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Mark Nottingham: Entwicklung von HTTP/2.0 beginnt mit SPDY

Die IETF setzt auf Googles Protokoll SPDY, um HTTP/2.0 zu entwickeln. Der Nachfolger von HTTP/1.1 soll das Surfen im Web schneller beschleunigen.
/ Jens Ihlenfeld
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Leiter der IETF-Arbeitsgruppe HTTPBIS (Bild: Mark Nottingham)
Leiter der IETF-Arbeitsgruppe HTTPBIS Bild: Mark Nottingham

Die IETF-Arbeitsgruppe HTTPBIS, in der die Entwicklung von HTTP/2.0 angeschoben wurde, hat Googles Protokoll SPDY als Ausgangspunkt für die Entwicklung der nächsten HTTP-Generation festgelegt(öffnet im neuen Fenster) . Mark Nottingham, der die Arbeitsgruppe leitet, betont ausdrücklich, dass SPDY nicht als HTTP/2.0 adaptiert wird, sondern als Diskussionsgrundlage dient, damit die Arbeitsgruppe nicht bei null anfangen muss.

Neben SPDY gab es zwei konkurrierende HTTP/2.0-Kandidaten: HTTP Speed+Mobility von Microsoft und Network-Friendly HTTP Upgrade, an dessen Entwicklung unter anderem der Varnish-Autor Poul-Henning Kamp beteiligt war. Microsofts Vorschlag setzte im Kern auf SPDY auf, weicht aber in einigen Bereichen ab. So bezieht Microsoft Websockets mit ein und soll vor allem bei mobilen Geräten und Apps Vorteile bieten. Das Varnish Cache Project, das mit Varnish einen populären HTTP-Proxy entwickelt, lehnt SPDY hingegen ab. Varnish-Autor Kamp zeigte sich aber von keinem der drei Entwürfe begeistert, was ausdrücklich auch den betrifft, an dem er selbst mitgearbeitet hat. Er fordert einen deutlich radikaleren Schritt, um ein Protokoll zu entwickeln, das für die nächsten 20 Jahre genutzt wird.

Laut Mark Nottingham hat sich die zuständige IETF-Arbeitsgruppe aber auf SPDY als Ausgangsbasis für HTTP/2.0 geeinigt. So sollen die HTTP-Methoden, Status-Codes und auch die meisten Header nicht verändert werden. Vielmehr geht es primär um die Frage, wie das Protokoll letztendlich abgewickelt wird, damit die Datenübertragung effizienter wird.

Zunächst soll die Diskussion in der Mailingliste weitergehen, um eine gemeinsame Charter(öffnet im neuen Fenster) für die Entwicklung von HTTP/2.0 zu verabschieden. Wenn das gelingt und auch die IESG zustimmt, kann die eigentliche Arbeit beginnen.

Explizit kein Bestandteil der Arbeit wird die Definition neuer HTTP-Authentifizierungsschemata. Das sei zwar ein wichtiges Thema, die HTTPBIS-Arbeitsgruppe aber nicht der richtige Rahmen dafür.


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