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Manipulative SEO-Taktik: Perplexity blockiert versteckte Werbung für KI-Bots

In speziellen Markdown-Webseiten versteckte Werbung für KI-Crawler gefährdet laut Perplexity das Vertrauen der Nutzer in Suchmaschinen.
/ Mike Faust
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Perplexity warnt Publischer vor einem Verlust der Vertrauenswürdigkeit im Suchindex. (Bild: Reuters)
Perplexity warnt Publischer vor einem Verlust der Vertrauenswürdigkeit im Suchindex. Bild: Reuters

Das KI-Unternehmen Perplexity hat damit begonnen, die vom Time Magazin speziell für KI-Agenten im Code von Webseiten platzierten Werbeanzeigen zu blockieren. Wie das Fachmagazin Digiday berichtet(öffnet im neuen Fenster), stuft Perplexity diese Methode als täuschende Werbung (deceptive advertising) ein.

Dem Magazin erklärte der Kommunikationschef von Perplexity, Jesse Dwyer, dass das Unternehmen kontinuierlich daran arbeite, Nutzer vor täuschenden Praktiken zu schützen. Publisher, die derartige Techniken verwenden, warnt Dwyer vor einer Abwertung der Reputation und eines Verlusts der Vertrauenswürdigkeit im Suchindex von Perplexity.

Wie genau die Blockade funktioniert, erläuterte Perplexity nicht. Branchenexperten vermuten jedoch laut Digiday, dass Perplexity seinen KI-Bots schlicht die Anweisung gegeben hat, werbliche oder irrelevante Informationen beim Crawlen zu ignorieren.

Erhöhtes Risiko, dass KI Werbung als Fakten wiedergibt

Zuvor ließ das Time Magazin auf Basis von Marken-Briefings Werbeinhalte in Markdown-Versionen seiner Artikelseiten einbetten. Diese waren für menschliche Besucher der normalen Webseite nicht zu sehen, wurden aber von Web-Crawlern gescannt, die die Werbeaussagen als direkte Fakten erfassten. Das Time Magazin kennzeichnete die entsprechenden Abschnitte im Code der Artikelseiten als gesponserten Inhalt, um Kritik vorzubeugen.

Die Methode des Time Magazins wird als Cloaking bezeichnet, wobei es sich um eine manipulative SEO-Taktik handelt, um Suchmaschinenbots andere Inhalte zu präsentieren als menschlichen Besuchern. Das Risiko dabei ist, dass eine KI werbliche Behauptungen als Fakten ausgibt, sobald die Markierung als gesponserter Beitrag beim Auslesen verloren geht.

Vonseiten der Werbebranche wird hingegen argumentiert, dass KI-Modelle korrekte und vom Markenhersteller verifizierte Fakten benötigten, um präzise Antworten liefern zu können.


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