Markenrecht: Kultmarke Palm kehrt zurück
Die Kultmarke Palm wird wiederbelebt: HP hat die Markenrechte verkauft. Der neue Besitzer will innovative Mobilgeräte auf den Markt bringen.
Bald wird es wieder eine Firma namens Palm geben und neue Produkte mit dem Palm-Logo. Der bisherige Markenbesitzer HP hat die Rechte an Palm an das chinesische Unternehmen TCL verkauft. TCL tritt als eigene Marke in Deutschland kaum in Erscheinung und vertreibt hier unter anderem Smartphones und Tablets unter der Marke Alcatel Onetouch. Auf der CES 2015 ist eine Smartwatch für 100 Euro vorgestellt worden, die sich mit Android-Smartphones und iPhones verbinden kann.
Mit der offiziellen Bekanntgabe der Markenübernahme durch TCL bestätigen sich entsprechende Vermutungen vom Dezember 2014. Seinerzeit wurde bekannt, dass der Mobilbereich von TCL von HP die Markenrechte an Palm übernommen hatte, was ein PDF-Dokument des US-Patent- und Markenamtes zeigt. Allerdings waren die Hintergründe und Ziele der Übernahme noch unklar.
Palm kehrt als Firma zurück
TCL will in den USA wieder eine Firma mit dem Namen Palm aufbauen, die ihren Sitz im kalifornischen Silicon Valley haben soll. Es ist geplant, Mobilprodukte mit dem Palm-Schriftzug auf den Markt zu bringen, wodurch der neue Besitzer von dem guten Ruf der Marke Palm profitieren will.
Weitere Details zu seinen Plänen will das Unternehmen zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgeben. Noch ist offen, wann erste neue Geräte mit dem Palm-Logo auf den Markt kommen sollen oder wie sich das auf die Marke Alcatel Onetouch auswirken wird. Auch ist unklar, ob es neue Palm-Geräte vor allem in den USA geben wird, wo die Marke wesentlich bekannter ist.
Palm gehört zu den Pionieren im PDA- und Smartphone-Bereich. Angefangen hatte die Firma mit Personal Digital Assistants (PDAs), die später zu Smartphones wurden. 2010 wurde Palm von HP übernommen, und im Vorfeld hieß es, dass sich der neue Eigentümer viel mit WebOS vorgenommen hatte. Umso überraschender kam ein Jahr später das plötzliche Aus der WebOS-Gerätesparte. HP hat ein weiteres Jahr später WebOS an LG verkauft, die das Betriebssystem in ihren Smart-TVs einsetzen.
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