Marktanteil: Netmarketshare sieht Windows 10 bei über 50 Prozent

Die Verbreitung von Windows 10 nimmt langsam zu, während der Marktanteil von Windows 7 in fast demselben Maße abnimmt. Weniger als ein halbes Jahr vor dem Supportende von Windows 7 geben die Zahlen einen interessanten Einblick.

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Der Windows-10-Marktanteil steigt, aber nicht so schnell, wie Microsoft es gerne hätte. (Symbolbild)
Der Windows-10-Marktanteil steigt, aber nicht so schnell, wie Microsoft es gerne hätte. (Symbolbild) (Bild: Sarah Crabill/Getty Images North America)

Laut Netmarketshare wird die Mehrheit der Rechner - was in der Statistik des Unternehmens zwar Desktops genannt wird, aber auch Notebooks beinhaltet - mit Windows 10 betrieben. Erkennbar ist das an den Augustzahlen des Jahres 2019. Exakt 50,99 Prozent erreichte Windows 10. Im Vormonat waren es noch 48,86 Prozent. Windows 7 liegt auf Platz 2 mit 30,34 respektive 31,86 Prozent.

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Microsoft erreichte diese Zahlen rund ein Jahr, nachdem Windows 10 zu Windows 7 aufschloss und beide je circa 40 Prozent erreichten. Seitdem entfernen sich die Linien ziemlich konstant voneinander. Windows 10 gewinnt ein paar Prozentpunkte und Windows 7 verliert im nahezu selben Bereich ein paar Punkte. Auch wenn die Statistiken das nicht erfassen, kann wohl davon ausgegangen werden, dass hier Upgrades von Windows 7 auf Windows 10 zu sehen sind.

Setzt sich der Trend unverändert fort, dürfte Windows 7 im Netz nach dem Januar 2020 noch eine gute Verbreitung haben. Dann endet nämlich für das Gros der Anwender die Produktunterstützung. Nur Firmen haben eine Option auf verlängerte Sicherheitsupdates. Ganz verschwinden wird Windows 7 ohnehin nicht. Windows XP liegt beispielsweise immer noch bei einem Marktanteil von über 2 Prozent. Auffällig ist nur, dass das wenig beliebte Windows 8.1 immer noch bei 4,2 Prozent liegt.

Zur Einordnung: MacOS 10.14 liegt bei fast 6 Prozent. Linux schafft 1,26 Prozent. Die Netmarketshare-Statistiken unterliegen gewissen Schwankungen. Im Vormonat lag Linux beispielsweise noch bei 1,66 Prozent. Das ist in Relation zu allen Betriebssystemen zu beachten. Es ist doch eher unwahrscheinlich, dass binnen eines Monats gut ein Viertel der Linux-Nutzer das Betriebssystem wechselte. Wahrscheinlicher ist, dass sie bei der Erhebung nicht ganz erfasst wurden. Im Bereich von einem halben Prozent ist Vorsicht bei Netmarketshare-Zahlen geboten. Die Zahlen zeigen hier auffällige Schwankungen.

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Wie jeden Monat offenbaren die Zahlen auch ein paar Besonderheiten. Ubuntu wird beispielsweise mit 0,42 Prozent genauso wie Fedora mit 0,03 Prozent gesondert gezählt. Chrome OS ist derzeit mit 0,36 Prozent gelistet und damit weiterhin eine sehr kleine Nische. Immerhin ist das aber erheblich mehr als Windows Vista. Das wohl unbeliebteste Microsoft-System dieses Jahrhunderts ist nur noch mit 0,15 Prozent erfasst - weit abgeschlagen von Windows XP und selbst Chrome OS. Außerhalb erfassbarer Prozentwerte, aber immer noch in Reihenfolge gelistet, sind auch Betriebssysteme wie Windows 98 auf Platz 37 und Windows 95 auf Platz 41 mit jeweils 0,00 Prozent.

Entsprechend den Methoden der Erhebung ist zu beachten, dass die Statistiken kein Gesamtbild liefern. Um erfasst zu werden, muss ein Rechner online sein. Steuersysteme, Bank- und Fahrkartenautomaten sowie Kassensystemen werden also nicht erfasst. Hier ist traditionell der Anteil alter Betriebssysteme recht hoch und es gibt spezialisierte Varianten der bekannten Betriebssysteme.

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