Mario, Zelda und Co.: Für wen sich die Nintendo Switch OLED lohnen könnte

Ob wir Neukunden sind oder bereits eine Nintendo Switch besitzen: Lohnt der Kauf des neuen OLED-Modells? Golem.de gibt einen Überblick.

Eine Analyse von veröffentlicht am
Die Entscheidung zwischen Switch (l.), Switch OLED (m.) und Switch Lite (r.) fällt nicht leicht.
Die Entscheidung zwischen Switch (l.), Switch OLED (m.) und Switch Lite (r.) fällt nicht leicht. (Bild: Nintendo/Montage: Golem.de)

Ja, es wird eine neue Version der Nintendo Switch geben. Allerdings hat das Unternehmen statt einer leistungsfähigeren Switch Pro ein OLED-Modell vorgestellt, das weniger Änderungen bringt, als sich einige Fans vielleicht gewünscht haben. Für wen lohnt es sich also, die für den Oktober 2021 geplante Spielekonsole zu kaufen? Golem.de gibt eine Einschätzung.

Inhalt:
  1. Mario, Zelda und Co.: Für wen sich die Nintendo Switch OLED lohnen könnte
  2. Switch-Besitzer müssen mehr nachdenken

Eines vornweg: Auch das OLED-Modell wird keine 4K-Auflösungen am Fernseher unterstützen. Da Nintendo nicht von einer besseren Leistung oder erhöhten Akkulaufzeit gegenüber dem bisherigen Standardmodell gesprochen hat, wird wohl auch das OLED-Modell weiterhin den Tegra-X1+-Chip verwenden. Dieser wurde von Nvidia entwickelt und wird bei TSMC im 16-nm-Verfahren gebaut.

Das bedeutet: Auch die neue Switch wird beliebte Titel wie Zelda: Breath of the Wild und Super Smash Bros. Ultimate nicht immer in 30 fps, geschweige denn die bei Playstation 5 und Xbox Series X etablierten 60 fps beschleunigen können. Die Switch ist nichts für Grafikfans und für Menschen, die stabile Bildraten wollen. Das wird sich beim OLED-Modell nicht ändern.

Zudem legt Nintendo das Switch-Ökosystem zu einem großen Teil auf die typischen Marken mit Figuren wie Super Mario, Link, Yoshi, Kirby, Donkey Kong und Bowser aus. Zwar portieren immer mehr Spielestudios einige Games wie Diablo 3 oder The Elder Scrolls 5: Skyrim auch für die Switch. Die Auswahl an solchen AAA-Titeln ist allerdings im Vergleich zu Sonys und Microsofts Spielekonsolen eher gering. Kunden, die von Nintendo-Franchises und vielen aus Japan und generell Asien stammenden Titeln wenig halten, werden mit der Switch OLED nicht unbedingt glücklich.

Nintendo-Fans ohne Switch empfehlen wir die OLED-Version

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Für die, die sich schon immer eine Switch kaufen wollten, es bisher aber nicht getan haben: Die OLED-Version bringt mehr als nur OLED. Der Bildschirm ist generell größer und misst 7 (17,8 cm) statt bisher 6,2 Zoll (15,7 cm) - knapp 13 Prozent mehr.

Das mag nominell nicht viel sein, wird aber gerade im mobilen Modus doch eine Menge ausmachen. Das gilt besonders bei Spielen wie Skyrim, die mit ihren kleinen Menüs und GUI-Elementen eigentlich nicht für diese Bildschirmgrößen ausgelegt sind. Die Displayränder werden dabei schmaler, was dem OLED-Modell ein moderneres Aussehen verleiht. Die Abmessungen sind mit 24,2 x 10,2 x 1,4 cm nur minimal größer. Die derzeitige Switch ist 23,9 cm lang.

Im Normalfall bedeutet der Wechsel auf OLED auch, dass Schwarzwerte und Kontraste besser dargestellt werden. OLED-Panels sind zudem reaktionsschnell und ziehen weniger Schlieren bei schnellen Bewegungen. Es ist also mit einer generell besseren Bildqualität beim Zocken zu rechnen, obwohl das praktisch erst zum offiziellen Release getestet werden kann.

In wenigen Situationen kann auch der Energiebedarf sinken, da OLED-Pixel sich bei Schwarzwerten komplett abschalten. Generell dürfte die Akkulaufzeit davon aber kaum beeinflusst werden, wenn wir nicht die ganze Zeit Diablo 3 in dunklen Verliesen spielen oder uns durch Dämonenschergen in Doom Eternal schlagen.

Nintendo Switch Konsole - Neon-Rot/Neon-Blau

Die OLED-Version wird zudem mit einem überarbeiteten Standfuß ausgeliefert. Ähnlich wie bei Microsofts 2-in-1-Gerät Surface Pro ist dieser dynamisch im Winkel verstellbar. Er wirkt in ersten Produktvideos und Fotos stabiler, da er eine über die gesamte Gehäuselänge gezogene Kunststoffklappe verwendet.

  • Nintendo Switch OLED (Bild: Nintendo)
  • Nintendo Switch OLED (Bild: Nintendo)
  • Nintendo Switch OLED (Bild: Nintendo)
  • Nintendo Switch OLED (Bild: Nintendo)
  • Nintendo Switch OLED (Bild: Nintendo)
  • Nintendo Switch OLED (Bild: Nintendo)
  • Nintendo Switch OLED (Bild: Nintendo)
  • Nintendo Switch OLED (Bild: Nintendo)
  • Nintendo Switch OLED (Bild: Nintendo)
  • Nintendo Switch OLED (Bild: Nintendo)
Nintendo Switch OLED (Bild: Nintendo)

Die bisherigen Switch-Modelle sind stattdessen mit einen wackeligen dünnen Standfuß ausgestattet, der nicht verstellbar ist. Es passiert daher nicht selten, dass die Konsole bei Turbulenzen im Flugzeug oder einer wackeligen Bahnfahrt umfällt. Das sollte beim OLED-Modell nicht mehr passieren.

Mehr Flash-Speicher könnte auch schneller sein

Der interne Flash-Speicher erhöht sich bei OLED-Modell von 32 GByte auf 64 GByte. Das bringt den offensichtlichen Vorteil, dass darauf mehr Spiele installiert werden können, hat aber einen weiteren, weniger sichtbaren Vorzug. Typischerweise ist selbst eMMC-Speicher schneller als eine Micro-SD-Karte (die hier weiterhin einsteckbar ist). Das bedeutet schnellere Ladezeiten für Games, die auf dem internen Speicher installiert sind.

Allein aus diesen Gründen würden wir Neukunden das OLED-Modell trotz Aufpreis immer vor dem Standardmodell empfehlen. Es würde uns nicht wundern, wenn letzteres irgendwann obsolet wird.

Bei Kunden, die bereits eine Switch oder Switch Lite besitzen, ist die Sache schwieriger.

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Switch-Besitzer müssen mehr nachdenken 
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cruse 09. Jul 2021

Die ganz kurze Antwort: Für Nintendo!

Kakiss 08. Jul 2021

Jop, die Wahrscheinlichkeit ist aus dem Verhalten in der Vergangenheit durchaus...

OMGle 07. Jul 2021

War einer der Gründe, warum ich aufgehört habe, unterwegs zu spielen: zu viele unlesbare...

countzero 07. Jul 2021

Das lässt sich vermutlich erst beantworten, wenn ein Tester das Gerät in Händen hält...



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