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Ein moderner 2.0-TDI-Biturbo-Motor von Volkswagen. Gesteuert werden solche Aggregate von komplexer Software.
Ein moderner 2.0-TDI-Biturbo-Motor von Volkswagen. Gesteuert werden solche Aggregate von komplexer Software. (Bild: Ralph Orlowski/Reuters)

Trick fällt beim Abgastest nicht auf

Die können dann beispielsweise vorgeben, dass das Gemisch von Kraftstoff zu Luft verändert wird. Mehr Kraftstoff und weniger Luft führen zu weniger Stickoxid - einem giftigen und gesundheitsgefährdenden Stoff, dessen Werte in den USA besonders niedrig sein müssen. Denn je mehr Luft enthalten ist, desto heißer wird es in der Brennkammer und desto mehr des in der Luft enthaltenen Stickstoffs verbrennt. Der Motor ist dann zwar nicht mehr so spritzig, aber auf dem Prüfstand ist das egal, dort geht es nicht um Fahrspaß.

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Solche Einstellungen der Software sind nicht zu entdecken, jedenfalls nicht mit den normalen Abgastests. Denn das Auto verhält sich im Prüfzyklus völlig normal. In den USA waren die Unterschiede nur aufgefallen, weil Umweltschützer des International Council for Clean Transportation (ICCT) Forscher der Universität von West Virginia gebeten hatten, die Prüfstandswerte einiger Autos mit den Werten im normalen Straßenbetrieb zu vergleichen.

Warum sich VW so lange in Sicherheit wähnte

Vielleicht liegt hier der Grund, weshalb sich Volkswagen so lange in Sicherheit wähnte. Denn der 2.0-TDI-Dieselmotor mit der VW-internen Typbezeichnung EA 189, über den jetzt so heiß diskutiert wird, ist schon viele Jahre alt. Die ersten Autos mit diesem Motor wurden in den USA 2008 zugelassen. Damals jedoch gab es noch keine so gut funktionierenden Geräte, mit denen man den Abgasausstoß während der Fahrt hätte messen können.

Jahrelang keine Gefahr, aufzufliegen

Solche Portable Emission Measurement Systems, PEMS abgekürzt, wurden Ende der neunziger Jahre erstmals entwickelt. Doch bis heute kommen sie, was die Genauigkeit ihrer Ergebnisse angeht, nicht an stationäre Prüfstände heran. Für Emissionstests vorgeschrieben sind sie gleich gar nicht. Für Volkswagen bestand also jahrelang keine Gefahr, bei der Manipulation ertappt zu werden.

Und auch nicht für andere Hersteller. In den ursprünglichen Tests des ICCT waren auch andere Marken unangenehm aufgefallen. Die Studie listete neben Volkswagen auch Autos von Volvo, Renault und Hyundai auf. Sie alle produzieren auf der Straße zu hohe Stickoxid-Emissionen. Die US-Umweltbehörde ermittelt noch, ob vielleicht auch diese Hersteller die Tests manipuliert haben.

Bis heute hat niemand außerhalb des VW-Konzerns den Code gesehen, mit dem die Abgastests überlistet wurden, auch nicht die Mitarbeiter vom ICCT oder die Forscher von der Universität von West Virginia. Die Autokonzerne schützen ihre Programme wie Coca-Cola sein Brauserezept.

 Manipulation beim Abgastest: Warum die VW-Mogelsoftware so lange nicht entdeckt wurdeWer bei VW wusste davon? 

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Kaiopa 03. Nov 2015

Deine Frage finde ich geil! Absolut berechtigt in einem Land wo für die Allgemeinheit in...

Wed 03. Nov 2015

Ich vermute mal keiner von den Kommentatoren hier versteht wirklich die Bedeutung von...

Moe479 01. Nov 2015

solarkollektroren(wärme) oder photovoltaik(strom)? bei letzteren sind die vergiftungen...

GangnamStyle 18. Okt 2015

und die heißt Offenlegung der Steuersoftware aller Hersteller. Man müsste bei der...

Proctrap 10. Okt 2015

schlupfregelung, es dreht sich nur Teil der Räder (außer es ist ein Allrad), daher muss...



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