Mark Shuttleworth: Canonical erwägt offenbar Börsengang

Noch ist das Ubuntu-Unternehmen Canonical in Privatbesitz und die Verluste werden hauptsächlich durch das Vermögen von Mäzen Mark Shuttleworth beglichen. Das könnte sich jedoch schon bald ändern. Denn offenbar erwägt Shuttleworth den Börsengang seines Unternehmens, wie er im Interview mit dem US-Medium ZDNet(öffnet im neuen Fenster) sagte.
Demnach sei die Entscheidung dazu zwar noch nicht gefallen, er denke aber ernsthaft darüber nach. Zwar müsse dieser Schritt zuvor mit dem Führungsteam von Canonical abgestimmt werden, die Idee sei jedoch in den vergangenen Monaten intern in beträchtlichem Umfang diskutiert worden, heißt es weiter. Als Grund für die Überlegungen wird angegeben, dass der Markt die Bemühungen von Canonical mittlerweile verstehen könne.
Cloud-Geschäft bringt Geld
Das 2004 gegründete Unternehmen gilt vielen Beobachtern größtenteils als Verlustgeschäft, das sich nur durch die persönlichen Finanzen von Shuttleworth selbst hat halten können. Vor allem durch die Anstrengungen der vergangenen Jahre im Cloud-Bereich hat sich das wohl aber geändert. So sei die Openstack-Sparte mittlerweile gewinnbringend, sagt der Unternehmensgründer. Immerhin sei die Kombination von Ubuntu und Openstack mit Abstand die am weitesten verbreitete am Markt, auch große Telekommunikationsunternehmen würden diese einsetzen.
Als reines Cloud-Unternehmen werde sich Canonical aber nicht positionieren, die bisher eher auf Endnutzer ausgelegten Geschäftsbereiche sollten erhalten bleiben. Shuttleworth gibt sich auch nach wie vor überzeugt davon, dass Smartphones mit Ubuntu als Betriebssystem Gewinn einbringen werden. Noch erscheint dieses Ziel aber weit entfernt, da bisher nur ein Gerät frei im Verkauf ist und ein zweites erst vor kurzem in China für Entwickler gestartet ist. In diesem Jahr sollen aber weitere Modelle erscheinen.



