Manipulierter Messenger Anom: Erstes Urteil in Österreich wegen Drogenhandel

Ein Täuschungsmanöver des FBI führte weltweit zu Festnahmen. In Österreich muss nun ein 39-Jähriger in Haft, seine Kontakte bleiben unbekannt.

Artikel veröffentlicht am , Anna Biselli
Der Verurteilte dachte wohl, dass niemand mitliest. (Symbolbild)
Der Verurteilte dachte wohl, dass niemand mitliest. (Symbolbild) (Bild: Asterfolio/unsplash.com)

Mehr als 800 Festnahmen in 16 Ländern gab es Mitte des Jahres nach der Operation Trojan Shield. Das FBI hatte in Kooperation mit anderen Behörden dabei einen vermeintlich abhörsicheren Messenger unter dem Namen Anom angeboten und die Kommunikation mitgeschnitten, um etwa Drogenhändlern auf die Schliche zu kommen. In Österreich gab es nun die erste Verurteilung aufgrund der so erlangten Informationen: Ein 39-Jähriger muss wegen Drogenhandels drei Jahre in Haft.

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Bei einer Durchsuchung fanden die Ermittler ein Anom-Handy bei dem Angeklagten und konnten seinen Nutzernamen der Person zuordnen. Die Kontaktpersonen des 39-Jährigen sind weiterhin unbekannt. Es ist unklar, wer hinter den Pseudonymen steckt, die sie für die Kommunikation nutzten. Der Verurteilte wollte dazu nichts sagen, seine Auftraggeber hätten seinen Pass fotografiert.

In Deutschland hatte es nach den internationalen Ermittlungen 150 Durchsuchungen und mehr als 70 Festnahmen gegeben, in Österreich waren es 80 Festnahmen. Zahlreiche Verfahren dürften noch anstehen. Währenddessen laufen Gerichtsverhandlungen im Kontext des Encrochat-Hacks. Dabei konnte die Polizei in den Niederlanden und Frankreich einen Anbieter von Krypto-Handys kompromittieren und Nachrichten abfangen.

In Dresden wurde etwa bereits eine Person wegen Drogenhandels verurteilt, in Bremen muss ein geständiger Mann wegen Waffenhandels in Haft.

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