zuletzt wieder abgesackt. Marktforscher weisen auf fortlaufende Engpässe bei Bauteilen und Logistik hin, zu denen nun ein Nachfragerückgang angesichts hoher Inflation und schwacher Konjunktur hinzukommt.

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Nach Berechnungen der Analysefirma IDC fielen die Verkäufe im zweiten Quartal im Jahresvergleich um 15,3 Prozent auf 71,3 Millionen Personal Computer. Der Konkurrent Gartner errechnete ein Minus von 12,6 Prozent auf gut 72 Millionen Geräte.

Die Angst vor einer Rezession habe die Nachfrage quer durch die Marktsegmente gedämpft, erklärte IDC-Analyst Jitesh Ubrani. Verbraucher hielten sich zurück, die Nachfrage von Unternehmen sei zwar robuster, aber auch diese hätten PC-Käufe aufgeschoben. Auch aus dem Bildungsmarkt kämen weniger Bestellungen. Zugleich würden immer noch mehr PCs verkauft als vor der Pandemie: So seien im zweiten Quartal 2019 gut 65 Millionen Geräte abgesetzt worden.

Analysten rechnen mit deutlichen Verkaufseinbrüchen bei vielen PC-Herstellern

Gartner-Analystin Mikako Kitagawa sieht vor allem die Störungen in den Logistikketten als Ursache für den Rückgang. Zugleich erwartet sie Auswirkungen der wirtschaftlichen Lage auf das Produktangebot: Die Inflation sorge für höhere Kosten bei den Anbietern. Um ihre Gewinne zu sichern, müssten sie inmitten sinkender Nachfrage höhere Durchschnittspreise durchsetzen.

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Für den Branchenprimus Lenovo errechneten beide IT-Marktforscher für das vergangene Quartal einen Absatzrückgang von gut zwölf Prozent. Bei der Nummer zwei, HP, seien die Verkäufe im Jahresvergleich um 27,5 Prozent eingebrochen. Dell als Nummer drei kam demnach mit einem Minus von fünf Prozent durch das Quartal.

Bei Apple gehen die Schätzung auseinander: IDC kam auf einen Rückgang von 22,5 Prozent auf 4,8 Millionen Mac-Computer, laut Gartner stiegen die Verkäufe dagegen um 9,3 Prozent auf 6,36 Millionen Geräte. Die Marktforscher verlassen sich auf eigene Analysen unter anderem der Verkaufskanäle, während viele Unternehmen keine Absatzzahlen mehr veröffentlichen.

In der Pandemie erlebte der lange schwächelnde PC-Markt mit dem verstärkten Arbeiten und Lernen von zu Hause eine Renaissance. Lenovo hätte nach eigenen Angaben im vergangen Jahr dreimal so viele PCs verkaufen können, wenn die Bauteile nicht knapp gewesen wären.

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