Markenrecht: Microsoft geht juristisch gegen zwei Windows-Blogs vor

Zwei deutsche Windows-Blogs haben gerade Ärger mit Microsoft. Dr. Windows und Windows Area sollen ihre App aus dem Microsoft Store entfernen. Als Grund werden Markenrechtsverletzungen genannt.

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Streit ums Markenrecht von Windows
Streit ums Markenrecht von Windows (Bild: John Macdougall/AFP/Getty Images)

Die beiden Blogs Dr. Windows und Windows Area haben zwei Sachen gemeinsam: Beide bieten eine App mit den Inhalten ihres Blogs an und beide haben gerade juristischen Ärger mit Microsoft. Die Blogs berichten übereinstimmend, dass sie am Samstag Post von einem Microsoft-Anwalt erhalten hätten. Darin seien sie aufgefordert worden, ihre Apps innerhalb eines Arbeitstages aus dem Microsoft Store zu entfernen. Ansonsten werde das betreffende Entwicklerkonto gesperrt. Als Grund seien Markenrechtsverletzungen im Namen der App genannt worden.

Apps wurden bereits aus dem US-Store entfernt

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Beide Blogs haben bereits darauf reagiert und bieten ihre Apps nicht mehr in den USA an. Denn die Markenrechtsverletzung gilt nur für den US-Store. Von der Dr.-Windows-App ist bekannt, dass sie künftig generell nur noch im deutschsprachigen Raum angeboten wird.

Sowohl Dr. Windows als auch Windows Area berichten über Windows-spezifische Themen. Beide Apps sind vor etwas mehr als fünf Jahren erschienen. Es ist nicht klar, weshalb Microsoft sich erst nach so langer Zeit über die Markenrechtsverletzung beklagt. Beide Blogs haben Microsoft kontaktiert und warten nun auf Antwort.

Dr. Windows mit Gruß an Microsofts Rechtsabteilung

Der Chef von Dr. Windows zeigt prinzipiell Verständnis für das Vorgehen von Microsoft und sieht das Unternehmen auch im Recht. Er amüsiert sich aber darüber, dass sich nach vielen Jahren "plötzlich jemand daran stört, und dass dann alles ganz schnell gehen muss".

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Er wendet sich an Microsoft mit den Worten: "Ich wünsche Microsoft dann schon mal viel Erfolg dabei, alle Apps, die in irgendeiner Form 'Windows' im Namen tragen, von der Landkarte zu fegen. Und die zugehörigen Webseiten am besten gleich noch mit dazu. Irgendwie muss doch auch der letzte Enthusiasmus für Produkte aus Redmond totzukriegen sein."

Seinen Beitrag beschließt er mit einem ganz speziellen P.S. an Microsofts Rechtsabteilung, die in dem Schreiben immer vom Windows Store spricht. Dieser wurde allerdings bereits vor längerer Zeit in Microsoft Store umbenannt. Es bleibt unklar, warum Microsofts Rechtsabteilung nicht mit den aktuellen Produktbezeichnungen im Unternehmen vertraut ist.

Einen ähnlichen Fall gab es beim Total Commander

Der Fall erinnert ein wenig an den Fall rund um den Total Commander. Der Dateimanager musste auf Druck von Microsoft vor über 15 Jahren von Windows Commander in Total Commander umbenannt werden. Auch hier ging es um den Schutz der Marke Windows. Zuvor hatte sich Microsoft elf Jahre lang nicht daran gestört, dass der Dateimanager den Namen Windows Commander trug.

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Anonymer Nutzer 13. Feb 2018

Bei mir lief es jedenfalls unter Windows 7 definitiv nicht. (Unter unter Linux dafür...

ArcherV 12. Feb 2018

Vermutlich ist die Community mich sehr viel größer als du denkst.

Tuxgamer12 12. Feb 2018

Bitte? Dir ist klar, dass "Linux" ebenso ein geschützer Name ist, der auch...

divStar 12. Feb 2018

Wer die nutzt und nutzen will, soll es tun. Ich nutze auf meinem PC auch Windows 10...

Mr Miyagi 12. Feb 2018

Exakt, oder so wenn man KDE lieber mag: https://codybonney.com/auto-launch-program-using...



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