Manuelles Schaltgetriebe: Toyota will Pseudo-Handschaltung für E-Autos entwickeln

Auf ein pseudo-manuelles Getriebe für Elektroautos muss man erst einmal kommen. Ingenieure von Toyota haben eine Lösung entwickelt, die Autofahrern das Gefühl vermittelt, einen Schaltwagen zu bedienen, und nennen es in ihrer Patentanmeldung auch so: Pseudo-Kupplungspedal und Pseudo-Schalthebel.
In der Patentschrift(öffnet im neuen Fenster) heißt es, dass das Drehmoment des Elektromotors im Zusammenspiel mit den Pedal- und Schalterbetätigungen anpasst werden soll. Sogar die Schaltreaktion soll abgebildet werden.
Das einzige uns bekannte Mehrgang-Getriebe bei einem Elektroauto hat Porsche im Taycan Turbo S und Taycan Turbo(öffnet im neuen Fenster) verbaut. An der Hinterachse befindet sich ein Zweigang-Getriebe.
Der erste Gang verschafft dem Taycan eine stärkere Beschleunigung vom Start weg, während der lang übersetzte zweite Gang eine hohe Effizienz und ebensolche Leistungsreserven auch bei sehr hohen Geschwindigkeiten sicherstellen soll. Der erste Gang kommt vor allem in den Fahrmodi Sport und Sport Plus zum Einsatz. Der zweite Gang ist wie das Getriebe an der Vorderachse mit circa 8:1 übersetzt. Acht Umdrehungen der E-Maschine entsprechen hier also einer Radumdrehung.
Was Toyota im Gegensatz dazu vorschwebt, ist kein echtes Mehrganggetriebe, sondern die Simulation davon. Das könnte einige Interessierte überzeugen, die bisher den Umstieg zum Elektroauto wegen der Pflichtautomatik nicht mitgehen wollten.