Markenrechte: Comodo will keine Rechte an Let's Encrypt

Der öffentliche Druck durch die Community hat offenbar gewirkt: Comodo hat sich entschlossen, keine Markenrechte für "Let's Encrypt" mehr zu beantragen. Zuvor hatte der Comodo-Chef die Aktion noch mit merkwürdigen Argumenten verteidigt.

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Comodo will jetzt keine Markenrechte mehr für Let's Encrypt.
Comodo will jetzt keine Markenrechte mehr für Let's Encrypt. (Bild: Rock1997)

Die umstrittene Sicherheitsfirma Comodo hat nach öffentlichen Auseinandersetzungen alle Anträge für Markenrechte im Zusammenhang mit Let's Encrypt zurückgezogen. Das hat Let's Encrypt bekanntgegeben.

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Let's Encrypt zeigte sich erleichtert von dem Schritt. Man werde den Vorgang beobachten, bis die Bewerbungen von der zuständigen Behörde endgültig ad acta gelegt werden. Comodo hatte Markenschutz für die Begriffe "Let's Encrypt", "Let's Encrypt with Comodo" und "Comodo Let's Encrypt" beantragt.

Der Vorgang lief offenbar schon seit März dieses Jahres, in der vergangenen Woche hatte sich Let's Encrypt an die Öffentlichkeit gewandt. Zuvor hatte das Projekt nach eigenen Angaben mehrfach erfolglos versucht, Comodo davon zu überzeugen, die Anträge zurückzuziehen - die Firma hatte das aber stets abgelehnt.

Absurder Foreneintrag von Comodo-Chef

In einem von Comodo-Chef Melih Abdulhayoğlu verfassten Forenbeitrag hatte dieser behauptet, Let's Encrypt würde wesentliche Innovationen von Comodo kopieren, daher seien die Anträge gerechtfertigt. Er schrieb, Let's Encrypt habe die Idee für 90 Tage lang kostenfreie Zertifikate von Comodo kopiert. Dabei übersieht er allerdings, dass die 90 Tage bei Let's Encrypt nur die erste Laufzeit sind und ohne weitere Kosten verlängert werden können.

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Die kostenfreien Zertifikate von Let's Encrypt schrecken die Konkurrenz offenbar auf. Vor einigen Monaten hatte Symantec angekündigt, unter bestimmten Bedingungen einfache Zertifikate (DV) kostenfrei auszustellen, dafür aber von mitmachenden Hostern umfangreiche Verkaufsziele verlangt.

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