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Many-to-Many-Kommunikation: Bluetooth macht sich für den Gebäudeeinsatz bereit

Bluetooth für den Einsatz in der Gebäudeautomation und in Smart Homes ist eigentlich keine gute Idee. Zentrale Anlaufstellen und Reichweiten von 10 und in seltenen Fällen 100 Metern sind nicht genug. Das hat auch die Bluetooth Special Interest Group erkannt und will auf 2,4 GHz ein Mesh-Netzwerk aufbauen.

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Bluetooth-Nodes vernetzen sich.
Bluetooth-Nodes vernetzen sich. (Bild: Bluetooth SIG)

Bluetooth wird in Zukunft Mesh-fähig. Das heißt: Datenpakete werden nicht nur von Gerät A zu Gerät B übertragen, sondern können den Umweg über ein drittes oder noch mehr Geräte machen. Damit beseitigt die Bluetooth Special Interest Group (SIG) einen der großen Nachteile, wenn es um Heim- oder Gebäudeautomation geht. Homekit-Nutzer kennen das bereits. Die Reichweite von Bluetooth reicht nicht, um vom Wohnzimmer aus eine ganze Wohnung aus anzusprechen. Zwar ist Bluetooth auf bis zu 100 Metern Reichweite im 2,4-GHz-Band spezifiziert, und mit anderen Funkprotokollen sind im 2,4-GHz-Band sogar mehrere Kilometer möglich (Motorola DTR), doch die meisten Hersteller setzen auf kürzere Reichweiten.

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Kompatibel mit der Mesh-Technik wird allerdings nur Bluetooth LE sein, also die Low-Energy-Variante, die auch Bluetooth Smart genannt wird. Bluetooth Classic bleibt außen vor und damit auch Geräte mit hohen Datenraten. Abgelöst wird Bluetooth Classic aber nicht, die beiden zueinander inkompatiblen Techniken haben weiter ihre Existenzberechtigung.

Die Vernetzung mehrerer Tausend Geräte soll mit Bluetooth LE Mesh möglich sein. Die Spezifikation sieht laut der SIG sogar 32.000 Geräte vor. Allerdings wird das nicht so bald in Anwendungsszenarien erwartet. Bluetooth sieht derzeit vor allem den Einsatz in der Industrie. Prinzipiell denkbar wäre aber auch der Einsatz im Heimbereich. Hier konkurriert Bluetooth mit Techniken wie Enocean, Zigbee, Z-Wave und 6LoWPAN, die im Smarthome-Bereich breite Anwendung finden und teils sogar in Routern verbaut werden. Allerdings fehlen die Funktechniken in Smartphones, so dass der Einsatz einer Bridge notwendig ist, die bei Bluetooth entfällt.

Mit Bluetooth Mesh wird das Reichweitenproblem deutlich reduziert, sofern genug Geräte in der Umgebung verteilt sind. Auch der Ausfall eines Kommunikationsweges soll kein Problem darstellen, da Daten einfach über andere Nodes verteilt werden. Wohnhäuser, Lagerhallen und Stadien dürften sich mit der neuen Bluetooth-Technik ausstatten lassen.

Die einzelnen Bluetooth-Nodes im Mesh-Netzwerk müssen nicht zwangsläufig Daten weiterleiten. Energiesparende Sensoren beispielsweise werden dies nicht tun. Sie müssen aber Mesh-kompatibel sein und entweder auf Bluetooth LE 4.x oder 5.x setzen. Solche End-Nodes müssen sich zudem im Netzwerk nur alle vier Tage melden, so dass ein batteriebasierter Einsatz unproblematisch ist.

Erste Produkte auf der Mesh-Basis soll es noch im Jahr 2017 auf dem Markt geben. Weitere Informationen finden sich in der Bluetooth-Mesh-FAQ. Auch die Spezifikationen für Profile, Model und Device Properties sind frei verfügbar.



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as (Golem.de) 19. Jul 2017

Hallo, Hmm,... Audio over BLE geht wohl. Wobei ich jetzt kein Gerät bisher genutzt habe...


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