Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Marktanalyse: Elektroautos sind 2025 fast 2.000 Euro günstiger geworden

Eine Marktübersicht zeigt, dass wichtige Kipppunkte hin zu Elektromobilität erreicht sein könnten. Preisparität bei großen Autos besteht bereits.
/ Mario Petzold
10 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Ein VW ID.3 in der Gläsernen Manufaktur in Dresden (Bild: AFP via Getty Images/Jens Schlüter)
Ein VW ID.3 in der Gläsernen Manufaktur in Dresden Bild: AFP via Getty Images/Jens Schlüter

Transport & Environment(öffnet im neuen Fenster) , die Vereinigung zahlreicher europäischer Umweltverbände, hat die Marktentwicklung von Elektroautos im Jahr 2025 analysiert. Demnach lag deren Anteil an den Verkäufen in allen EU-Staaten und Norwegen bei 19 Prozent und soll bereits 2027 bei 28 Prozent liegen. Zwar schönt die Hinzunahme von Norwegen – dessen Elektroautoanteil bei mehr als 90 Prozent liegt – die Zahlen ein wenig. Das Land macht aber nur 1,5 Prozent des Gesamtmarkts aus.

Gleichzeitig gingen die Preise für E-Autos im Jahr 2025 um 4 Prozent oder 1.800 Euro zurück, was auf die Einführung zahlreicher batteriebetriebener Kleinwagen zurückzuführen ist. Im Durchschnitt kostete ein Elektroauto allerdings 43.000 Euro, weil es sich weiterhin zumeist um große und gut ausgestattete Fahrzeuge handelte.

Kleinwagen müssen noch aufholen

Im gehobenen Segment ist laut dem Bericht mittlerweile Preisparität erreicht. Für schwere SUVs und Premiummodelle liegen die Preise für Verbrenner und batteriebetriebene Fahrzeuge gleichauf. Bei Mittelklassewagen und Kleinwagen sei erst 2030 damit zu rechnen.

Im Bereich der unteren Mittelklasse(öffnet im neuen Fenster) gab es dafür jedoch den stärksten absoluten Preisrückgang. Ein elektrischer Neuwagen im Bereich des VW ID.3, Kia EV3 oder Renault Megane E-Tech kostete im Durchschnitt 4.600 Euro (etwa 13 Prozent) weniger als noch im Jahr 2024.

Unterhalt wird zum entscheidenden Faktor

Zwar werde es noch ein paar Jahre dauern, bis der Preisunterschied zu Verbrennern in dem Segment ganz verschwunden sei, aber die Unterhaltskosten rückten bereits stärker in den Mittelpunkt. So könnten Elektroautos, erst recht aufgrund der zuletzt durch den Irankrieg stark gestiegenen Ölpreise, einen entscheidenden Kipppunkt überschreiten.

Weiterhin zeigt die Analyse, dass – anders als beim Verbrenner – noch erhebliches Einsparpotenzial bei batteriebetriebenen Fahrzeugen besteht. Durch Skaleneffekte und günstigere Batterien sei allein zwischen 2020 und 2024 eine Preisreduzierung um knapp 10.000 Euro zu beobachten gewesen. Diese sei in dem Zeitraum durch die Umstellung auf wesentlich größere Modelle jedoch nicht zu spüren gewesen, solle ich aber mit der Einführung der zahlreichen batteriebetriebenen Klein- und Kompaktwagen ändern.


Relevante Themen