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Marketing: Google schreibt Android-Logo beim Booten vor

Einige nun vorgestellte Topsmartphones zeigen beim Einschalten prominent das Logo ihres Betriebssystems Android . Das ist kein Zufall, sondern eine neue Vorschrift des Unternehmens, wie interne Dokumente belegen.
/ Nico Ernst
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HTCs neues One (M8) (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
HTCs neues One (M8) Bild: Tobias Költzsch/Golem.de

Samsungs Galaxy S5 und HTCs One (M8) mögen am Markt noch so harte Konkurrenten sein – in einem sind sie sehr ähnlich, nämlich dem, was sie dem Anwender nach dem ersten Einschalten zeigen: Das Logo von Android. Das geht auf ein neues "Google mobile services agreement" zurück, wie geek.com(öffnet im neuen Fenster) und einige andere US-Medien unabhängig voneinander berichten.

Diese Verträge schreiben die Lizenzbedingungen vor, nach denen ein Gerät nicht nur mit Android ausgeliefert werden darf, sondern auch Zugang zum Play-Store von Google erhält. Ebenso ist festgehalten, welche Dienste von Google, unter anderem die Suche und Maps, vorinstalliert werden und wo sich die Icons dafür befinden müssen.

Neu ist nun eine exakte Vorgabe zum Logo des Betriebssystems, die geek.com auch mit Screenshots aus einem Google-Dokument zeigt. Demnach müssen die Geräte den vollständigen Text "powered by Android" anzeigen, der Name des OS entspricht dabei dem bekannten Logo. Nur dieses alleine zu verwenden, auch noch Google zu erwähnen oder den Text in ein Hintergrundbild einzubetten, ist nicht zulässig.

Noch nicht bekannt ist, ob die neuen Bestimmungen nur für eben erst erschienene Geräte gelten, oder ob auch künftige Updates von Android das Boot-Logo auf ältere Smartphones und Tablets bringen werden. Klar ist durch die Aktion aber, dass Google die Bekanntheit seines Betriebssystems steigern will und sich auch etwas dagegen wehrt, dass insbesondere die großen Anbieter Android durch eigene Oberflächen und Launcher teilweise stark verändern.

Dass das Logo nur beim Starten gezeigt werden muss, und nicht beispielsweise stets auf dem Homescreen eingeblendet wird, kann auch als erster Versuch von Google für rigidere Bestimmungen des Eigen-Marketings gesehen werden. Wenn sich Samsung und HTC schon auf solche kleinen Auflagen einlassen, könnte deren Bedeutung künftig ausgeweitet werden.


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