Marktanteile: AMD gewinnt in allen Bereichen

Besonders interessant an den neuen Zahlen von Mercury Research, die in einem Aktienforum(öffnet im neuen Fenster) aufgetaucht sind: Intel hatte den Marktforschern zufolge im ersten Quartal des Jahres 2012 einen Marktanteil von 90,5 Prozent bei x86-Prozessoren. Das gilt aber nur beim Anteil des gesamten Umsatzes mit CPUs in aller Welt, nicht bei den Stückzahlen. Die Analysten errechnen das anhand des durchschnittlichen Verkaufspreises (ASP), der bei AMD mit 52 US-Dollar viel niedriger als die 119 US-Dollar von Intel ist.
Die Zahlen von Mercury, das seine Studien nicht selbst öffentlich macht, decken sich mit Angaben von Computerworld(öffnet im neuen Fenster) , das einen Analysten des Unternehmens zitiert. Dort finden sich zwar nicht die ASPs, aber die mit dem Forenbeitrag identischen Marktanteile in einzelnen Segmenten.
Demnach ist AMD bei Desktop-CPUs weiterhin stark, 43 Prozent aller derartigen Prozessoren kommen von Intels hier einzig relevantem Konkurrenten. Der Prozessorprimus stellt die restlichen 57 Prozent. Bei Server-CPUs erreichte AMD dank der neuen Bulldozer-Opterons 6,8 Prozent Anteil, ein Zuwachs von 1,1 Prozent. Immerhin um 0,1 Prozent wuchs AMDs Marktanteil bei mobilen x86-CPUs, er liegt nun bei 17,1 Prozent.
Insgesamt stellt AMD nun nach Stückzahlen 19,1 Prozent des Marktes für PC-Prozessoren, es gewann 0,3 Prozent. Für das kommende Quartal erwartet Mercury einen anhaltend harten Konkurrenzkampf, da Intel mit dem Core i-3000, Codename Ivy Bridge, eben eine neue Prozessorgeneration vorgestellt hat. Der erste Konter ist von AMD in Form der Notebookplattform Trinity bereits für den Mai 2012 zu erwarten.