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Händler forderte Löschung oder Änderung der Bewertung

Aufgrund der negativen Bewertung verlangte der Händler vom Kunden, die Bewertung zu löschen oder zu ändern. Falls er dem nicht nachkomme, werde der Händler Anzeige erstatten. Daraufhin beschwerte sich A. bei Amazon über den Händler. Rund eine Woche später erhielt der Kunde am 10. Juli 2013 vom Händler eine Abmahnung mit Forderung nach einer Unterlassungserklärung. Daraufhin gab A. nach und löschte die Bewertung von Amazons Webseite. Allerdings wollte er nicht für die Anwaltskosten aufkommen, die der Händler mit 800 Euro bezifferte.

Händler will rund 70.000 Euro Schadensersatz

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Die Rechtsschutzversicherung des Kunden begann dann ein Mediationsverfahren, hatte damit aber keinen Erfolg. Im Herbst 2013 ging es dann weiter: Der Händler verklagte A. auf Zahlung von rund 70.000 Euro. Begründet wird das mit Einnahmeausfällen, die der Kunde verursacht habe. Aufgrund der Beschwerde des Kunden bei Amazon sei dem Händler das Verkäuferkonto gesperrt worden.

Zu dem Zeitpunkt sollen sich auf dem Konto 13.000 Euro Guthaben befunden haben. Hätte es die Sperrung nicht gegeben, hätte der Händler nach seiner Aussage bis zum Herbst 2013 bereits 39.000 Euro erwirtschaften können. Vom Kunden verlangte der Käufer nun Schadensersatz samt den angefallenen Anwaltskosten. Zudem machte der Händler 20.000 Euro "weitere Schäden" geltend. Der Fall wird nun im Juni 2014 am Landgericht Augsburg verhandelt.

Der von A. beauftragte Anwalt sieht wenig Erfolgsaussichten für den Händler. "Zum einen ist völlig unklar, ob genau die Beschwerde meines Mandaten zur Schließung des Verkäuferkontos geführt hat", erklärte Rechtsanwalt Alexander Meyer von der Kanzlei Anwaltsbüro47. Laut Auffassung des Juristen ginge es in dem Fall um eine erlaubte Meinungsäußerung. Zudem sei die Berechnung des angeblich entstandenen Schadens "blanker Unsinn".

Erfolg der Klage hätte Auswirkungen auf das gesamte Bewertungssystem

"Würde der Kläger mit seinen Forderungen durchkommen, hätte das Folgen für das komplette System der Bewertungen im Internet", befürchtet der Augsburger Rechtsanwalt. Derzeit ist noch nicht absehbar, wie das Augsburger Gericht entscheiden wird.

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 Marketplace: Amazon-Händler verklagt Kunden wegen negativer Bewertung
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Darkerer 04. Mai 2014

Warum wurde der Kunde Verklagt? Der Anwalt des Händlers sagte ja schon das sie eine...

Garius 29. Apr 2014

Zu allem ein nein, denn: https://forum.golem.de/kommentare/wirtschaft/marketplace-amazon...

a user 28. Apr 2014

kann ganz leicht passieren bei sowas fummeligen. kennst du den unterschied zwischen...

a user 28. Apr 2014

Vieleicht war Collagen gemeint ;)

dollar 27. Apr 2014

mal abgesehen davon, dass es unschlüssig erscheint, dass dem händler nur wegen einer...


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