Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Manifest v3: Microsoft will weiter Adblocker in Edge erlauben

Eine neue Chrome-API könnte Adblocker beschränken. Auch Microsofts Edge soll diese nutzen, die Funktion der Technik aber nicht einschränken.
/ Sebastian Grüner
15 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Der Edge-Browser soll auch mit dem Manifest v3 weiter Adblocker unterstützen. (Bild: Microsoft)
Der Edge-Browser soll auch mit dem Manifest v3 weiter Adblocker unterstützen. Bild: Microsoft

Microsofts neuer Edge-Browser wird künftig das sogenannte Manifest v3 unterstützen. Dabei handelt es sich um eine Sammlung von neuen Netzwerk-Schnittstellen des Browsers, die Google seit mehr als einem Jahr für seinen Chrome-Browser testet, der auch auch als Grundlage für Edge dient. Google wurde vorgeworfen, damit die Entwicklung von Werbeblockern zu verhindern, Microsoft will dies nun aber explizit weiter ermöglichen.

"Die Entscheidung, die Änderungen des Manifest v3 zu akzeptieren, basiert auf unserem Engagement, Datenschutz, Sicherheit und Leistung zum Nutzen unserer Endbenutzer zu verbessern und Entwicklern die Möglichkeit zu geben, Microsoft Edge zu erweitern und umfassende Erfahrungen bereitzustellen,"heißt es dazu in der Ankündigung des Unternehmens(öffnet im neuen Fenster).

Streitpunkt der Änderungen des Manifest v3 ist die neue Declarative Net Request API, die Kritikern zufolge im Vergleich zu bisher eben keine einfache Möglichkeit bietet, Netzwerkanfragen direkt im Browser zu blockieren. Microsoft schreibt dazu: "Wir glauben, dass ein Großteil dieser Probleme behoben wurde oder gelöst werden wird, bevor die Web Request API entfernt wird".

Das Unternehmen weist außerdem darauf hin, die Diskussion vor allem aus Sicht der Nutzer von Adblockern ernst zu nehmen: "Wir erkennen den Wert von Erweiterungen zum Blockieren von Inhalten an und schätzen die Rolle, die sie bei der Anerkennung der Wahl der Benutzer spielen, indem sie Werbung blockieren und den Datenschutz durch Blockieren von Cookies verbessern. Wir möchten, dass Entwickler diese Funktionen weiterhin anbieten".

Wann die geplanten Änderungen letztlich in Chrome und auch in Edge stabil veröffentlicht werden, ist derzeit jedoch nicht bekannt. Microsoft versichert aber, seinen Zeitplan dazu detailliert zu veröffentlichen, sobald die Änderungen finalisiert wurden.


Relevante Themen