Markenrechtsprobleme: Ist Google jetzt BMW?
BMWs Tochtergesellschaft für Mobilitätslösungen für Firmen heißt Alphabet – genau wie die neue Holding von Google. Das könnte für Markenrechtsprobleme sorgen, die BMW nun untersuchen will – routinemäßig, wie Spiegel Online(öffnet im neuen Fenster) berichtet. BMW war dem Bericht nach nicht in die Pläne von Google eingeweiht.
Dass BMW gegen Google klagen wird, ist aber eher unwahrscheinlich. Das Markenrecht sieht sogenannte Klassen vor, in denen ein Schutz erwirkt werden kann. So können Markennamen für Autos beispielsweise problemlos neben denen von Getränken existieren. Bei Überschneidungen hingegen kann es zu Konflikten kommen, wenn die Verwechslungsgefahr groß ist. Das kann nur mit viel Fantasie bei Google und BMW passieren. Google forscht seit einigen Jahren auf dem Gebiet autonom fahrender, elektrisch betriebener Autos und BMW entwickelt ebenfalls Elektroautos.
Auch in einem weiteren Bereich sind die Unternehmen Konkurrenten.
Audi, BMW und Daimler haben sich mit Nokia über den Kauf des digitalen Kartengeschäfts Here geeinigt. Jedes der Unternehmen erhält ein Drittel der Anteile – für einen Komplettpreis von 2,8 Milliarden Euro. Google entwickelt seit vielen Jahren sein Angebot Google Maps weiter, das ebenfalls digitale Karten enthält.
Sollte Google nun unter Alphabet digitale Karten oder Autos anbieten, wäre das ein Grund für BMW, gegen das Unternehmen vorzugehen. Doch das ist unrealistisch. Einen positiven Effekt hat Googles Namenswahl für BMW dennoch: Eine BMW-Sprecherin sagte Spiegel Online, dass der Traffic auf Alphabet.com stark zugenommen habe.
Googles neu gebildete Konzernholding Alphabet ist unter abc.xyz(öffnet im neuen Fenster) zu erreichen.
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