Markenwirrwarr: Microsoft macht aus der 365-Roadmap die AI at Work Roadmap
Wie Windows Latest berichtet(öffnet im neuen Fenster) hat Microsoft seine Microsoft 365 Roadmap in AI at Work Roadmap umbenannt. Der Wechsel ist bereits vollzogen: Auf der offiziellen Webseite(öffnet im neuen Fenster) tragen Titel, Überschriften und Unterüberschriften die neue Bezeichnung, auch die zugehörigen Webinare firmieren inzwischen unter dem neuen Namen.
In einer Nachricht im Microsoft-365-Admin-Portal(öffnet im neuen Fenster) (MC1461528) begründet Microsoft den Schritt damit, eine zentrale Anlaufstelle für die Nachverfolgung KI-gestützter Innovationen zu schaffen. Nutzer sollen dort künftige Funktionen aus Microsoft 365, Copilot, Software-Agenten und verwandten KI-Anwendungen einsehen können. Zugriffsrechte und bestehende Arbeitsabläufe ändern sich laut Microsoft durch die Umbenennung nicht.
Umbenennung ohne Lizenzbezug
Die neue Bezeichnung gilt unabhängig davon, ob ein Abonnement KI-Funktionen enthält: Der Zugriff auf die Roadmap-Webseite ist nicht an eine kostenpflichtige KI-Lizenz gekoppelt, während Microsoft für die Nutzung von KI-Funktionen innerhalb der Microsoft-365-Produkte selbst eine solche Lizenz verlangt. Auch Abonnenten von Basis-Paketen ohne KI-Funktionen sehen auf der Seite also die Bezeichnung AI at Work Roadmap.
Der Namenswechsel stößt bei manchen Beobachtern auf Kritik. Windows-Latest-Redakteur Mayank Parmar bezeichnete die Umbenennung als kontraproduktiv für IT-Administratoren, die auf der Seite gezielt nach Updates für klassische Office-Produkte wie Teams, Outlook, Word, Excel oder Powerpoint suchen: Durch die Zusammenführung mit KI-Themen werde das Dashboard aus seiner Sicht mit einer Vielzahl KI-bezogener Einträge gefüllt, so dass Nutzer, die nur Informationen zu gewohnten Office-Anwendungen benötigen, verstärkt Filterfunktionen einsetzen oder auf Angebote von Drittanbietern ausweichen müssten.
Ausweitung ab September 2026 geplant
Bislang deckt die AI at Work Roadmap im Wesentlichen die Produktwelt von Microsoft 365 ab. Das soll sich laut einem Blogbeitrag des Dynamics-365-Teams(öffnet im neuen Fenster) ab September 2026 ändern: Ab diesem Zeitpunkt will Microsoft auch geplante Veröffentlichungen und Entwicklungsfortschritte für Dynamics 365, die Power Platform und Dataverse auf der Plattform veröffentlichen. Damit soll die Roadmap zu einer gemeinsamen Übersicht für Geschäftsanwendungen, Produktivitätssoftware und KI-Lösungen des Unternehmens werden.
Die Umbenennung reiht sich in eine lange Liste von Namensänderungen bei Microsoft ein. Wie häufig der Konzern seine Produktbezeichnungen ändert, hat kürzlich die Rebrand Registry des Microsoft MVP Loryan Strant dokumentiert.
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