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Markenimage: Tesla stürzt in Reputationsstudie ab

Laut der Studie Reputation&Trust 2025 sinkt das Ansehen von Tesla in Deutschland auf einen historischen Tiefpunkt. Spitzenreiter ist DM.
/ Nils Matthiesen
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Tesla verliert massiv an Ansehen. (Bild: Leon Neal/Getty Images)
Tesla verliert massiv an Ansehen. Bild: Leon Neal/Getty Images

Der US-Elektroautohersteller Tesla hat in Deutschland massiv an Ansehen verloren. In der aktuellen Studie Reputation&Trust 2025(öffnet im neuen Fenster) belegt das Unternehmen von Elon Musk den letzten Platz unter den untersuchten Firmen. Mit einem Wert von 2,48 auf einer Skala von 1 bis 5 wurde die Reputation als "sehr schlecht" eingestuft. Besonders auffällig ist die Geschwindigkeit des Absturzes: Im Vergleich zum Vorjahr sank der Wert um 0,77 Einheiten.

Laut Riku Ruokolahti von der Analysefirma Reputation and Trust Analytics handelt es sich um den größten Reputationsverlust, den das Institut seit Beginn der Messungen im Jahr 2013 in verschiedenen Märkten beobachtete. Während Tesla das Schlusslicht bildet, steht am anderen Ende der Skala die Drogeriekette DM.

Das Unternehmen erreichte einen Wert von 4,14 und konnte sein Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr sogar signifikant steigern. Dass ein Einzelhändler die Liste anführt, gilt laut den Analysten als ungewöhnlich, unterstreicht aber die stabile Wahrnehmung von DM in allen untersuchten Teilbereichen.

Acht Kategorien der Glaubwürdigkeit

Die Studie basiert auf einem Modell, das die Reputation eines Unternehmens in acht verschiedenen Unterbereichen misst. Dazu gehören neben der finanziellen Lage und der Innovationskraft auch Aspekte wie Führung, Management, Interaktion, Produkte und Dienstleistungen sowie der Arbeitsplatz und die Nachhaltigkeit. Ein hoher Gesamtwert wie bei DM deutet darauf hin, dass ein Unternehmen in all diesen Bereichen als gut oder exzellent wahrgenommen wird.

Bei Tesla hingegen scheint das Vertrauen der Deutschen in diese Kategorien massiv erschüttert zu sein. Da die Auswahl der untersuchten Unternehmen auf einer Vorstudie basiert, in der Befragte spontan besonders seriöse oder unseriöse Firmen nennen mussten, spiegelt das Ergebnis eine starke Polarisierung und eine aktive Ablehnung der Marke in der deutschen Öffentlichkeit wider.

Methodik der Erhebung

Für die Untersuchung in Deutschland wurden im Juni 2025 insgesamt 3.594 Bürger im Alter zwischen 15 und 65 Jahren über einen elektronischen Fragebogen befragt. Die Stichprobe wurde nach Geschlecht, Alter und Wohnort gewichtet, um repräsentativ für die Gesamtbevölkerung zu sein. Insgesamt nahmen an der internationalen Studie, die in sechs Ländern durchgeführt wurde, fast 27.000 Personen teil. In jedem Land wurden die 30 am häufigsten genannten Unternehmen detailliert analysiert, woraus schließlich die Top-10- und Flop-10-Listen resultierten.


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