Marissa Mayer: Yahoo verbietet Homeoffice wegen sinkender Arbeitsmoral

Ein Yahoo-Mitarbeiter spricht über die Hintergründe für das Homeoffice-Verbot bei Yahoo. Die Möglichkeit soll von einigen Beschäftigten sogar zur Startup-Gründung missbraucht worden sein.

Artikel veröffentlicht am ,
Yahoo-Chefin Marissa Mayer im Januar 2013
Yahoo-Chefin Marissa Mayer im Januar 2013 (Bild: Johannes Eisele/AFP/Getty Images)

Die neue Yahoo-Chefin Marissa Mayer fordert alle Beschäftigten, die im Homeoffice arbeiten, dazu auf, ins Yahoo-Büro zu wechseln. Das berichtet die New York Times unter Berufung auf ein Schreiben aus der Personalabteilung des Internetunternehmens an die Mitarbeiter. Der ungewöhnliche Vorstoß hat in den USA eine breite Debatte ausgelöst.

Stellenmarkt
  1. SAP FICO Berater (m/w/x)
    über duerenhoff GmbH, Raum Frankfurt am Main
  2. Network / Security Engineer (m/w/d)
    HCD Consulting GmbH, München
Detailsuche

Ein namentlich nicht genannter Yahoo-Mitarbeiter sagte der New York Times, dass sich die Arbeitsmoral bei Yahoo bei einigen Beschäftigten im Laufe der Zeit verschlechtert habe. Einige hätten das Homeoffice sogar genutzt, um nebenher ein Startup zu gründen. Eine Yahoo-Sprecherin sagte der New York Times über die neue Regelung: "Dies ist keine Aussage über das Arbeiten von zu Hause für die ganze Branche. Es geht darum, was jetzt das Richtige für Yahoo ist."

Zuerst berichtete das Blog All Things D über die neue Unternehmenspolitik. Betroffen seien einige hundert Beschäftigte, viele davon seien über die Vorschrift verärgert, weil sie wegen der Möglichkeit, von zu Hause zu arbeiten, einen Job bei Yahoo gesucht hätten.

Jackie Reses, Director für Human Resources bei Yahoo, schrieb im Auftrag von Mayer an die Mitarbeiter: "Einige der besten Ideen und Einsichten entstehen durch Diskussionen im Korridor oder in der Cafeteria, dadurch, dass man neue Leute trifft oder auf spontanen Teamtreffen. Geschwindigkeit und Qualität leiden oft, wenn wir von zu Hause arbeiten." Mayer könnte so auch versuchen, Mitarbeiter ohne Entlassungen loszuwerden.

Golem Karrierewelt
  1. Einführung in Unity: virtueller Ein-Tages-Workshop
    13.10.2022, Virtuell
  2. Informationssicherheit in der Automobilindustrie nach VDA-ISA und TISAX® mit Zertifikat: Zwei-Tage-Workshop
    22./23.11.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Laut statistischen Angaben des US-Arbeitsministeriums arbeiten 24 Prozent der Beschäftigten mindestens eine Stunde in der Woche von zu Hause aus. Und 63 Prozent der Arbeitgeber gaben 2012 an, ihren Mitarbeitern diese Möglichkeit zu gewähren. Im Jahr 2005 war Homeoffice erst bei 34 Prozent der US-Firmen möglich.

Google und Facebook erlauben ihren Beschäftigten von Fall zu Fall, zu Hause zu arbeiten, legen aber auch einen großen Wert auf Teamarbeit.

Die Bank of America hatte ein umfassendes Homeoffice-Programm, begann aber 2012, Mitarbeiter in bestimmten Positionen wieder ins Büro zurückzuholen.

Studien zeigten, dass Menschen, die zu Hause arbeiten, wesentlich produktiver, aber weniger innovativ sind, sagte John Sullivan, Professor für Management an der San Francisco State University. "Wenn Sie Innovationen wollen, dann müssen sie die Interaktion fördern", erklärte er der New York Times. "Wenn sie Produktivität wollen, dann lassen sie die Menschen von zu Hause aus arbeiten."

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


net_cyborg 28. Feb 2013

Nur dass ich noch nirgends lesen konnte, dass die gute Frau bzw. "Yahoo" davon...

StaticBool 28. Feb 2013

Meine eigene, natürlich persönliche Erfahrung ist auch der gute Mix zwischen beiden...

asic 28. Feb 2013

Dem kann ich mich nur anschließen. Unsere Entwickler arbeiten in zwei-wöchigen Sprints...

yeti 28. Feb 2013

Flexibilität wird ja immer von den Mitarbeitern gefordert. Aber wie ist das bei den...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Neue Grafikkarten
Erste Preise für Nvidias Geforce RTX 4090 aufgetaucht

Der US-Händler Newegg gibt einen Blick auf die Preise der Nvidia-Ada-Grafikkarten. Sie werden teurer als die Geforce RTX 3090 zuvor.

Neue Grafikkarten: Erste Preise für Nvidias Geforce RTX 4090 aufgetaucht
Artikel
  1. Smart Home Eco Systems: Was unterscheidet Alexa von Homekit von Google Home?
    Smart Home Eco Systems
    Was unterscheidet Alexa von Homekit von Google Home?

    Alexa, Homekit, Google Home - ist das nicht eigentlich alles das Gleiche? Nein, es gibt erhebliche Unterschiede bei Sprachsteuerung, Integration und Datenschutz. Ein Vergleich.
    Eine Analyse von Karl-Heinz Müller

  2. Hideo Kojima: Es sollte ein Death-Stranding-Spiel für Google Stadia geben
    Hideo Kojima
    Es sollte ein Death-Stranding-Spiel für Google Stadia geben

    Hideo Kojima arbeitete am Exklusivtitel für Stadia. Das wurde vorzeitig eingestellt, auch weil Google nicht an Einzelspieler-Games glaubte.

  3. Superbase V: Zendures Solarstation mit 6.400 Wh kommt mit hohem Rabatt
    Superbase V
    Zendures Solarstation mit 6.400 Wh kommt mit hohem Rabatt

    Vor dem Verkaufsstart über die eigene Webseite verkauft Zendure seine Superbase V über Kickstarter - mit teilweise fast 50 Prozent Rabatt.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Razer DeathAdder V3 Pro 106,39€ • Alternate (u. a. Kingston FURY Beast RGB 32 GB DDR5-6000 226,89€, be quiet! Silent Base 802 Window 156,89€) • MindFactory (u. a. Kingston A400 240/480 GB 17,50€/32€) • SanDisk microSDXC 400 GB 29,99€ • PCGH-Ratgeber-PC 3000 Radeon Edition 2.500€ [Werbung]
    •  /