Manifest v3: Firefox soll neue Erweiterungs-API von Chrome bekommen

Chrome nutzt das Manifest v3 bereits, Firefox soll noch in diesem Jahr folgen. Adblocker werden aber nicht eingeschränkt.

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Der Firefox-Browser soll das Manifest v3 nutzen.
Der Firefox-Browser soll das Manifest v3 nutzen. (Bild: Christopher Judd, flickr.com/CC-BY 2.0)

In seinem Addons-Blog beschreibt das Entwicklungsteam von Mozillas Firefox-Browser detailliert seine Pläne zur Umsetzung des sogenannten Manifest v3. Der Ankündigung zufolge will das Team ab dem kommenden Jahr 2022 Erweiterungen akzeptieren, die das neue Regelwerk Manifest v3 nutzen. Die technischen Voraussetzungen dazu sollen bis zum Ende das laufenden Jahres 2021 im Firefox umgesetzt werden.

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Beim Manifest v3 handelt es sich um ein Regelwerk sowie unter anderem um eine Sammlung von Schnittstellen, die für Erweiterungen im Browser zur Nutzung bereitstehen. Die Einführung des Manifest v3 hatte im Chrome-Browser für zahlreiche Diskussionen und weitreichende Kritik an Hersteller Google geführt, da das Team damit die Funktion bestehender Techniken, allen voran Werbeblockern, aktiv einschränkt. Der Chrome-Browser nutzt das Manifest v3 seit Ende vergangenen Jahres.

Die Firefox-Macher von Mozilla haben jedoch schon früher ausgeführt, dass ihnen daran gelegen sei, ihre eigenen Schnittstellen für Erweiterungen zwar möglichst kompatibel zu denen von Chrome zu halten. Eine Verpflichtung dafür gebe es aber auf keinen Fall und auch schon jetzt unterschieden sich die APIs an einigen bestimmten Stellen.

Firefox behält Webrequest-API

Dies bezog sich explizit auf die Webrequest-API beziehungsweise deren von Google genutzten Ersatz Declarative Net Request (DNR), was für die Einschränkungen bei den Adblockern sorgt. Mozilla schreibt dazu: "Dies wirkt sich auf die Fähigkeiten von Erweiterungen aus, die Netzwerkanfragen verarbeiten (...), indem die Anzahl der Regeln, die eine Erweiterung verwenden kann, sowie die verfügbaren Filter und Aktionen begrenzt werden."

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Der Ankündigung zufolge soll der Firefox künftig sowohl DNR als auch das Webrequest-API unterstützen. Das soll es Entwicklern ermöglichen, eine einheitliche Codebasis für beide Browser zu benutzen. Mit beiden APIs könnten Entwickler aber weiter wählen, welche der Schnittstellen am Besten für ihren Einsatzzweck passe, erklärt Mozilla. Die Webrequest-API solle dabei so lange unterstützt werden, bis es einen besseren Ersatz als DNR gebe.

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Zusätzlich zu den Diskussionen um die Webrequest-API bringt der Wechsel auf das Manifest v3 viele weitere Änderungen. Mozilla arbeitet dabei etwa an einer strikten Seitenisolierung, Service Workern für Hintergrunddienste, einer strikte Kontrolle dafür, welche Erweiterung wo laufen darf, oder auch einer Beschränkung zur Ausführung von dynamischem Code.

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