Markenrecht: Ikea will nicht gehackt werden

Seit acht Jahren beschäftigt sich Ikeahackers.net mit nützlichen Anwendungen für Ikea-Möbel. Das schwedische Möbelhaus will die kommerzielle Nutzung seines Namens nun nicht mehr hinnehmen.

Artikel veröffentlicht am ,
Bloggerin Jules Yap ist frustriert über den Verlust ihrer Domain.
Bloggerin Jules Yap ist frustriert über den Verlust ihrer Domain. (Bild: Ikeahackers.net)

Der schwedische Möbelkonzern Ikea geht juristisch gegen die Verwendung seines Firmennamens durch eine Bloggerin vor. Das Blog Ikeahackers.net dürfe in Zukunft nur noch betrieben werden, wenn keine Anzeigen zur Finanzierung mehr geschaltet würden, teilte die Seitenbetreiberin, die sich Jules Yap nennt, auf ihrer Website mit. Darauf habe sie sich mit Ikea geeinigt, nachdem das Unternehmen ihr per einstweiliger Verfügung vor einigen Monaten die Nutzung des Namens untersagt hatte. Da Yap auf die Einnahmen nicht verzichten will, kündigte sie einen Umzug auf eine neue Domain an.

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Die Seite startete vor acht Jahren auf Blogspot und besitzt seit 2007 die aktuelle Domain. Dabei geht alles andere als darum, die Ikea-Produkte zu kritisieren. Im Gegenteil. Sie sei lediglich "ein verrückter Fan", schreibt Yap und sammelt Beispiele, wie Ikea-Möbel sinnvoll eingesetzt, verändert und verschönert werden könnten. Sie stehe auf der Seite von Ikea und mache im Grunde Werbung für die Firma und deren Produkte.

Es ist kaum anzunehmen, dass Ikea das anders sieht. Allerdings gefällt es der Firma offenbar nicht, dass Yap Anzeigen auf der Seite schaltet und damit indirekt mit dem Firmennamen Geld verdient. Der Blogger Cory Doctorow bezeichnet auf Boingboing.net das Vorgehen des Möbelhauses als "großen Blödsinn". Es würden keine Markenrechte verletzt, da der Firmenname rein sachbezogen verwendet werde. Auch die Tatsache, dass mit Ikeahackers Geld verdient werde, habe keine markenrechtliche Bedeutung. Das Vorgehen sei reine Schikane und ein Versuch von Zensur. Markenrechte könnten nicht dazu genutzt werden, jemandem einen sachbezogenen Gebrauch einer Marke zu verbieten.

Dass eine solche Nutzung möglich ist, zeigen Beispiele wie Bildblog.de, das 2004 zur kritischen Auseinandersetzung mit der Bild-Zeitung gegründet wurde, oder Appleinsider.com, das sich seit 1998 mit Nachrichten und Gerüchten rund um Apple beschäftigt. Doctorow zeigte sich schockiert, dass Yaps Anwalt sich auf solch einen "schrecklichen Deal" eingelassen habe.

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stefan93 07. Sep 2014

IKEA ist Hype, günstig sind die auch nicht mehr und die Qualität ist =0 Es gibt zurzeit...

KritikerKritiker 17. Jun 2014

Aha, hatte IKEA Hackers Prototypen von neuen Modellen?

Dwalinn 17. Jun 2014

Naja das ist geschmackssache, ich freu mich das die mich dutzen. Ich selbst Dutze im...

xSynth 17. Jun 2014

Ehm - I know?! :P Ich sagte ja extra > bezüglich Innanet, Networkis usw. < :) Ein "Hack...



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