Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Markiplier: Gaming-Youtuber wird größter Gopro-Aktionär - Aktie explodiert

Einer der weltweit bekanntesten Youtube-Stars steigt bei Gopro ein. An der Börse führt das zu einen gewaltigen Kurssprung.
/ Peter Steinlechner
1 Kommentare Auf Google folgen (öffnet im neuen Fenster)
Mark "Markiplier" Fischbach bei einer Filmpremiere in LA (Dez. 2025) (Bild: Natasha Campos/Getty Images for Mark 'Markiplier' Fischbach)
Mark "Markiplier" Fischbach bei einer Filmpremiere in LA (Dez. 2025) Bild: Natasha Campos/Getty Images for Mark 'Markiplier' Fischbach

Der Youtuber Markiplier ist überraschend zum größten Einzelaktionär von Gopro geworden und hat damit die Börse reichlich in Bewegung gebracht. Die Aktie des Actioncam-Pioniers legte am Montag im regulären Handel um rund 46 Prozent zu.

Hinter Markiplier steckt der US-Amerikaner Mark Fischbach, der seit mehr als 14 Jahren auf Youtube aktiv ist und dort rund 38 Millionen Abonnenten hat. Bekannt wurde er vor allem mit Gaming-Videos, insbesondere zu Horrorspielen wie Five Nights at Freddy's, Amnesia und Slender.

Inzwischen produziert er auch aufwendige Filmprojekte. Anfang 2026 brachte er mit Iron Lung seinen ersten selbst produzierten Spielfilm in die Kinos.

Laut einer Meldung an die US-Börsenaufsicht SEC besitzt Fischbach inzwischen 13,5 Millionen Gopro-Aktien. Das entspricht 8,5 Prozent der frei gehandelten Aktienklasse und macht ihn zum größten Einzelaktionär des Unternehmens.

Einen langjährigen besonderen Bezug Fischbachs zu Gopro gibt es offenbar nicht. Sein Engagement hängt vielmehr mit seinem zunehmenden Interesse an Filmtechnik zusammen.

Fischbach hält Gopro laut einem Bericht von Bloomberg(öffnet im neuen Fenster) (Paywall) für unterbewertet und möchte dazu beitragen, professionelle Filmproduktion günstiger und zugänglicher zu machen. Zuletzt beschäftigte er sich ausführlich mit der neuen Mission 1 Pro ILS und äußerte sich sehr positiv über die Kamera.

Gopro Mission 1 ILS startet

Gopro versucht mit der Mission-Baureihe derzeit, über klassische Actioncams hinaus stärker im Bereich kompakter Filmkameras Fuß zu fassen. Mission 1 und Mission 1 Pro kamen im Frühjahr auf den Markt und wurden in Tests (auch bei Golem) vielfach positiv aufgenommen. Belastbare Verkaufszahlen für die neue Reihe hat Gopro bislang allerdings nicht veröffentlicht.

Derzeit läuft der Marktstart der Mission 1 Pro ILS. Sie basiert auf der Mission 1 Pro, besitzt aber statt eines fest eingebauten Objektivs einen Micro-Four-Thirds-Anschluss. Dadurch können Filmer unterschiedliche Objektive verwenden. Die nur 197 Gramm schwere Kamera nimmt Videos mit bis zu 8K auf und richtet sich stärker an professionelle und ambitionierte Filmer als eine typische Gopro.

Der prominente Einstieg kommt für Gopro zu einem schwierigen Zeitpunkt: Im zweiten Quartal sank der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 31 Prozent auf 105 Millionen US-Dollar, der Kameraabsatz sogar um 38 Prozent. Das Unternehmen prüft seit Mai 2026 einen möglichen Verkauf oder andere strategische Optionen.

Entsprechend relativiert sich der spektakuläre Kurssprung wieder etwas: Die Gopro-Aktie schloss am Montag trotz eines Plus von rund 46 Prozent bei lediglich 88 US-Cent. Vor einem Jahr kostete sie zeitweise noch mehr als 3 Dollar.


Relevante Themen